Keine offizielle Aufnahme der LEaT con. KI-generiert für © StageAID.
Eine Lichtszene soll wirken, Sprache verständlich ankommen und die nächste Aktion im Showablauf zuverlässig sitzen: Solche Aufgaben kennen viele von euch aus dem Produktionsalltag. Die LEaT con vom 6. bis 8. Oktober 2026 in Hamburg bietet Gelegenheit, sich gezielt mit diesen Themen zu beschäftigen. Wir schauen auf angekündigte Angebote zu Lichtdesign, Raumakustik und Showcontrol – und geben euch Fragen für die Vorbereitung mit. StageAID ist offizieller Medienpartner und auf der Partnerseite des Veranstalters zu finden.
Mit einer konkreten Praxisfrage in die Weiterbildung
Im ersten Teil unseres LEaT-con-Besuchsführers findet ihr die Grundlagen für eure Messeplanung. Hier geht es einen Schritt weiter: Welches Lernangebot passt zu der Aufgabe, an der ihr gerade arbeitet? Als Einstieg empfehlen wir, euch vorab eine Situation aus eurem Alltag herauszusuchen. Was hat bei der letzten Produktion Zeit gekostet? Welche Entscheidung fiel schwer? Was möchtet ihr beim nächsten Aufbau besser vorbereiten?
Die folgenden Termine sind Veranstalterankündigungen. Unsere Fragen und Vorbereitungstipps sind redaktionelle Anregungen; sie beschreiben keine zusätzlich zugesagten Kursinhalte. Wählt den Schwerpunkt, zu dem ihr anschließend etwas ausprobieren oder mit eurem Team besprechen möchtet.
Drei Masterclasses für Licht, Ton und Showabläufe
Die folgenden drei Angebote stehen im offiziellen Masterclass-Programm. Sie gehören zum „backstage pass“. Die Auswahl und Buchung der enthaltenen Programmpunkte erfolgt laut Veranstalter beim Ticketkauf; prüft dort die Verfügbarkeit.
1.) Lichtdesign mit Tim Routledge: Welche Wirkung soll die Szene haben?
Dienstag, 6. Oktober, 11:00–12:00 Uhr · Sprache: Englisch. Tim Routledge widmet sich in seiner Masterclass dem Zusammenspiel von gestalterischer Idee, emotionaler Wirkung und technischer Präzision.
Für die Vorbereitung könnt ihr euch eine eigene Lichtszene vornehmen: einen ruhigen Song, eine Moderation oder einen Wechsel zwischen zwei Programmpunkten. Schreibt auf, was das Publikum in diesem Moment wahrnehmen soll. Soll eine Person im Mittelpunkt stehen, ein Raum sichtbar werden oder sich die Stimmung verändern?
- Eure Frage: Wie würdet ihr die gewünschte Wirkung in einem Satz beschreiben?
- Euer Beispiel: Bringt eine Skizze oder ein Bild einer eigenen Szene für eure Notizen mit.
- Euer nächster Schritt: Haltet fest, welche Gestaltungsentscheidung ihr bei einer Probe bewusst vergleichen möchtet.
2.) Raumakustik mit Anselm Goertz: Was braucht eure Beschallungsaufgabe?
Dienstag, 6. Oktober, 13:00–14:30 Uhr. Die Masterclass von Prof. Dr. Anselm Goertz behandelt Raumakustik und Beschallung. Angekündigt sind unter anderem Einblicke in Raumgröße, Materialien, Lautsprecherpositionierung und Verständlichkeit.
Vielleicht kennt ihr eine Location, in der Sprache trotz sorgfältigem Aufbau nicht so ankommt, wie ihr es euch wünscht. Nutzt genau diesen Fall zur Vorbereitung: Welche Nutzung ist geplant, wo sitzt das Publikum und welche Informationen über den Raum liegen euch bereits vor? Ein kleiner Plan macht eure eigenen Überlegungen greifbarer.
- Eure Frage: Welche Beobachtung möchtet ihr genauer verstehen – etwa Unterschiede zwischen den Zuhörerplätzen?
- Euer Beispiel: Notiert Raumnutzung, grobe Abmessungen und bisherige Lautsprecherpositionen.
- Euer nächster Schritt: Überlegt nach der Session, welche Angaben euch für eine fundierte Planung noch fehlen.
3.) Companion mit Dorian Meid: Showcontrol gezielt weiterdenken
Dienstag, 6. Oktober, 15:00–16:30 Uhr. Dorian Meid richtet seine Companion-Masterclass an Menschen, die bereits mit der Software arbeiten. Auf dem Programm stehen fortgeschrittene Funktionen wie Expressions, Trigger und Variablen.
