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Einstieg und Erfolg in der Eventbranche – Folge 3, Teil 2/2: Sicherheit, Pla­nung und 88 Karrierewege

Treffen der Sicherheitsbeauftragten in der “Arena Frankfurt” auf Einladung von “Aimetis Videoüberwachungssoftware” © Engelmann Promotion

Im ersten Teil haben wir dir die technischen, logistischen, gastronomischen und kreativen Bereiche der Eventbranche vorgestellt. Im zweiten Teil geht es um Themen, bei denen eine besonders saubere Unterscheidung notwendig ist: Sicherheit, gesetzlich oder betrieblich definierte Funktionen, Festinstallationen, Planung, kaufmännische Berufe und Selbstständigkeit. Außerdem zeigen wir dir, welcher Einstieg zu deinen Interessen passen könnte.

Weiterhin findest du in diesem Relaunch im Anhang 88 Berufsfelder und Tätigkeiten – doch diesmal klar gekennzeichnet als Ausbildungsberuf, Weiterbildung, Studium, Qualifikation, Funktion, Jobprofil oder Dienstleistung.

11.) Sicherheit, Vorschriften und Verantwortung

Sicherheit ist kaum ein Attribut, das am Ende einer Planung noch schnell abgehakt wird – sie ist Bestandteil jeder professionellen Produktion. Menschen arbeiten in der Höhe. Lasten hängen über Bühnen und Publikum. Elektrische Anlagen werden temporär errichtet. Fluchtwege müssen frei bleiben. Laser, Pyrotechnik und bewegte Bühnenelemente können zusätzliche Gefährdungen verursachen.

Gerade beim Aufbau der Bühne geht Sicherheit immer vor ... © KI-generiert, Engelmann Promotion

Gerade beim Aufbau der Bühne geht Sicherheit immer vor … © KI-generiert, Engelmann Promotion

Dabei werden verschiedene Begriffe häufig durcheinandergebracht. Ein Sicherheitsbeauftragter ist beispielsweise etwas anderes als ein Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik. Und eine aufsichtführende Person ist nicht automatisch für jede Art und Größe von Veranstaltung ausreichend qualifiziert.

Drei Begriffe, die nicht verwechselt werden sollten

  1. Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik: Der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik ist eine baurechtlich relevante Funktion nach der jeweils geltenden Versammlungsstättenverordnung des Bundeslandes.
  2. Er muss mit den technischen Einrichtungen der Versammlungsstätte vertraut sein und im festgelegten Verantwortungsbereich deren Sicherheit und Funktionsfähigkeit gewährleisten. Welche Qualifikation erforderlich ist und wann eine solche Person anwesend sein muss, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht, der Veranstaltungsstätte und der Produktion.
  3. Der Geprüfte Meister für Veranstaltungstechnik kann eine dafür geeignete Qualifikation darstellen. Auch andere anerkannte oder als gleichwertig anerkannte Wege können je nach Landesrecht infrage kommen. Die Muster-Versammlungsstättenverordnung beschreibt Aufgaben und Voraussetzungen; verbindlich ist jedoch die jeweilige Landesregelung.
  4. Aufsichtführende Person: Die aufsichtführende Person ist keine allgemeine Bezeichnung für den obersten Sicherheitsverantwortlichen einer Veranstaltung.
  5. Die DGUV Information 215-322 beschreibt diese Funktion insbesondere für kleinere Veranstaltungsstätten wie Schulaulen und Bürgerhäuser. Aufsichtführende Personen beraten den Betreiber hinsichtlich der sicheren Durchführung und benötigen eine entsprechende Qualifizierung sowie regelmäßige Unterweisung. Je nach Gefährdung und technischer Aufgabe müssen weitere Fachkräfte hinzugezogen werden.
  6. Sicherheitsbeauftragter: Der Sicherheitsbeauftragte ist eine innerbetriebliche Unterstützungsfunktion im Arbeitsschutz. Er beobachtet Arbeitsplätze, weist kollegial auf Gefährdungen hin und unterstützt sicherheitsgerechtes Verhalten.
  7. Er ist kein Veranstaltungsleiter, erstellt nicht automatisch Sicherheitskonzepte und trägt nicht die Gesamtverantwortung des Unternehmers. Sicherheitsbeauftragte haben grundsätzlich keine Weisungsbefugnis.

