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    PinClaw von Vertitruss – das neue Tool für Traversen Auf- und Abbau auf dem nächsten Level

    Der “PinClaw” von Vertitruss / © Engelmann-Promotion

    Wir wollen euch mit der PinClaw von Vertitruss  ein frisch entwickeltes Multitool vorstellen. Denn wahrscheinlich wird bald jeder Veranstaltungs­techniker, jeder Rigger und Bühnen­bauer diese PinClaw  beim Auf- und Abbau im Zusammenhang mit bolzen­fixierten Trussings verwenden…

    Und zwar wird, vor allem beim Bolzenaustrieb, nicht mehr mit dem Hammer gearbeitet, sondern mit einer patentierten, klug überlegten Hebelmechanik, die ohne zusätzliche Tools auskommt und das an so gut wie jeder handelsüblichen Traverse und unabhängig von der Gurtzahl.

    Das ultimative Werkzeug

    Bevor wir euch die beiden jungen Brüder vorstellen, zuerst ein paar Sätze zu diesem Werkzeug: Dennis  und David  haben es mit viel Energie und Durchhaltevermögen geschafft, trotz vieler Probleme in der Corona-Zeit ein echtes Hammertool zu entwickeln, das das Leben vieler Rigger und Bühnenarbeiter deutlich vereinfachen wird!

    Jeder, der die großen sperrigen Traversen schon mal abgebaut hat, kennt die unangenehmen Seiten beim Lösen der Bolzenverbindungen. Stellen wir doch mal den aktuellen Status beim Traversenabbau dem Tool gegenüber:

    1. Materialverschleiß: Bei Ein- oder Ausschlagen der Verbindungsbolzen, zumal mit einem Stahlhammer, werden die Bolzen nach- und nach abgenutzt. Und wenn der Schlag nicht den Bolzen, sondern die Truss erwischt, wird die Zeit bis zum endgültigen Verschleiß des Rohres erheblich verkürzt. Mit anderen Worten – jeder Schlag weniger schont das Material. Eine gewisse Schonung lässt sich durch den Einsatz von Kupfer- oder Hartkunstoffhämmern erreichen, was beim Einschlag Ok ist, allerdings beim Austrieb dann doch eher suboptimal läuft.
    2. Lösung: Die PinClaw  hat daher für den Einschlag, der mit wenig Krafteinsatz ausgeführt wird, einen leicht auswechselbaren Kunststoffschlagkopf. Im Gegensatz dazu erfolgt der Bolzenaustrieb beim Abbau jedoch ganz ohne Hammer. Da wird der Bolzen allein durch eine Hebelkraft herausgedrückt …
    1. Gehörschädigung und Lärmbelästigung: Das ewige „Däng, Däng, Däng“ beim Hämmern von Metall auf Metall ist auf Dauer ziemlich gehörschädigend. Außerdem gibt es regelmäßig Ärger, wenn nach 22:00 mit dem Hammer in Wohngebieten noch abgebaut wird – auch bei kleineren Aufbauten. Oft heißt es dann, am nächsten Tag nochmal anrollen und fertig dängeln.
    2. Lösung: Beim Aufbau arbeitet man mit der PinClaw  mit dem Hammeraufsatz aus Hartkunststoff sehr gehörschonend. Doch beim Abbau wird gar nicht mehr gehämmert! Der Bolzenaustrieb passiert annähernd geräuschlos durch eine clevere Hebelmechanik. Dabei beträgt der Hebelfaktor 1:12,5
    1. Arbeitstempo: Die Bolzen heraushämmern und ggf. danach im weiteren Umkreis einsammeln, ist nicht unbedingt der ergonomischste Weg …
    2. Lösung: Mit der PinClaw  hebelt man den Bolzen einfach raus und kann ihn problemlos mit der freien Hand herausnehmen und sammeln. Schnell und sicher.

    Die Bolzen werden natürlich wie üblich in die Verbindungsteile gedengelt – doch wie kriegste die wieder raus? / © Engelmann-Promotion

    Wie kamen die Brüder darauf, ein solches Werkzeug zu entwickeln?

