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Freitag, Oktober 18, 2019
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    Bühnentechnik und -aufbau planen mit dem CAD-Programm „Vectorworks“

    Eine plattformübergreifende CAD- und BIM-Software (Building Information Modeling) – das ist Vectorworks. Dabei leitet den Hersteller laut eigener Darstellung eine schlichte Erkenntnis: Gutes Design beginnt mit der Inspiration des Designers.

    Vectorworks hilft, aus dieser Inspiration kreative Lösungen zu erschaffen. Diese Software liefert Kreativen und kreativen Technikern ein geeignetes Werkzeug, eine umfassende Planung zu realisieren und Ideen zu visualisieren.

    Vectorworks zur Vorplanung des Veranstaltungsortes

    1. Was ist Vectorworks?
    2. Welche Vorteile bieten sich mir dadurch?
    3. Wo bekomme ich es her?
    4. Wie lerne ich es am schnellsten?

    Was ist Vectorworks?

    Vectorworks ist ein CAD Programm (Computer-aided-design) zum 3-dimensionalen Visualisieren von Räumlichkeiten und anderen architektonischen Elementen. Das „Spotlight“ Addon zielt direkt auf die Veranstaltungsbranche ab. Dort kann man neben Lampen, Scheinwerfern und Lautsprechern auch ganze Bühnen inkl. Dächern anlegen und in 3D betrachten.

    2. Welche Vorteile bietet mir Vectorworks?

    Wollt Ihr wissen, wie viel Platz Euer neu designtes Backdrop tatsächlich im Bühnenbild einnimmt oder wie viel Platz jedem Musiker auf der Bühne zur Verfügung steht? Eine Visualisierung erspart da viel Schätzerei.

    Durch ein Plugin lässt sich eine Vectorworks-Datei direkt in GrandMA 3D laden. Habt ihr nun schon Lampen angelegt, kann ein Lichttechniker mit entsprechender Konsole direkt mit der Programmierung der Lichtshow beginnen und das Ganze, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein.

    Weiterhin lassen sich kinderleicht Bestuhlungspläne erstellen und abändern, falls ihr anhand verkaufter Karten umdimensionieren müsst.

    3. Wo bekomme ich Vectorworks her?

    Zum Einen von der offiziellen Webseite: https://www.computerworks.de/produkte/vectorworks/vectorworks-spotlight/show-und-event.html

    Kleiner Tipp: Als Schüler/Azubi/Student bekommt Ihr eine Testversion mit allen Features geschenkt. Einfach auf dem Vectorworkscampus (https://www.computerworks.de/produkte/vectorworks/studenten.html) registrieren und ein Bild mit einem Nachweis des Lernverhältnisses (Schülerausweis, Studentenausweis, Ausbildungsvertrag etc.) einschicken. Die Bearbeitung geschieht meistens innerhalb eines Tages.

    Die Testversion enthält neben dem Spotlight Addon auch alle anderen Addons, allerdings sind die mit ihr erstellten Dateien mit einem Wasserzeichen versehen und lassen sich nicht mehr mit der Vollversion öffnen. Zum Lernen und zur Selbsthilfe reicht das aber allemal aus.

    4. Wie lerne ich Vectorworks?

    Zugegeben, das Programm sieht auf den ersten Blick unglaublich kompliziert ist, ist aber gut strukturiert. Wenn man erstmal die einzelnen Paletten und ihre Bedeutung durchschaut hat, kommt der Rest von allein.

    Vectorworks bietet mehrere Tutorials an: Zum einen gibt es auf der Campus-Seite direkt ein Spotlight-Tutorial-PDF zum Download, zum anderen gibt es eine Reihe an Videotutorials (https://www.vectorworks.net/training/2016/getting-started-guides/spotlight/Gsg-2016-s01-document-setup)

    Beide Tutorials haben ihre Vor- und Nachteile, allerdings empfehle ich, beide zu bearbeiten, wenn man das Programm beherrschen möchte, da die jeweiligen Tutorials zum Teil unterschiedliche Methoden verwenden und sich sehr gut ergänzen. Nachteile beim Video sind, dass zum Einen eine ältere Version von Vectorworks benutzt wird und es an einigen Stellen kleinere Änderungen gab und zum Anderen, dass das Tutorial auf Englisch ist.

    Das PDF hingegen ist auf Deutsch, allerdings sind die Themen sehr sprunghaft eingegliedert und als absoluter CAD-Anfänger ist es sehr schwer, hier Fuß zu fassen. Außerdem wurde das PDF auf einem Mac erstellt, was für Windowsnutzer sehr verwirrend sein kann, da stellenweise versäumt wurde Bezug auf die unterschiedlichen Tasten der Betriebssysteme zu nehmen.

    Alles in Allem empfehle ich, das Videotutorial durch zu arbeiten und das PDF als Ergänzung für die von Euch, die sich für CAD interessieren und ihr Wissen ergänzen möchten. Vom Englisch sollte man sich nicht abschrecken lassen, der Sprecher redet langsam und deutlich und wiederholt die wichtigen Dinge oftmals.

    Jörg Kirschhttp://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de
    Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen tätig, u.a. als Bühnenmeister für das Kulturreferat Kaiserslautern. Mit seiner Firma betreut er mehrere Eventlocations, entwickelt spannende Veranstaltungsformate und bietet Ausbildungen im Veranstaltungsbereich. Persönlich liegt ihm der Support und die Entwicklung junger Künstler am Herzen. Mit Begeisterung engagiert er sich in mehreren Netzwerken, um auch hier die regionale Kulturszene zu fördern.

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