© Steinigke
Dr. Lux erklärt’s – kurz, klar, clever. In dieser Serie bringen wir dir gemeinsam mit unserem Partner Steinigke Showtechnic fundiertes Technik-Know-how direkt auf den Bildschirm. Thema heute: Vorbereitung für den Ernstfall – Plan B. Denn Technik kann ausfallen. Entscheidend ist dann nicht nur, was kaputtgeht, sondern wie gut man darauf vorbereitet ist.
Darum geht’s: Die Show läuft, das Publikum wartet – und plötzlich funktioniert etwas nicht mehr. Genau für solche Situationen braucht es den Plan B. Daher beschäftigt sich Dr. Lux diesmal mit vorausschauenden Lösungsansätzen, wie du dich auf technische Probleme vorbereitest und warum ein durchdachtes Backup-Konzept oft wichtiger ist als noch ein zusätzliches Effektgerät. Denn im Ernstfall zählen nicht lange Fehlersuchen, sondern schnelle und einfache Lösungen.
Das Video in voller Länge:
Zusammenfassung: Wenn Plan A ausfällt, muss Plan B sofort funktionieren
In der Veranstaltungstechnik hängt vieles voneinander ab. Stromversorgung, Steuerung, Datenleitungen, Kabel, Adapter und Geräte bilden eine Kette – und fällt ein wichtiges Glied aus, kann im ungünstigsten Moment ein ganzer Teil der Show auf dem Spiel stehen. Ein guter Plan B beginnt deshalb nicht erst dann, wenn etwas kaputtgeht. Schon vor der Veranstaltung sollte klar sein: Welche Komponenten sind für den Betrieb wirklich kritisch? Was kann schnell ersetzt oder überbrückt werden? Und wo liegt das benötigte Ersatzmaterial?
Bei Kabeln und Adaptern ist das vergleichsweise einfach. Ein zusätzliches DMX-, Netzwerk- oder Stromkabel braucht wenig Platz, kann bei einem Defekt aber entscheidend sein. Ähnliches gilt für häufig benötigte Adapter und Verbindungstechnik. Bei Steuerung und komplexeren Systemen wird die Sache anspruchsvoller. Hier hilft es, Konfigurationen und Showdaten zu sichern und sich vorher Gedanken darüber zu machen, wie zumindest ein eingeschränkter Betrieb weiterlaufen könnte. Nicht jede Funktion muss im Notfall vollständig erhalten bleiben. Viel wichtiger ist, dass die Veranstaltung weitergehen kann.
Entscheidend ist außerdem die Organisation. Ersatzmaterial irgendwo im Transporter hilft wenig, wenn im entscheidenden Moment niemand weiß, wo es liegt. Eine klar beschriftete Backup-Kiste mit den wichtigsten Teilen spart Zeit und verhindert unnötige Hektik. Und noch etwas gehört zu einem echten Plan B: Er sollte funktionieren, bevor man ihn braucht. Wer erst während der Veranstaltung herausfindet, dass das Ersatzgerät anders konfiguriert ist, ein Adapter fehlt oder das gespeicherte Setup veraltet ist, hat zwar ein Backup dabei – aber noch lange keinen funktionierenden Plan B …
Empfohlene Produkte aus dem Video
- Ersatzkabel und Adapter: Strom-, DMX- und Netzwerkverbindungen gehören zu den Dingen, die sich mit wenig Aufwand doppelt vorhalten lassen und im Fehlerfall schnell getauscht werden können.
- Backup für die Steuerung: Gesicherte Showfiles, Einstellungen und – je nach Veranstaltung – eine alternative Möglichkeit zur Steuerung können verhindern, dass ein einzelner Ausfall die komplette Show stoppt.
- Werkzeug und Prüfmittel: Ein übersichtliches Set aus Werkzeug, Taschenlampe und einfachen Testmöglichkeiten hilft dabei, Fehler schnell einzugrenzen und nicht unnötig lange im Dunkeln zu suchen.
Im Video erwähnte Produkte:
Checkliste: Ist dein Plan B wirklich einsatzbereit?
- Welche Geräte und Verbindungen sind für die Veranstaltung unverzichtbar?
- Sind wichtige Kabel, Adapter und Verbindungsteile als Ersatz vorhanden?
- Sind Showfiles, Einstellungen und Konfigurationen aktuell gesichert?
- Ist das Backup-Material klar beschriftet und im Ernstfall schnell erreichbar?
- Wurde der Plan B tatsächlich einmal getestet – oder existiert er bisher nur im Kopf?
Ein guter Plan B muss nicht teuer oder kompliziert sein. Er muss vor allem durchdacht sein und im richtigen Moment funktionieren. Wer die kritischen Punkte seines Setups kennt und sich vorher auf typische Ausfälle vorbereitet, bleibt auch dann handlungsfähig, wenn die Technik einmal nicht so mitspielt wie geplant.
Kurz & klar: Die wichtigsten Tipps aus „Vorbereitung für den Ernstfall: Plan B“
- Zeitdruck, schlechte Vorbereitung und fehlende Gerätekenntnis sind die häufigsten Ursachen vermeidbarer Probleme.
- Neue oder lange nicht genutzte Technik sollte vorab vollständig aufgebaut und getestet werden.
- Stromanschlüsse, Montagepunkte und Kabelwege sollten mit der Location im Voraus geklärt werden.
- Bei DMX-Fehlern zuerst prüfen, ob ein einzelnes, mehrere oder alle Geräte betroffen sind, und Startadressen sowie Betriebsmodi kontrollieren.
- Ein versehentlich aktivierter Standalone- oder Master/Slave-Modus kann ein zweites DMX-Signal in die gesamte Kette einspeisen.
- Zur Fehlersuche Geräte schrittweise anstecken und Kabel systematisch tauschen; besonders das Kabel zwischen Pult und erstem Gerät prüfen.
- Ein galvanisch trennender DMX-Splitter reduziert Gerätezahl und Kabellänge pro Strecke und kann Erdpotenzialprobleme entschärfen.
- Showfiles mehrfach und versioniert sichern; für wichtige Shows ein Ersatzpult oder eine vorbereitete Notsteuerung bereithalten.
- Funk-DMX immer mit einem Kabel gegenprüfen und wichtige Anlagenteile möglichst kabelgebunden betreiben.
- Notlicht, Sicherungskästen und geeignete Feuerlöscher müssen vor Veranstaltungsbeginn bekannt sein; elektrische Sicherheit hat Vorrang.
Mehr Videos von Dr. Lux gibt’s auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Steinigke Showtechnic .
Jetzt auf Thomann.de stöbern.
Wir sind Affiliate Partner bei THOMANN. Wenn du vorhast, demnächst Equipment zu shoppen und unsere Arbeit gerne unterstützen möchtest, nutze einfach diesen Link!
Es entstehen dir keine Zusatzkosten, aber wir erhalten eine kleine Provision.
Dafür schon mal vielen Dank 🙂
Folge uns jetzt auf Instagram, Facebook & YouTube und verpasse keine Artikel
und spannende Infos mehr!
Außerdem interessant: Unsere Facebook-Gruppe StageAID-Talk!