Typische Tätigkeiten und Funktionen im Bereich Sicherheit

Tätigkeitsfeld
Aufgaben
Typische Einordnung
Mitgebrachte Skills
Verantwort­licher für Ver­an­stal­tungs­tech­nik
Gewährleistet im zu­ge­wie­se­nen Bereich die Sicherheit und Funk­tions­fähig­keit technischer Einrichtungen
rechtlich definierte Funk­tion nach Landesrecht; entsprechende anerkannte Qualifikation erforderlich
Fachwissen, Erfahrung, Entscheidungsfähigkeit
Aufsicht­füh­ren­de Per­son
Unterstützt bei Leitung und Aufsicht in dafür geeigneten Ver­an­stal­tungs­stät­ten
betriebliche Funktion mit Qualifizierung und re­gel­mä­ßi­ger Unterweisung
Regelkenntnis, Auf­merk­sam­keit und klare Kom­mu­nika­tion
Sicherheits­be­auf­trag­ter
Unterstützt den Betrieb beim Arbeitsschutz
bestellte innerbetriebliche Zusatzfunktion
Ortskenntnis, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und kollegiales Auftreten
Fachkraft für Ar­beits­sicher­heit
Berät den Arbeitgeber systematisch in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
gesetzlich geregelte Beratungsfunktion mit entsprechender Qualifikation
Analyse, Ar­beits­schutz­wissen und Be­ra­tungs­kom­petenz
Brandschutz­be­auf­trag­ter
Berät und unterstützt den Be­trieb beim or­ga­ni­sa­to­rischen Brandschutz
bestellte Funktion mit qualifizierter Ausbildung
Brandschutzwissen, Organisation und Kommunikation
Sicherheits­kon­zept­pla­ner
Entwickelt ein auf Ver­an­stal­tung und Ort ab­ge­stim­mtes Sicher­heits­konzept
Planungsdienstleistung; kein eigener anerkannter Ausbildungsberuf
Veranstaltungserfahrung, Recht, Analyse und Abstimmung
Crowd-Mana­ge­ment-Spe­zia­list
Plant Besucherströme, Einlass, Kapazitäten und Reaktionen auf Ver­dich­tun­gen
Spezialisierung innerhalb Sicherheits- und Veranstaltungsplanung
Menschenstromanalyse, Kommunikation und Erfahrung
Laserschutz­be­auf­trag­ter
Unterstützt den Arbeitgeber beim sicheren Betrieb bestimmter Laseranlagen
schriftlich bestellte Funktion mit nachgewiesener Fachkunde
Laserwissen, Gefährdungsbeurteilung und Sorgfalt
Pyrotech­niker
Plant und realisiert zugelassene pyrotechnische Effekte
branchenübliche Tätigkeitsbezeichnung; erforderliche Fachkunde, Erlaubnis oder Befähigung abhängig vom Einsatz
Sicherheitsdenken, Fachkunde und ruhiges Handeln
Fachkraft für Schutz und Si­cher­heit
Plant und erbringt Schutz- und Sicherheitsleistungen
anerkannter Ausbildungsberuf
Aufmerksamkeit, Kommunikation und Konfliktfähigkeit

Brandschutzbeauftragte sind zentrale Ansprechpartner für betriebliche Brandschutzfragen. Die DGUV beschreibt Anforderungen an Ausbildung, Bestellung und Aufgaben. Sie sind jedoch nicht automatisch die Fachplaner eines baurechtlichen Brandschutzkonzeptes. Für Laser der Klassen 3R, 3B und 4 ist im betrieblichen Einsatz grundsätzlich ein Laserschutzbeauftragter schriftlich zu bestellen.

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Die Verantwortung für die Gefährdungsbeurteilung verbleibt beim Arbeitgeber. Bei Pyrotechnik hängt die erforderliche Berechtigung unter anderem von Kategorie, Tätigkeit und Einsatzort ab. Der umgangssprachliche Begriff „Pyrotechniker“ ist deshalb keine ausreichende Aussage über die tatsächliche Berechtigung.

12.) Festinstallation, Planung und öffentliche Auftraggeber

Nicht jeder Beruf in der Eventbranche bedeutet Festivalwiese, Tourbus und Nachtarbeit. Kirchen, Schulen, Kongresszentren, Hotels, Restaurants, Unternehmen, Behörden, Museen und Sportstätten benötigen dauerhaft installierte Audio-, Video-, Kommunikations- und Steuerungstechnik. Festinstallationen bieten häufig planbarere Arbeitszeiten und langfristige Kundenbeziehungen. Dafür steigen die Anforderungen an Dokumentation, Schnittstellenplanung, Programmierung, Ausschreibung, Wartung und Abstimmung mit anderen Gewerken.

