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Es geht weiter! Dr. Lux präsentiert Folge 24: Vom Seil über DMX zu ArtNet – die Evolution der Lichtsteuerung

© Steinigke

Nach einer kleinen Pause, in der diese vier neuen Folgen produziert wurden, jetzt die nächsten brandneuen Folgen: Dr. Lux erklärt’s – kurz, klar, clever. Wir zeigen dir wieder gemeinsam mit unserem Partner Steinigke Showtechnic fundiertes Technik-Know-how direkt auf dem Bildschirm. Thema heute: Vom Seil über DMX zu ArtNet – die Evolution der Lichtsteuerung . Diesmal geht es nicht nur um Technik, sondern um eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Bühnenbeleuchtung.

Darum geht es: Heute bewegen wir einen Fader am Lichtpult und irgendwo auf der Bühne reagieren Moving-Heads, LED-Scheinwerfer und Effekte nahezu augenblicklich. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Dr. Lux zeigt, wie sich die Lichtsteuerung von den mechanischen Anfängen im Theater über elektrische und analoge Systeme bis hin zu DMX und modernen ArtNet-Netzwerken entwickelt hat. Wer versteht, woher unsere heutigen Systeme kommen, versteht auch deutlich besser, warum sie so funktionieren, wie sie funktionieren.

Das Video in voller Länge:

Zusammenfassung: Vom mechanischen Stellweg zum digitalen Lichtnetzwerk

Die Geschichte der Lichtsteuerung zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie stark sich Veranstaltungstechnik verändert hat. In den frühen Theaterzeiten mussten viele Vorgänge noch direkt und mechanisch bedient werden. Mit elektrischen Dimmern und später analogen Fernsteuerungen konnten immer mehr Funktionen zentral von einem Bedienplatz aus gesteuert werden. Allerdings bedeuteten zusätzliche Steuerkanäle häufig auch zusätzlichen Verkabelungsaufwand.

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Der große Schritt kam mit der digitalen Steuerung. DMX512 ermöglichte es, bis zu 512 Steuerkanäle eines Universums seriell über eine gemeinsame Datenverbindung zu übertragen. Statt für jede Funktion eine eigene Steuerleitung zu benötigen, konnten nun zahlreiche Dimmer, Scheinwerfer und später auch Moving-Heads über eine gemeinsame digitale Verbindung angesprochen werden.

Mit immer komplexeren Scheinwerfern, LED-Systemen und großen Produktionen stieg allerdings auch die Zahl der benötigten Kanäle und DMX-Universen. Genau hier kommen Netzwerkprotokolle wie ArtNet ins Spiel. Dabei werden DMX-Daten über ein gewöhnliches Ethernet-Netzwerk transportiert. Mehrere Universen lassen sich so über eine gemeinsame Netzwerkinfrastruktur verteilen und beispielsweise über ArtNet-Nodes an verschiedenen Stellen wieder als klassisches DMX ausgeben.

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Wichtig dabei: ArtNet ersetzt DMX nicht einfach. Vielmehr erweitert es die Möglichkeiten, DMX-Daten über größere und komplexere Systeme zu verteilen. Bei einer kleinen Bühne kann eine direkte DMX-Verbindung weiterhin die einfachste Lösung sein. Bei großen Produktionen, vielen Universen oder pixelbasierten Lichtsystemen spielt die Netzwerkübertragung dagegen ihre Stärken aus.

Empfohlene Produkte aus dem Video

  • DMX-Lichtsteuerung: Das klassische Werkzeug für die digitale Lichtsteuerung. Je nach Anwendung reicht das Spektrum vom kleinen Controller bis zum professionellen Lichtpult.
  • ArtNet-Node: Die Verbindung zwischen Netzwerk und klassischem DMX. Ein Node empfängt ArtNet-Daten und stellt daraus ein oder mehrere DMX-Universen zur Verfügung
  • Netzwerkswitch: Sobald mehrere ArtNet-Geräte miteinander kommunizieren sollen, wird eine sauber aufgebaute Netzwerkinfrastruktur wichtig. Ein geeigneter Switch bildet dabei die zentrale Verteilung.

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Checkliste: DMX oder ArtNet – was brauche ich?

  • Bei kleinen Setups mit wenigen Geräten reicht klassisches DMX häufig völlig aus.
  • Plane zuerst, wie viele DMX-Kanäle und Universen deine Geräte tatsächlich benötigen.
  • Bei mehreren Universen kann ArtNet die Verkabelung und Verteilung deutlich vereinfachen.
  • ArtNet benötigt ein sauber geplantes Netzwerk mit eindeutiger Adressierung und klarer Struktur.
  • ArtNet-Nodes ermöglichen, das Netzwerk nahe an der Bühne wieder auf klassische DMX-Leitungen aufzuteilen.

Vom Seilzug bis zum Ethernet-Netzwerk liegen Welten – und trotzdem verfolgt Lichtsteuerung bis heute dasselbe Ziel: Viele Lichtquellen möglichst zuverlässig und kreativ von einem zentralen Punkt aus kontrollieren zu können. Wer diese Entwicklung kennt, versteht auch moderne Lichtsysteme ein gutes Stück besser.

Kurz & klar:
Die wichtigsten Tipps aus „DMX, RDM und ArtNet“

  1. Lichtsteuerung entwickelte sich von mechanischen Systemen zu digitalen Netzwerken.
  2. Früher wurden Licht und Dimmer über Seilzüge gesteuert.
  3. Analoge Steuerungen arbeiteten später mit 0–10 Volt.
  4. DMX wurde ab 1990 zum Standard der Lichtsteuerung.
  5. Ein DMX-Universum umfasst 512 Kanäle.
  6. Moderne Shows benötigen oft deutlich mehr Kanäle und Universen.
  7. Pixel- und LED-Systeme erhöhen den Kanalbedarf massiv.
  8. DMX sendet nur Daten vom Lichtpult zu den Geräten.
  9. RDM ermöglicht Rückmeldungen und Gerätesteuerung über DMX.
  10. ArtNet erweitert die Steuerung über Netzwerktechnik und große Datenmengen.

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Andreas Zoellnerhttp://www.steinigke.de
Andi Zöllner arbeitet seit 2013 bei Steinigke Showtechnik als Produktspezialist für Lichttechnik. Viel länger aber ist er schon als Lichtdesigner, Operator und Techniker im Bereich Musical, Theater und Konzerte aktiv.
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