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Dr. Lux – Folge 27: Pixelsteuerung mit MADRIX und Makros

© Steinigke

Dr. Lux erklärt’s – kurz, klar, clever: In dieser Serie bringen wir dir gemeinsam mit unserem Partner Steinigke Showtechnic  fundiertes Technik-Know-how direkt auf den Bildschirm. Thema heute: Pixelsteuerung mit MADRIX und Makros. Denn moderne LED-Scheinwerfer können längst mehr als einfach nur eine Farbe anzeigen: Werden einzelne Pixel separat angesteuert, entstehen bewegte Muster, Farbverläufe, Lauflichter und ganze Animationen.

Darum geht’s: Pixelsteuerung sieht spektakulär aus – kann bei der Programmierung aber schnell aufwendig werden. Dr. Lux zeigt in Folge 27 zwei Wege, wie man damit umgehen kann: fertige Makros im Scheinwerfer oder die detaillierte Einzelpixelsteuerung mit einer Software wie MADRIX. Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, wie viel Kontrolle man wirklich benötigt und wie groß der Aufwand sein darf.

Das Video in voller Länge:

Zusammenfassung: Makros oder komplette Pixelkontrolle?

Pixel-Scheinwerfer unterscheiden sich von klassischen LED-Scheinwerfern vor allem dadurch, dass ihre einzelnen LEDs oder LED-Gruppen separat angesprochen werden können. Aus einem einzigen Gerät werden damit praktisch viele kleine Lichtquellen, die unabhängig voneinander Farben und Helligkeiten darstellen können. Das eröffnet enorme kreative Möglichkeiten, erhöht aber gleichzeitig den Steuerungsaufwand. Je mehr Pixel einzeln kontrolliert werden, desto mehr Informationen müssen verarbeitet und übertragen werden. Bei größeren Matrix-Systemen kommen deshalb schnell viele DMX-Kanäle und mehrere Universen zusammen.

Für viele Anwendungen ist diese vollständige Kontrolle aber gar nicht notwendig. Deshalb besitzen entsprechende Scheinwerfer häufig bereits integrierte Makros. Damit lassen sich vorprogrammierte Abläufe, Lauflichter, Muster oder andere Animationen über wenige Steuerparameter aufrufen. Der Scheinwerfer übernimmt die eigentliche Pixelanimation intern.

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Der Vorteil liegt auf der Hand: Man bekommt mit vergleichsweise wenig Programmieraufwand schnell ansprechende Effekte auf die Bühne. Gerade bei kleineren Veranstaltungen, mobilen DeeJays, Bands oder einfachen Lichtshows kann das vollkommen ausreichen. Wer dagegen jedes Pixel selbst bestimmen, mehrere Geräte zu einer großen Fläche zusammenfassen oder komplexe Animationen erzeugen möchte, braucht eine andere Lösung.

Hier kommt MADRIX  ins Spiel. Diese Software behandelt die angeschlossenen Pixel praktisch wie eine grafische Fläche. Geräte und Pixel werden zunächst ihrer tatsächlichen Position entsprechend angeordnet. Anschließend können Effekte, Bewegungen, Farben und Animationen über diese virtuelle Fläche gelegt werden. Das verändert auch die Denkweise in der Programmierung. Statt jeden einzelnen DMX-Kanal von Hand zu bearbeiten, arbeitet man mit grafischen Effekten und legt fest, wo diese auf der Pixelmatrix erscheinen sollen. Mehrere Bars oder Panels können dabei optisch zu einer großen gemeinsamen Fläche werden.

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Was ist also besser? Das hängt vom Einsatz ab. Makros sind schnell, einfach und ressourcenschonend. Die komplette Pixelsteuerung bietet dagegen wesentlich mehr Freiheit und ermöglicht individuelle Lichtdesigns, benötigt aber entsprechend mehr Vorbereitung, Steuerkanäle und eine passende Infrastruktur.