Die Festinstallation einer Konzerthalle wird modernisiert © Engelmann Promotion

Die Festinstallation einer Konzerthalle wird modernisiert © Engelmann Promotion

Typische Tätigkeiten und Funktionen im Bereich Festinstallation und Planung

Tätigkeitsfeld
Aufgaben
Typische Einordnung
Mitgebrachte Skills
AV-System­inte­grator
Plant, installiert und ver­bindet Audio-, Video-, Netzwerk- und Steue­rungs­sys­teme
Jobprofil und technische Dienstleistung
Elektro-, IT- und Medien­tech­nik­ver­ständ­nis
Service­tech­niker AV
Wartet, prüft und repariert fest installierte Systeme
technisches Jobprofil
Fehlersuche, Kunden­kon­takt und Do­ku­men­ta­tion
Konferenz­me­dien­tech­niker
Installiert und betreut Medien-, Mikrofon- und Präsentationstechnik
Spezialisierung in Medientechnik
Bedienkonzepte, Zu­ver­lässig­keit und Service
AV-Fach­planer
Entwickelt technische Kon­zep­te, Leis­tungs­ver­zeich­nisse und Plan­un­ter­la­gen
Planungsdienstleistung; technischer oder aka­de­mischer Weg
Planung, Ausschreibung, Kommunikation
Medien­technik­planer
Integriert Bild-, Ton-, Steuerungs- und Netz­werk­tech­nik in Gebäude
Jobprofil und Pla­nungs­dienst­leistung
Gewerkekoordination, CAD und Systemverständnis
Akustik­planer
Untersucht und optimiert Raum- und Bauakustik
Planungsberuf; häufig Studium erforderlich
Physik, Messung und Berechnung
Steuerungs­pro­gram­mierer AV
Programmiert Be­dien­ober­flächen und Auto­ma­tions­logik
IT- und Medientechnik-Spezialisierung
Programmierung, Nutzerverständnis und Dokumentation
Digital-Sig­nage-Spe­zia­list
Installiert, vernetzt und betreut Informations- und Werbedisplays
technische und re­dak­tio­nelle Dienstleistung
IT, Medientechnik, Content und Service
Projekt­leiter Fest­instal­lation
Koordiniert Kunden, Planer, Bauablauf und Abnahme
erfahrenes Jobprofil
Kalkulation, Bauablauf und Kommunikation

VOB und HOAI sind keine Berufe

Hinweis: In der alten Übersicht tauchten „Arbeiten nach VOB“ und „Leistungen nach HOAI“ wie eigene Berufsbilder auf. Das ist nicht ganz korrekt. Die VOB ist ein Regelwerk für die Vergabe und Abwicklung von Bauleistungen. Die “Honorarordnung für Architekten und Ingenieure”, auch HOAI, regelt beziehungsweise beschreibt Honorarstrukturen für bestimmte Architekten- und Ingenieurleistungen in den Bundesländern. Beides kann für AV-Projekte relevant sein, ist aber weder ein Beruf noch eine Qualifikation.

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Ein AV-Fachplaner kann in einem Projekt Leistungen planen, ausschreiben und überwachen. Ein Systemintegrator kann ausgeschriebene Leistungen ausführen. Der rechtliche und vertragliche Rahmen des Projektes ist jedoch von der Berufsbezeichnung zu trennen.

Festinstallation ist nicht dasselbe wie mobile Veranstaltungstechnik

Mobile elektrische Anlagen und dauerhaft installierte Gebäudeanlagen unterliegen nicht automatisch denselben Zuständigkeiten. Für stationäre elektrische Anlagen sind die elektrotechnischen und handwerksrechtlichen Anforderungen der Gebäudeinstallation zu beachten. Ein Veranstaltungstechniker darf nicht allein aufgrund seiner Branchenpraxis jede fest installierte Elektroanlage errichten oder verändern.

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13.) Kaufmännische Berufe, Vertrieb, Personal und Unternehmertum

Eine Eventfirma besteht nicht nur aus Technikern. Jemand muss Kunden gewinnen, Angebote schreiben, Material beschaffen, Personal disponieren, Kampagnen entwickeln, Rechnungen kontrollieren, Produkte erklären und wirtschaftliche Entscheidungen treffen.

Typische kaufmännische Berufsbilder

Tätigkeitsfeld
Aufgaben
Typische Einordnung
Mitgebrachte Skills
Veran­stal­tungs­kauf­mann
Plant, kalkuliert, or­ga­ni­siert und vermarktet Veranstaltungen
anerkannter Ausbildungsberuf
kaufmännisches Denken, Organisation und Kundenorientierung
Vertrieb Ver­an­stal­tungs­technik
Verkauft Produkte, Sys­te­me oder Dienst­leis­tun­gen
kaufmännisches Jobprofil; Branchenpraxis besonders wertvoll
Kommunikation, Verhandlung und Technikverständnis
Produkt­mana­ger
Entwickelt und positioniert Produkte oder Dienst­leis­tun­gen
Jobprofil; kaufmännischer oder technischer Weg möglich
Marktanalyse, Strategie und Präsentation
Einkäufer
Beschafft Technik, Ma­te­rial und Fremdleistungen
kaufmännisches Jobprofil
Verhandlung, Genauigkeit und Marktkenntnis
Marketing- und PR-Mana­ger
Entwickelt Kom­muni­ka­tion, Kampagnen und Medienarbeit
Marketingjob; Ausbildung, Studium oder Praxiseinstieg
Sprache, Zielgruppenverständnis und Kreativität
Personal­mana­ger
Gewinnt und entwickelt Mitarbeiter
HR-Jobprofil
Menschenkenntnis, Arbeitsorganisation und Kommunikation
Crew-Dis­po­nent
Plant freie und fest an­ge­stell­te Mitarbeiter für Pro­duk­tionen
branchenspezifisches Jobprofil
Organisation, Belastbarkeit und klare Absprachen
Qualitäts­mana­ger
Entwickelt und kontrolliert betriebliche Prozesse
Spezialisierung; Weiterbildung häufig sinnvoll
Prozessdenken, Dokumentation und Konsequenz
Nach­haltig­keits­mana­ger
Entwickelt Maßnahmen für res­sour­cen­scho­nen­dere Veranstaltungen
wachsendes Jobprofil; Stu­dium oder Weiterbildung möglich
Datenverständnis, Planung und Kommunikation
Tech­ni­scher Re­dak­teur
Erstellt Handbücher, Schu­lun­gen und technische Inhalte
Beruf oder Spezialisierung mit Branchenbezug
Technikverständnis, Sprache und Struktur