    Die Brüder Dennis  und David Malyska  sind die führenden Köpfe bei Vertitruss. Die junge Company ist schon seit Jahren aktiv im Veranstaltungsgeschäft tätig. Ihre Leistungen decken nicht nur den Vermiet- und Dienstleistungsbereich ab, sondern auch den Vertrieb und Verkauf, unter anderem über einen eigenen Webshop. Hier werden neben dem veranstaltungstechnischen Portfolio bekannter Marken auch Eigenentwicklungen angeboten, vor allem einige clevere Lösungen für den Traversenbau.

    Hierzu gehört auch die PinClaw, deren Entwicklung die beiden im Jahr 2019 aus praktischen Erwägungen und ihren Erfahrungen im mobilen Traversenbau heraus starteten.

    Was am Anfang leicht aussah, erforderte viele Prototypen und bis hin zur finalen Version und deren Patentierung dauerte es dann auch noch 3 Jahre. Begleitet wurde die Entwicklung von einigen, Corona geschuldeten Rückschlägen in der Materialbeschaffung und Fertigung, um jetzt endlich in den Lieferstatus zu kommen.

    Zur Zeit liegen schon ewig viele Vorbestellungen vor, die dann sukzessive abgearbeitet werden. Wir haben die PinClaw bei uns einem Testlauf unterzogen und sind richtig begeistert.

    Die Brüder David (vorne) und Dennis (hinten) mit ihrer eigenen Entwicklung, dem PinClaw © Sven Betz

    Reduzierte Lärmbelastung

    Materialschonung sowie eine deutlich verbesserte Effizienz und Schnelligkeit sind die handfesten Vorteile des Geräts. Und nicht zuletzt die enorm reduzierte Lärmbelastung beim Abbau werden die Anwohner und Bühnentechniker zu schätzen wissen.

    Noch dazu braucht man keine weiteren Zusatztools beim Einsatz. Die PinClaw kann leicht am Gürtel eingesteckt werden und hindert so auch nicht beim Laufen.

    Das Handling ist dank ergonomisch geformtem Griff haptisch angenehm und dank der Kunststoffauflage auch in kalter Umgebung ohne kalte Finger anwendbar. Last but not least lässt sich die PinClaw an der eingearbeiteten Öse anketten und bleibt so dem Besitzer erhalten.

    Der Hammeraufsatz ist leicht wechselbar und wird günstig als Zusatz verkauft. Wie genau dieses Werkzeug gebraucht wird, zeigt euch jetzt das kurze Video:

    Unser Urteil

    Die PinClaw  von Vertitruss  ist ein pfiffiges Tool, Made in Germany, robust und gut durchkonstruiert, mit dem der Traversenbau materialschonend, leise und deutlich schneller als üblich von der Hand geht.

    Dabei ist der Einsatz an allen bekannten Traversensystemen möglich, die folgende Parameter aufweisen: Bolzenlänge 70mm & Traversen mit Konusverbindung und Bolzen und einem Gurtrohrdurchmesser von 48–51 mm.

    Jeder, der regelmäßig mit dem Auf- und Abbau von Traversensystemen zu tun hat, wird die Vorteile der PinClaw schnell für sich entdecken und das Tool wahrscheinlich so schnell nicht wieder rausrücken.

    Der großartige Nutzen steht einem fairen Kaufpreis von etwa 130,- € gegenüber: Man kann die PinClaw  ohne weiteres als Best Deal bewerten.

    Zur Website und zum Shop

    Übrigens: Alles, was du über Traversen und den Umgang damit wissen musst, findest du in unserem Artikel “Traversensysteme” kompakt zusammengefasst.

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    Jörg Kirschhttp://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de
    Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen tätig, u.a. als Bühnenmeister für das Kulturreferat Kaiserslautern. Mit seiner Firma betreut er mehrere Eventlocations, entwickelt spannende Veranstaltungsformate und bietet Ausbildungen im Veranstaltungsbereich. Persönlich liegt ihm der Support und die Entwicklung junger Künstler am Herzen. Mit Begeisterung engagiert er sich in mehreren Netzwerken, um auch hier die regionale Kulturszene zu fördern.
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