Empfohlene Produkte aus dem Video

  • EUROLITE LED Pixel Matrix Panel 5×5 RGB/WW: Eine 5×5-Matrix für großflächige Pixel- und Matrixeffekte. Neben der individuellen Pixelsteuerung stehen integrierte Makros für schnelle Abläufe sowie grafische Darstellungen zur Verfügung.
  • EUROLITE LED Pixel Matrix Panel 2×5 RGB/WW: Die kompaktere Matrix-Variante eignet sich für kleinere Flächen oder für den modularen Aufbau mehrerer Geräte. Auch hier können Pixel individuell angesteuert oder fertige Abläufe genutzt werden.
  • EUROLITE LED Pixel Matrix Bar 10 RGB/WW: Zehn Pixel in einer Linie machen die Bar besonders interessant für Lauflichter, Farbbewegungen und grafische Effekte. Mehrere Bars lassen sich zu größeren Pixelstrukturen kombinieren.

Im Video erwähnte Artikel erhältlich bei Thomann:

Bei unserem Handelspartner Thomann ist die „LED-Pixel-Mapping Software MADRiX  leider noch nicht erhältlich. Alternativ dazu kann die Software auch bei Steinigke  selbst erworben werden …

Checkliste: Makros oder MADRIX?

  • Schnell ein gutes Ergebnis? Integrierte Makros sparen Programmierzeit und DMX-Kanäle.
  • Jedes Pixel individuell kontrollieren? Dann lohnt sich eine echte Pixelsteuerung.
  • Mehrere Bars oder Panels kombinieren? Eine Mapping-Software wie MADRIX erleichtert die gemeinsame Ansteuerung.
  • Viele Pixel im Einsatz? Kanalzahl, DMX-Universen und Netzwerkstruktur vorher sauber planen.
  • Individuelles Lichtdesign gewünscht? Je komplexer die Animationen werden sollen, desto interessanter wird eine zentrale Pixelsteuerung.

Pixelsteuerung muss also nicht automatisch kompliziert sein. Für schnelle Shows können integrierte Makros bereits erstaunlich viel leisten. Wer dagegen aus einzelnen Scheinwerfern eine zusammenhängende LED-Fläche machen und Effekte gezielt über viele Pixel laufen lassen möchte, bekommt mit MADRIX ein deutlich mächtigeres Werkzeug. Wie so oft in der Veranstaltungstechnik gilt: Nicht die technisch größte Lösung ist automatisch die beste – sondern die, die zum Einsatz passt.

Kurz & klar:  Die wichtigsten Tipps aus „Pixelsteuerung mit MADRIX und Makros“

  1. Als Pixel gelten einzeln ansteuerbare LED-Punkte; mehrere gemeinsam gesteuerte Pixel werden meist als Segment bezeichnet.
  2. Jede Farbe eines Pixels benötigt einen eigenen DMX-Kanal, wodurch der Kanalbedarf sehr schnell wächst.
  3. Die gezeigte Installation mit 600 RGB-Pixelbällen benötigt 1.800 Kanäle und damit rund vier DMX-Universen.
  4. Für zwei- oder dreidimensionale Anordnungen muss die Steuerung die räumliche Position jedes Pixels kennen.
  5. MADRIX kann große Pixelmengen mit Effekten, Videos und Grafiken bespielen, steuert aber keine Bewegungsfunktionen von Moving Lights.
  6. Für Moving Lights können MADRIX und Lichtpult über einen DMX-Merger oder getrennte Geräteeingänge kombiniert werden.
  7. Makrokanäle rufen fertige Pixelanimationen mit wenigen DMX-Kanälen ab und sparen Programmieraufwand.
  8. Besonders flexibel sind Makros mit frei wählbarer Vorder- und Hintergrundfarbe.
  9. Makros bleiben auf den einzelnen Scheinwerfer beschränkt und können keine durchgängigen Effekte über mehrere Geräte erzeugen.

Mehr Videos von Dr. Lux gibt’s auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Steinigke Showtechnic .


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Andreas Zoellnerhttp://www.steinigke.de
Andi Zöllner arbeitet seit 2013 bei Steinigke Showtechnik als Produktspezialist für Lichttechnik. Viel länger aber ist er schon als Lichtdesigner, Operator und Techniker im Bereich Musical, Theater und Konzerte aktiv.
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