Freelancer ist jetzt kein Beruf

Dieser Begriff beschreibt eine wirtschaftliche Rolle oder ein Geschäftsmodell. Er ersetzt nicht die fachliche Qualifikation. „Freelancer“  beschreibt also die (arbeits-)rechtliche Form der Zusammenarbeit, nicht die eigentliche Tätigkeit. Ein Freelancer kann FOH-Techniker, Fotograf, Rigger, Projektmanager, Programmierer oder Trainer sein. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Bist du Freelancer?“ , sondern: „Welche konkrete Leistung bietest du an und welche Qualifikation bringst du dafür mit?“  – Das Gleiche gilt aber auch für Begriffe (Geschäftsmodelle) wie:

  • Subunternehmer
  • Gründer
  • Start-up
  • Verleiher
  • Dienstleister
  • Freier Mitarbeiter
  • Berater
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band zone orga-software

Welches Berufsbild passt zu dir?

Hier kannst du dir erstmal einen Überblick verschaffen, welche Tätigkeiten dir wirklich liegen. Wenn du die Fragen ehrlich beantwortest – Mehrfach-Nennungen sind erlaubt – zeigt dir die Tabelle recht gut, wo deine eigentlichen Stärken liegen. Auch verbinden viele Menschen später mehrere Bereiche miteinander.

Wenn du dich hier wiedererkennst …
… Dann könnten diese Bereiche passen
Ich liebe Musik, möchte aber nicht als Künstler auf die Bühne
Ton, Monitor, Systemtechnik, Recording
Ich denke in Farben, Bildern und Stimmungen
Licht, Video, Eventdesign, Szenografie
Ich arbeite gerne praktisch und sehe sofort, was zu tun ist
Bühne, Stagehand, Lager, Logistik
Ich mag Höhe, Technik und klar geregelte Sicherheitsabläufe
Rigging und Höhenarbeit
Ich bin gerne unterwegs
Touring, Transport, Tourmanagement
Ich organisiere lieber, als selbst am Pult zu sitzen
Produktion, Projektleitung, Disposition
Ich liebe IT, Netzwerke und digitale Systeme
Event-IT, Streaming, Steuerung, Digital Signage
Ich fotografiere, filme oder erzähle Geschichten
Foto, Video, Social Media und Content
Ich kann gut mit Kunden und Teams umgehen
Vertrieb, Personal, Gästebetreuung und Produktion
Ich suche möglichst planbare Arbeitszeiten
Festinstallation, Service, Planung und Verwaltung
Mich interessieren Strom, Energie und Infrastruktur
Elektrotechnik, Generatoren und Energieplanung
Ich komme aus Gastronomie oder Handwerk
Catering, Ausstattung, Strom, Sanitär oder Logistik
Ich trage gerne Verantwortung und kenne Vorschriften
technische Leitung, Sicherheit und Planung
Ich möchte später ein eigenes Unternehmen aufbauen
nahezu jeder Bereich – nach ausreichender Praxiserfahrung

So kommst du in die Gewerke hinein

Du musst jetzt am ersten Tag nicht gleich wissen, wo du in zehn Jahren stehen willst. Viele erfolgreiche Fachkräfte fingen zunächst als Stagehand an. Wichtig ist, dass du nicht dauerhaft beim bloßen Tragen und Zuschauen stehen bleibst. Hier haben wir einige typische erfolgversprechende Einstiegsmöglichkeiten für dich:

  • Technik-AG in der Schule
  • Praktikum beim lokalen Verleiher
  • Jugendzentrum, Kulturverein oder Stadthalle
  • Band, DeeJay oder kleiner Club
  • Vereinsfest, Stadtfest oder Schulfest
  • Aufbauhelferjob bei einem Dienstleister
  • Ferienjob im Lager einer Eventtechnikfirma
  • Teilnahme bei einer kleinen mobilen Produktion
  • Catering-Aushilfe bei einem Event
  • Assistenz bei Foto, Video, Streaming oder Social Media
  • Einstieg über Elektro, IT, Handwerk, Büro, Marketing oder Gastronomie

Was am Anfang wirklich zählt: Sei zuverlässig. Wer dreimal zu spät kommt, wird beim vierten Einsatz nicht mehr angerufen. Und frage, bevor du improvisierst. Improvisation ist in der Eventbranche wichtig. Sie darf aber nicht dazu führen, dass Sicherheitsregeln, elektrische Zuständigkeiten oder Freigaben ignoriert werden.

