Was sagt Fender?
Das Statement dreht sich um drei Kernpunkte:
Doppel-Cutaway-Gitarren sind kein Ziel. Jeder Hersteller dürfe weiterhin zweigehörnte Gitarren bauen – solange sie sich ausreichend vom Stratocaster-Design unterscheiden.
Nicht alle S-Style-Gitarren sind betroffen. Im Fokus stünden ausschließlich Instrumente, die eindeutig als Kopie erkennbar sind – inklusive Details wie Pickguard-Form und Control-Layout.
Zerstörung von Lagerbestand ist kein angestrebtes Ziel. Das sei nur ein letztes Mittel, falls keine Einigung erzielt werden kann. Fender betone, man wolle mit betroffenen Firmen kooperieren und Übergangsfristen finden. Die Antwort-Deadline wurde auf den 8. Juni verschoben.
Wie viel davon ist glaubwürdig?
Das Statement klingt deutlich moderater als die ursprünglichen Abmahnbriefe – manche sehen darin schlicht ein PR-Manöver, um den Druck aus der Gitarrenszene abzufedern. Zentrale Fragen bleiben jedenfalls offen: Ab wann gilt ein Design als „zu nah“ am Strat-Original? Genügt eine geänderte Kopfplattenform? Wie soll ein alternatives Control-Layout bei einer klassischen S-Style-Gitarre aussehen?
Prominente Stimmen wie Tim Pierce und Reb Beach haben Fenders Vorgehen öffentlich scharf kritisiert. Die breite Einschätzung in der Community: Das Versäumnisurteil des Landgerichts Düsseldorf – gegen einen chinesischen Hersteller, der gar nicht zum Prozess erschienen war – gibt Fender schlicht nicht die rechtliche Grundlage, die sie hier beanspruchen.
Wie die Sache ausgeht, dürfte sich rund um den 8. Juni zeigen.






