Eventim knackt die Umsatzmarke von 3 Milliarden © KI-generiert, Engelmann Promotion
Der Marktführer für Ticketing und Live-Entertainment in Europa, CTS Eventim, hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals in seiner Firmengeschichte einen Konzernumsatz von über drei Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der Umsatz um 9,6 Prozent auf 3,079 Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert und ein weiterer Beleg für die ungebrochene Nachfrage nach Live-Erlebnissen.
Profitables Wachstum auf breiter Basis
Auch ergebnisseitig legte CTS Eventim zu: Das bereinigte EBITDA kletterte um 7,7 Prozent auf 584 Millionen Euro, die entsprechende Marge liegt bei 19,0 Prozent. Als Wachstumstreiber nennt das Unternehmen die fortschreitende Internationalisierung, die Skalierung der eigenen Technologieplattform sowie die weltweit hohe und stabile Nachfrage nach Konzerten, Festivals und anderen Live-Veranstaltungen. Bemerkenswert ist das Tempo: Erst vor zwei Geschäftsjahren hatte CTS Eventim die Marke von zwei Milliarden Euro Umsatz überschritten.
Verhaltener Ausblick – Analysten bleiben optimistisch
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet CTS Eventim unter der Annahme stabiler gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit einem weiteren, allerdings moderateren Anstieg von Umsatz und bereinigtem EBITDA. Die vergleichsweise vorsichtige Prognose sorgte zunächst für Kursverluste bei der Aktie. Mittelfristig überwiegt an den Kapitalmärkten jedoch der Optimismus: Mehrere Analysehäuser, darunter UBS und JPMorgan, haben ihre Kursziele im Zuge der Zahlen deutlich angehoben, auf teils über 100 Euro. Der Analystenkonsens erwartet für 2026 und 2027 einen weiteren spürbaren Gewinnsprung – und liegt damit optimistischer als das Management selbst.
Was das für die Szene bedeutet
Als mit Abstand größter Player im deutschen und europäischen Veranstaltungsmarkt setzt CTS Eventim faktisch die Standards für Ticketpreise, Vertriebskonditionen und Plattformgebühren. Für kleinere Ticketing-Anbieter, unabhängige Veranstalter und Venues bedeutet das anhaltende Wachstum des Marktführers tendenziell mehr Marktmacht auf einer Seite – mit direkten Folgen für Verhandlungsspielräume bei Gebühren, Exklusivverträgen und Vertriebszugängen.
Doch gleichzeitig ist der Rekordumsatz auch ein positives Signal für die gesamte Branche: Die Nachfrage nach Live-Events bleibt hoch, wovon perspektivisch auch kleinere Akteure profitieren können, sofern sie sich gegenüber der Marktmacht des Branchenprimus differenzieren.
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