Während der Veranstaltung: Im Gespräch mit der Eventmanagerin – hier kannst du für dich werben ... © Engelmann Promotion

Während der Veranstaltung: Im Gespräch mit der Eventmanagerin – hier kannst du für dich werben (Arena Frankfurt) … © Engelmann Promotion

Auch noch wichtig: Lerne die Zusammenhänge. Wer nur sein eigenes Gerät kennt, bleibt abhängig. Wer Signalwege, Strom, Netzwerke, Ablauf und Zuständigkeiten versteht, wird wertvoll. Dabei wird es enorm wertvoll wenn du deine Arbeit dokumentierst. Fotos, Pläne, Patchlisten, Messprotokolle und Checklisten helfen dir, Fehler zu vermeiden und deine Entwicklung sichtbar zu machen.

Übernimm´ Verantwortung schrittweise: Verantwortung ist kein Statussymbol. Sie bedeutet, Entscheidungen treffen und ihre Folgen tragen zu können.

Anerkannte Ausbildung, Weiterbildung oder kurzer Kurs?

Bildungsweg
Ergebnis
Typische Beispiele
Duale Ausbildung
anerkannter Berufsabschluss
Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Ver­an­stal­tungs­kauf­mann, Mediengestalter Bild und Ton
Aufstiegs­fortbildung
geregelter höherer Berufsabschluss
Meister für Veranstaltungstechnik – Bachelor Professional
Studium
akademischer Abschluss
Veranstaltungstechnik, Elektrotechnik, Medientechnik, Eventmanagement
Branchen­qualifikation
Nachweis definierter beruflicher Kompetenzen
IGVW SQQ1, SQQ2 oder ähnliche Standards
Sachkunde­lehrgang
Fachkunde für eine begrenzte Aufgabe
Laserschutz, Brandschutz, bestimmte Prüf- oder Bedienaufgaben
Hersteller­schulung
Wissen über ein konkretes System oder Produkt
Mischpult, Beschallungssystem, Lichtpult, Medienserver etc.
Unter­weisung
arbeitsplatz- oder auf­ga­ben­be­zo­gene Einweisung
Gerätebedienung, Gefährdungen, betriebliche Regeln

Ein Herstellerschulungstag oder Workshop kann sehr wertvoll sein. Er ersetzt aber keine dreijährige Berufsausbildung. Eine Ausbildung wiederum macht auch niemanden automatisch zum erfahrenen FOH-Techniker, Rigger oder Produktionsleiter. Berufspraxis und Spezialisierung bleiben notwendig.

Richtig lernen und Erfahrung sammeln wirst du erst nach der Berufsausbildung. Nach deinem Ausbildungsberuf sind die ersten Berufsjahre besonders wertvoll – bevor sich Routine einstellt …

Lohn, Honorar und Tagessatz richtig einordnen und unterscheiden

Pauschale Tabellen mit angeblich üblichen Tagessätzen sind problematisch. Sie vermischen häufig Arbeitnehmer, kurzfristige Beschäftigte, Selbstständige, Unternehmen, Materialmiete und unterschiedliche Einsatzzeiten. Hier in der Tabelle wichtigsten Unterschiede:

Abrechnungsform
Was wird bezahlt?
Worauf muss geachtet werden?
Stundenlohn eines Arbeitnehmers
tatsächlich geleistete Arbeitszeit
Arbeitsvertrag, Mindestlohn, Zuschläge und Arbeitszeit
Tagespauschale eines Arbeitnehmers
pauschal dargestellte Vergütung
muss auf die tatsächlichen Stunden heruntergerechnet werden können
Honorar eines Selbstständigen
berufliche Leistung auf eigene Rechnung
Versicherung, Steuern, Ausfallzeiten, Vorbereitung und Unternehmerrisiko
Projektpauschale
vereinbarte Gesamtleistung
Leistungsumfang, Korrekturen und Zusatzaufwand klar definieren
Materialmiete
Bereitstellung von Equipment
Transport, Verschleiß, Versicherung, Ausfallrisiko – und – Gewinn
Personal plus Material
Dienstleistung und Technik
beide Positionen getrennt und nachvollziehbar kalkulieren

Wichtig zu wissen: Wer eigenes Material stellt, rechnet das normalerweise zusätzlich ab. Und wer regelmäßig Geld verdienen will, sollte sich frühzeitig um die steuerlichen Grundlagen kümmern.

