Ossy erklärt´s © Ossy Pfeiffer
Ossy erklärt´s: Praxiswissen direkt aus dem Studio – ehrlich, nachvollziehbar und ohne unnötigen Technik-Overkill. Mit über 30 Jahren Erfahrung als Musiker, Produzent und Engineer ist Ossy Pfeiffer auch dein Ansprechpartner für Recording und Mixing. Das Thema heute: Vocal Gain Edit. Schau rein – und erfahre, warum gute Vocal-Bearbeitung oft schon vor Kompressor und Plugins beginnt.
Darum geht’s: Viele versuchen problematische Vocals einfach mit Kompressoren oder De-Essern zu lösen. Genau dadurch verlieren Stimmen aber schnell ihre Natürlichkeit und Dynamik. Ossy zeigt anhand einer echten Produktion, wie er S-Laute, Pegelsprünge und kleine Timing-Probleme direkt in der DAW per Vocal Gain Edit bearbeitet – sauber, musikalisch und deutlich transparenter.
Das Video in voller Länge:
Zusammenfassung:
Vocal Gain Edit statt Vocals totzukomprimieren
Im Video erklärt Ossy seinen Workflow für natürlich klingende Vocals. Statt Gesänge einfach „kurz und klein“ zu komprimieren, bearbeitet er problematische Stellen bereits direkt im Audiomaterial. Besonders S-Laute, harte Peaks oder unstimmige Lautstärken werden manuell angepasst. Das Ergebnis: Die Vocals bleiben lebendig, sitzen aber trotzdem deutlich besser im Mix.
Außerdem zeigt Ossy seine Recording-Kette mit dem Sennheiser MK8 Großmembran-Mikrofon, der SPL Gainstation One und einem dbx 163 Kompressor. Gerade der dbx-Kompressor gefällt ihm, weil er sehr unauffällig arbeitet und das Signal kontrolliert, ohne hörbar zu pumpen oder die Dynamik kaputtzumachen.
Ein häufiger Fehler:
Viele verlassen sich komplett auf De-Esser und starke Kompression.
Dadurch wirken Vocals oft flach, hart oder unnatürlich.
Die eigentliche Erkenntnis: Kleine manuelle Gain-Anpassungen klingen oft musikalischer als aggressive Plugin-Bearbeitung.
Ossy´s Tipp: Bearbeite problematische S-Laute lieber direkt im Clip-Gain oder per Lautstärke-Anpassung statt sofort einen De-Esser einzusetzen. Gerade bei Background-Vocals lohnt sich außerdem ein Blick auf das Timing der S-Laute – kleine Verschiebungen können den gesamten Chor deutlich sauberer wirken lassen.
Checkliste: So funktioniert ein sauberer Vocal Gain Edit
Mit diesem Workflow bekommst du Vocals kontrollierter, natürlicher und oft sogar mit weniger Plugins in den Griff.
- Vocals zunächst möglichst sauber und kontrolliert aufnehmen
- Problematische S-Laute manuell im Gain reduzieren
- Zu laute oder zu leise Wörter direkt im Clip-Gain anpassen
- Timing von S-Lauten bei Chören oder Dopplungen kontrollieren
- Erst danach mit Kompressor, EQ oder Höhenbearbeitung weiterarbeiten
Mehr von Ossy Pfeiffer findest du auf seinem YouTube-Kanal und auf seiner Website sowie in unserer StageAID-Reihe „Ossy erklärt´s“.
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