Hier lohnt sich ein Blick auf euren eigenen Ablauf: Welche Bedienhandlung wiederholt ihr bei fast jeder Show? Wo müsst ihr mehrere Schritte in der richtigen Reihenfolge auslösen? Beschreibt zunächst das gewünschte Ergebnis. So könnt ihr die Inhalte der Session leichter mit eurer Arbeit verbinden.
- Eure Frage: Welchen wiederkehrenden Ablauf möchtet ihr übersichtlicher gestalten?
- Euer Beispiel: Skizziert die beteiligten Geräte, Aktionen und den gewünschten Endzustand.
- Euer nächster Schritt: Plant einen separaten Test, bevor ihr eine neue Steuerungslogik in einer Produktion einsetzt.
Unser Vorbereitungstipp: Trennt in euren Notizen zwischen dem, was automatisch ablaufen soll, und dem, was ihr bewusst selbst auslösen möchtet. Schreibt auch auf, wie ihr den Zustand eures Systems erkennen wollt. Das sind konkrete Gesprächsansätze für alle, die ihre Bedienoberfläche weiterentwickeln möchten.
Audio-Netzwerke vertiefen: Zwei Angebote im integration lab
Wenn eure Fragen eher bei vernetzten Audiosystemen liegen, schaut zusätzlich in das Programm des integration lab. Dort sind unter anderem diese Workshops angekündigt:
- Dante-Fehlersuche mit Holger Wiesenberg: Mittwoch, 7. Oktober, 14:30–16:00 Uhr. Der Audinate-Referent stellt einen systematischen Diagnoseweg mit Live-Demos vor; genannt werden unter anderem Multicast, IGMP-Snooping, QoS und Redundanz.
- Milan Manager mit Daniel Fellner: Donnerstag, 8. Oktober, 12:15–13:45 Uhr. Der Referent von d&b audiotechnik behandelt Einrichtung, Monitoring und Fehlersuche in einem Milan-AVB-Netzwerk.
Für das integration lab verlangt der Veranstalter ein gültiges Messeticket und eine zusätzliche Anmeldung, die laut Programmseite über die LEaT-con-Event-App vorgesehen ist. Ein Ticket allein reserviert euch deshalb noch keinen Workshopplatz.
Für eure Auswahl hilft eine einfache Frage: Arbeitet ihr bereits mit einem bestimmten Netzwerk und wollt ein Problem eingrenzen, oder möchtet ihr einen neuen Aufbau kennenlernen? Nehmt eine übersichtliche Skizze eures Signalwegs mit. Markiert darin den Punkt, an dem eure Frage beginnt.
Ticket und Anmeldung: Das solltet ihr auseinanderhalten
Der offizielle Ticketüberblick unterscheidet zwischen dem „floor pass“ und dem „backstage pass“. Der floor pass umfasst unter anderem offene Bühnenprogramme, Workshop-Bereiche und Demoräume; bei einzelnen Angeboten kann eine zusätzliche Anmeldung erforderlich sein. Der backstage pass enthält drei Masterclasses nach Wahl. Orientiert euch deshalb bei der Buchung immer am konkreten Programmpunkt, den ihr besuchen wollt.
Prüft vor dem Kauf, ob sich eure ausgewählten Termine mit anderen Plänen überschneiden. Rechnet Wege und Pausen ein und kontrolliert das Programm kurz vor der Abfahrt erneut. Die hier aufgeführten Termine sind keine Zusage freier Plätze.
So nehmt ihr mehr als ein paar Notizen mit
Ein Fachtermin lässt sich leichter nachbereiten, wenn ihr schon vorher wisst, wonach ihr sucht. Für euren persönlichen Lernplan reichen drei kurze Schritte:
- Vorher: Eine konkrete Frage und ein eigenes Beispiel aufschreiben. Entscheidet, welcher Termin dazu passt.
- Währenddessen: Zwischen vorgestellter Methode, eigener Schlussfolgerung und offener Frage unterscheiden.
- Danach: Einen überschaubaren nächsten Schritt festlegen – etwa einen Testaufbau, eine Rückfrage oder einen Austausch im Team.
Die Hamburg Messe bestätigt die LEaT con für den 6. bis 8. Oktober 2026. Nutzt die Tage für die Fragen, die euch bei euren Produktionen tatsächlich beschäftigen. Einen Überblick über weitere Vorträge, Trainings und Demos findet ihr im gesamten Veranstaltungsprogramm.
Masterclasses und Teilnahmebedingungen ansehen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Termine und Zugangsangaben stammen von den verlinkten Veranstalterseiten. Programm und Verfügbarkeit können sich ändern. Die Fragen und Vorbereitungstipps sind Empfehlungen der StageAID-Redaktion.
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