Solche Events mittlerer Größe sind Gelegenheiten sich auszuprobieren © Engelmann Promotion

Solche Events mittlerer Größe sind Gelegenheiten sich auszuprobieren (Fruchthalle Kaiserslautern) … © Engelmann Promotion

Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland 13,90 € brutto je Zeitstunde. Er gilt grundsätzlich für Arbeitnehmer, nicht als Kalkulationsgrundlage für echte selbstständige Unternehmer. Der selbstständige Tagessatz eines Freelancers beispielsweise, muss ein ganzes Stück höher sein, weil dieser sich selbst um seine Sozialversicherungskosten kümmern muss. Berücksichtigt und eingefordert werden müssen diese nachfolgenden Punkte, denn ein Selbstständiger erhält nicht automatisch Geld für:

  • Akquise und Angebotserstellung
  • Buchhaltung
  • Weiterbildung
  • Krankheit
  • Urlaub
  • Versicherungen
  • Steuerberatung
  • nicht gebuchte Tage
  • Vor- und Nachbereitung
  • eigenes Werkzeug
  • Fahrzeug und Fahrtzeit
  • unternehmerisches Risiko

Das sind jetzt mal die wichtigsten Kostenstellen. Bei selbstständigen Auftragnehmern kommen diese Betriebskosten  oder fixe Kosten anteilig auf jeden Lohn oder jedes Honorar noch obendrauf, ohne die ein Betrieb schnell pleite wäre.

Ein Honorar ist mehr als der reine Arbeitnehmerlohn.
In jedem Fall müssen die Sozialversicherungs- und die Betriebskosten
dazu gerechnet werden.

Schlußfolgerungen: Es gibt nicht den einen Weg

Die Eventbranche ist kein einzelner Beruf. Sie ist ein Netzwerk aus sehr unterschiedlichen Berufen, Tätigkeiten, Funktionen und Dienstleistungen. Du kannst als Fachkraft für Veranstaltungstechnik beginnen und dich später auf Ton, Licht, Video oder Rigging spezialisieren. Du kannst aus Elektrotechnik, IT, Logistik, Gastronomie, Marketing oder Fotografie kommen und dein Fachwissen in Veranstaltungen einbringen. Du kannst über eine kaufmännische Ausbildung in die Organisation einsteigen oder nach einem technischen Studium komplexe Systeme planen.

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Wichtig ist nur, dass du ehrlich benennst, was du bist und was du kannst. Ein Kurs ist noch keine Aus- oder Weiterbildung. Eine bloße Tätigkeit ist noch keine Qualifikation. Eine Beauftragung ist kein Jobtitel. Und zehn Jahre praktische Erfahrung können wertvoll sein, ersetzen aber nicht automatisch vorgeschriebene Fachkunde oder Berechtigungen. Wer diese Unterschiede versteht, kann seinen Weg realistisch planen – und in dieser vielseitigen Branche sehr weit kommen.


Anhang: 88 Berufsfelder und Tätigkeiten der Eventbranche

Die nachfolgende Tabelle enthält bewusst nicht mehr den Begriff „88 Ausbildungsberufe“. Wir wollen lediglich 88 unterschiedlichen Berufsfelder, Jobprofile, Spezialisierungen, Funktionen und Geschäftsmodelle aufzeigen die die Veranstaltungsbranche dir an Möglichkeiten bietet. Der Relaunch ist jetzt nach 8 logisch nachvollziehbaren Berufsgruppen gegliedert …

1. Ton, Licht, Video und IT

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
01
FOH-Techniker
Jobprofil
Mischt den Livesound für das Publikum
02
Monitortechniker
Jobprofil
Erstellt den Bühnenmix für Künstler
03
Systemtechniker Audio
Spezialisierung
Plant, misst und optimiert Beschal­lungs­systeme
04
Wireless-Techniker
Spezialisierung
Koordiniert Funkmikrofone und In-Ear-Systeme
05
Studio Tontechniker
Jobprofil
Produziert und bearbeitet Audioaufnahmen
06
Sounddesigner
Kreatives Jobprofil
Entwickelt Klänge und akustische Erleb­nis­welten
07
Akustikplaner
Planung/Studienberuf
Plant Raum- und Elektro­akustik
08
Lichttechniker
Jobprofil
Baut und betreibt Beleuch­tungs­systeme
09
Lighting Operator
Spezialisierung
Programmiert und fährt Licht­shows
10
Lighting Designer
Kreatives Jobprofil
Entwirft die künstlerische Licht­gestal­tung
11
Lichtpult-Programmierer
Spezialisierung
Setzt komplexe Lichtshows technisch um
12
Projektionsmapping-Spezialist
Spezialisierung
Projiziert Bildinhalte auf Räume und Ob­jekte
13
Videotechniker
Jobprofil
Betreibt Bildtechnik, Zu­spie­ler und Sig­nal­wege
14
Kameraoperator
Jobprofil
Produziert Livebilder und Auf­zeich­nun­gen
15
Bildmischer
Spezialisierung
Mischt Kamerabilder für Lein­wand und Sen­dung
16
Broadcast-Techniker
Spezialisierung
Betreibt sendefähige Pro­duk­tions­systeme
17
Live-Streaming-Techniker
Spezialisierung
Produziert und überträgt Online-Streams
18
Techniker für hybride Events
Jobprofil
Verbindet Präsenz- und Online­ver­an­stal­tungen
19
Event-Netzwerktechniker
IT-Spezialisierung
Betreibt Netzwerke für Audio, Licht und Video
20
Event-Softwareentwickler
Softwareberuf/Fach­infor­mati­ker/-in
Entwickelt Planungs-, Ticketing- oder Steue­rungs­systeme

