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Samstag, Oktober 24, 2020
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    Die Instrumenten versicherung – Warum eine Absicherung Deiner Werte im Musikeralltag wichtig ist

    Dem geliebten Instrument sollte nichts zustossen / © Ruslan Alekso für Pexels

    „Ach du sch … der Proberaum ist abgeraucht!“ – „Unser Bandbus wurde geklaut“ – und so weiter. Es kann viel passieren mit dem Equipment. Diebstahl, Brand, Unfall, unsachgemäße Bedienung und und und … Wie ihr eure Werte effektiv schützen könnt, erfahrt ihr hier in diesem Interview mit Jania Klabes , Versicherungsspezialistin von „I ´m Sound“  …

    Der Worst Case ist eingetroffen!

    Das angespannte Gefühl in der Magengegend, wenn man den Facebook-Post der Band teilt, die ihr Equipment sucht, weil der Tourbus aufgebrochen wurde, oder wenn der Proberaum einer befreundeten Band abgesoffen ist. Oder wenn die Bassbox das Cello ungünstig touchierte …

    Versicherungen sind ein leidiges Thema, das wir nur allzu gerne aufschieben. Oft bis es zu spät ist. Da wurde es Zeit für ein Gespräch mit Janina Klabes, der Versicherungsexpertin für Musikequipment. Und nachgefragt: ganz ehrlich, ab wann macht eine Instrumentenversicherung wirklich Sinn?

    StageAID: Janina, du kommst selbst aus dem Musikbusiness. Hast du dein Equipment versichert?

    Janina: (lacht) „Nein. Was aber allein mit dem Wert meines Equipments zusammenhängt. Ich besitze ein Mikro, In-Ear-Hörer und ein altes Klavier, also nichts, was mich bei einem Verlust in den finanziellen Ruin treiben würde. Hätte ich mehr und vor allem teureres Equipment und würde ich von der Musik ganz oder teilweise leben, hätte ich sicher eine Versicherung.“

    Eine Versicherung macht also nicht für jeden Sinn?

    “Das ist tatsächlich eine ganz subjektive Entscheidung. Wenn eurer Equipment klein und überschaubar ist oder wenn ihr in der Lage seit, bei Diebstahl, Brand oder Hochwasserschaden eurer Equipment morgen einfach neu zu kaufen, könnt ihr vielleicht eher auf das Thema Versicherung verzichten. Lucky you!”

    “Wer sich aber nicht auf sein dickes Bankkonto verlassen kann und sich nicht allein auf sein Glück verlassen will, der sollte sich auf alle Fälle ausrechnen, wie viel (oder wenig) er für eine Versicherung zahlen würde.”

    Warum tun sich Musiker beim Thema Versicherung schwerer als andere?

    “Das liegt vermutlich daran, dass “Musiker” und “Sicherheit” zwei diametrale Dinge sind. Wem Sicherheit total wichtig ist, der stellt sich nicht unbedingt als Musiker auf eine Bühne. Versicherungen ticken und kommunizieren also erstmal grundsätzlich anders als Musiker.”

    “Der Anspruch einer Versicherung für Musiker muss deshalb sein, ihnen den Zugang so einfach wie möglich zu machen. Nicht, weil Musiker zu doof wären, das Thema zu verstehen, sondern weil sie es oft nicht verstehen können wollen.”

    Was macht I’m Sound ?

    Mit I’m Sound bist du weltweit und rund um die Uhr gegen so ziemlich fast alles versichert, was dir im Musikeralltag passieren kann.

    Fast ???

    “Eine Versicherung, die uneingeschränkt alles (und damit auch Absicht und Vorsatz) versichert, könnte niemand bezahlen. Bei I’M SOUND kannst du tatsächlich alles, gegen das dein Gear NICHT versichert ist, im Kleingedruckten nachlesen.”

    “D.h. gegen alles andere bist du versichert, das ist die Definition einer „All-Risk“-Versicherung. Das ist total fair, denn du weißt ganz genau, woran du bist.”

    “Andere Versicherungen erzählen dir nur, gegen was du versichert bist. Das sind die sogenannten “benannten Gefahren” – klingt easy, hat aber viel mehr Fallstricke, weil du dir auch mit größter Phantasie nicht ausmalen kannst, was dir alles passieren kann.”

    “Da steht dann z.B. “Wasserschäden sind versichert.” Heißt dann aber auch, dass bei versehentlich verschüttetem Bier im Mischpult nicht gezahlt wird. Sowas macht einen Kunden im Schadenfall verständlicher Weise wütend.”

    Was ist denn bei euch ausgeschlossen?

    “Die ganz großen Krisen. Schäden durch Atom-Krieg-Bio-Chemie-Waffen – solche Dinge. Und Abnutzung und Verschleiß.”

    Was ist mit Equipment nachts im Auto?

    “Versichert! Du musst nur darauf achten, dass das KFZ verschlossen und nicht von außen einsehbar ist. Hier gibt’s auch Hilfe von uns, wenn man z.B. nicht weiß, wie man einen Kombi blickdicht machen soll.”

    So kriegt man den Bandbus auch blickdicht … / © Seba Bertoni für Unsplash

    Kannst du mal ein Beispiel rechnen, was so eine All-Risk-Versicherung kostet?

    “Das ist ziemlich einfach: du rechnest zusammen, was dein Equipment wert ist und nimmst von dieser zu versichernden Summe 1,5% zzgl. 19% Steuer. Das ist das, was du im Jahr für deine Versicherung zahlen würdest. Bei einer Equipmentsumme beispielsweise von 5.000 € müsstest du also 75 € netto im Jahr zahlen.”

    “Wenn du mehr als 50.000€ an Equipmentwert besitzt, bekommst du ein persönliches Angebot von uns, dann reduziert sich der Prozentsatz. Wie bei einer Art Mengenrabatt.”

    Wie erfasse ich denn den Wert meines Gears?

    “Du kannst grundsätzlich bei jedem Teil entscheiden, ob du es zum Neu- oder Zeitwert versichern willst:

    • Neuwert ist der Wert, den du für eine Sache bei Neuanschaffung bezahlt hast oder jetzt eben dafür bezahlen würdest.
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    • Zeitwert ist der Wert, den du bei Verkauf dieses Teils zum aktuellen Zeitpunkt bekommen würdest, quasi der “ebay-Wert”.
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    • Dann gibt es auch noch Vintage-Werte, z.B. bei Gitarren. Hier helfen aber auch unsere netten Kollegen und Kolleginnen vom Außendienst gerne weiter.”
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    Wir sind ja Digital Natives: kann ich mich online informieren und versichern?

    “Du findest uns unter www.imsound.de. Hier kannst du auch direkt abschließen, ohne mit einem Versicherungsvertreter gesprochen haben zu müssen. Auf Facebook, Instagram oder YouTube findet man uns natürlich auch.”

    „Meine Kollegin Anna und ich haben die Kamera eigentlich immer und überall dabei und viel zu oft an (lacht). Wenn danach noch jemand sagt, Versicherung sei kompliziert und schwer zugänglich, ja, dann weiß ich auch nicht!”

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