2. Bühne, Rigging, Logistik und Touring

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
21
Stagehand
Helfertätigkeit
Unterstützt Auf- und Abbau sowie Material­bewegung
22
Bühnentechniker
Jobprofil
Baut und betreibt bühnentechnische Einrich­tungen
23
Technische Bühnenleitung
Führungsfunktion
Koordiniert Technik und Abläufe auf der Bühne
24
Rigger
Tätigkeit mit Sachkunde
Montiert Traversensysteme, Hebezeuge und Lasten
25
Bühnensystem-Techniker
Spezialisierung
Montiert mobile und modulare Bühnen
26
Backline-Techniker
Spezialisierung
Betreut Instrumente und Bühnen­zubehör
27
Eventlogistiker
Jobprofil
Plant Materialfluss und Transporte
28
Fachkraft für Lagerlogistik
Ausbildungsberuf
Organisiert Lager, Kommissionierung und Ver­ladung
29
Lkw-Fahrer Touring
Fahrtätigkeit
Transportiert Veranstaltungs­material
30
Tourbus-Fahrer
Fahrtätigkeit
Befördert Künstler und Crew
31
Produktionsfahrer
Fahrtätigkeit
Transportiert Personen und Mate­rial
32
Touring/Logis­tik­koor­dina­tor
Jobprofil
Plant Fahrzeuge, Routen und Lade­zeiten
33
Tourmanager
Jobprofil
Koordiniert Reise und Tour­ab­lauf

3. Strom, Wasser und Infrastruktur

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
34
Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik
Qualifikation
Arbeitet im festgelegten elek­tro­tech­nischen Tätig­keits­bereich
35
Generator- und Aggregattechniker
Spezialisierung
Betreibt mobile Stromerzeuger
36
Techniker für Strom­ver­tei­lung
Spezialisierung
Plant und betreibt mobile Energie­ver­teilungen
37
Energiemanager Events
Planungsfunktion
Koordiniert Energiebedarf und Ver­sor­gung
38
Wasser- und Versorgungstechniker
Fachkrafttätigkeit
Erstellt temporäre Wasser­an­schlüsse
39
Sanitärdienstleister
Dienstleistung
Stellt und betreut mobile Sanitär­an­lagen
40
Hygiene- und Reinigungskoordinator
Jobprofil
Plant Reinigung und Ver­sor­gung

4. Ausstattung und Gastronomie

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
41
Zeltaufbauer
Fachkrafttätigkeit
Montiert temporäre Zelt- und Über­dachungs­systeme
42
Eventausstatter
Jobprofil/Dienstleistung
Richtet Veranstaltungsflächen ein
43
Möbel- und Dekorationsverleiher
Geschäftsmodell
Vermietet Mobiliar und De­ko­ration
44
Betreiber von Spielgeräten
Geschäftsmodell
Vermietet und betreut Aktions- und Glücks­spiel­geräte
45
Verleiher für Gastro­nomie­aus­stattung
Geschäftsmodell
Vermietet Geschirr und Küchen­technik
46
Eventcaterer
Dienstleistung
Plant und liefert Ver­an­stal­tungs­ver­pflegung
47
Küchenleiter Event­catering
Führungsfunktion
Leitet Küche und Pro­duk­tion
48
Fachmann für Restaurants und Ver­an­stal­tungs­gas­tro­nomie
Ausbildungsberuf
Organisiert Service, Banketts und Gäste­be­treuung
49
Servicekraft Events
Helfer-/Fachkrafttätigkeit
Betreut Gäste und Service­be­reiche
50
Foodtruck- oder Mobile-Bar-Be­trei­ber
Geschäftsmodell
Verkauft Speisen oder Getränke mobil

5. Produktion, Organisation und Kreativbereiche

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
51
Produktions­leiter
Führungsfunktion
Steuert Budget, Personal und Gesamt­pro­duktion
52
Technischer Projekt­leiter
Jobprofil
Plant und koordiniert die technische Um­setzung
53
Event-Projekt­manager
Jobprofil
Plant und koordiniert die technische Um­setzung
54
Veranstaltungs­kaufmann
Ausbildungsberuf
Organisiert und kalkuliert Veran­stal­tungen
55
Produktions­assistent
Einstiegsjob
Unterstützt die Projekt- und Produk­tions­leitung
56
Disponent
Jobprofil
Plant Personal, Fahrzeuge und Mate­rial
57
Stage Manager oder Show Caller
Ablauffunktion
Koordiniert Proben und Showablauf
58
Artist- und Gäste­be­treuer
Jobprofil
Betreut Künstler, Referenten und Gäste
59
Qualitäts- und Nach­haltig­keits­manager
Spezialisierung
Entwickelt Prozesse und Nach­haltig­keits­maß­nahmen
60
Eventfotograf
Kreative Dienstleistung
Dokumentiert Veranstaltungen foto­grafisch
61
Eventvideograf
Kreative Dienstleistung
Produziert Filme und Social-Media-Inhalte
62
Drohnenoperator
Zusatzrolle/Qualifikation
Erstellt Luftaufnahmen im erlaubten Rahmen
63
Eventdesigner oder Szenograf
Kreatives Jobprofil
Entwickelt Räume und visuelle Konzepte
64
Social-Media- und Content-Manager
Marketingjob
Produziert und verbreitet Veran­stal­tungs­inhalte
65
VR-, AR- und XR-Ent­wickler
Software-/Designberuf
Entwickelt immersive digitale Erleb­nisse

6. Sicherheit und Verantwortung

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
66
Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik
Rechtliche Funktion
Gewährleistet technische Sicher­heit im über­tra­ge­nen Bereich
67
Aufsichtführende Person
Betriebliche Funktion
Unterstützt Leitung und Aufsicht geeig­neter Ver­an­stal­tungs­stätten
68
Sicherheits­beauf­tragter
Innerbetriebliche Funktion
Unterstützt den Arbeits­schutz im Betrieb
69
Fachkraft für Arbeits­sicher­heit
Geregelte Beratungsfunktion
Berät den Arbeitgeber im Arbeits­schutz
70
Brandschutzbeauf­tragter
Bestellte Funktion
Unterstützt den betrieblichen Brand­schutz
71
Sicherheitskonzept­planer
Planungsdienstleistung
Entwickelt veranstaltungsbezogene Sicher­heits­konzepte
72
Crowd-Management-Spezia­list
Spezialisierung
Plant und leitet Besucherströme und Einlass­situa­tionen
73
Laserschutz­be­auf­tragter
Bestellte Funktion
Unterstützt den sicheren Laser­betrieb
74
Pyrotechniker
Tätigkeit mit Berechtigung
Realisiert zugelassene pyro­tech­nische Effekte
75
Fachkraft für Schutz und Sicher­heit
Ausbildungsberuf
Erbringt professionelle Schutz- und Sicher­heits­leis­tungen

7. Festinstallation und Planung

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
76
AV-System­inte­grator
Jobprofil/Dienstleistung
Installiert vernetzte Audio- und Vi­deo­systeme
77
Konferenz­medien­tech­niker
Spezialisierung
Betreut Konferenz- und Prä­sen­ta­tions­technik
78
AV- oder Medien­tech­nik­planer
Planungsdienstleistung
Plant technische Systeme und Aus­schrei­bungen
79
AV-Steuerungs­pro­gram­mierer
IT-Spezialisierung
Programmiert Bedienung und Auto­ma­tion
80
AV-Service­tech­niker
Jobprofil
Wartet und repariert instal­lierte Sys­teme

8. Kaufmännische Tätigkeiten und Unternehmertum

Nr.
Berufsfeld/Tätigkeit
Typische Einordnung
Kurzbeschreibung
81
Vertriebsmitarbeiter Veranstaltungstechnik
Kaufmännisches Jobprofil
Verkauft Technik und Dienst­leistungen
82
Produktmanager
Jobprofil
Entwickelt und positioniert Pro­dukte
83
Einkäufer
Kaufmännisches Jobprofil
Beschafft Material und Fremd­leistungen
84
Marketing- und PR-Manager
Marketingjob
Entwickelt Kommunikation und Kam­pagnen
85
Personalmanager
HR-Jobprofil
Gewinnt und entwickelt Mitarbeiter
86
Crew-Disponent
Branchenspezifisches Jobprofil
Plant Mitarbeiter für Produktionen
87
Technischer Redakteur oder Trainer
Kommunikations-/Lehrberuf
Erstellt Dokumentationen und Schu­lungen
88
Freelancer oder Unternehmensgründer
Arbeitsform/Geschäftsmodell
Bietet eine konkrete Fachleistung selbst­ständig an

Quellenhinweis

Die Einordnung orientiert sich unter anderem an den anerkannten Aus- und Fortbildungsberufen des Bundesinstituts für Berufsbildung, den Fortbildungsinformationen der Industrie- und Handelskammern, den Regelwerken von DGUV und BAuA sowie den Qualitätsstandards der IGVW.

Berufsbezeichnungen, landesrechtliche Anforderungen und technische Regelwerke können sich ändern. Bei sicherheitsrelevanten Aufgaben muss deshalb immer geprüft werden, welche aktuelle Vorschrift im konkreten Bundesland, Betrieb und Einsatzfall gilt.

Stand der fachlichen Überarbeitung: Juli 2026.


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