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Montag, Dezember 5, 2022
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    Die Idee: Proberäume oder Studios flexibel und spontan einfach online (Ver)mieten …

    Üben vor dem Konzert im gemieteten Proberaum / ©Antoni Shkraba for Pexels

    Wie wäre es, ihr hättet einen Gig in München und dort einen Proberaum, in dem ihr euch noch ein bißchen warmspielen könntet? Oder ihr seit in London und wollt eure Aufnahme von eurem Straßenkonzert gleich bearbeiten? Oder bist du etwa im Urlaub und willst deiner Freundin spontan deine neueste Komposition auf dem Klavier vorspielen? Und ganz in der Nähe gibt es dafür geignete Räume, die ihr bequem von eurem Handy aus buchen könnt? Die Plattform “PianoMe”  ist angetreten dafür die passenden Räume international zu vermitteln.

    Ob PianoMe das hält, was es verspricht, wollen wir jetzt mal untersuchen …

    Während die Kulturszene nicht erst seit Corona mit den verschiedensten großen und kleinen Problemen zu kämpfen hat, entwickelte PianoMe ein neues Konzept des Sharings. Sicher, Proberäume online zu buchen ist nicht gerade neu, doch die waren bisher eher lokal zu haben. Das StartUp möchte ein weltweites Netzwerk schaffen, bei dem viele internationale Anbieter zusammenkommen und ihre räumlichen Möglichkeiten zur Verfügung stellen.

    Ob es nun einfach Klavierzimmer sind, oder ein voll ausgestattetes Studio – die Möglichkeiten sind vielseitig: Proberäume leer oder mit Equipment, Klavierzimmer mit mehreren Keyboards oder einem Steinway Flügel, Studiozimmer in einfacher Homestudiovariante oder professionelle Studios mit Hör- und Spielraum – oder auch eine Live-Location zum stundenweisen mieten.

    Ein entspanntes Interview …

    Um mal zu klären was hinter PianoMe steckt, wie dieses Portal funktioniert und was der Unterschied zur Online-Proberaumvermietung ist, sprach ich mit Rasim Azad Oglu Heydarov , dem Geschäftsführer von PianoMe :

    Hallo Rasim. Was unterscheidet denn eigentlich die herkömmlichen Vermietungs-Websites von der Idee hinter PianoMe?

    “Proberäume sind oftmals überlastet oder zu teuer. Viele Musiker*innen teilen bereits die Proberäume mit anderen, sei es weil nicht genug Proberäume vorhanden sind oder aus wirtschaftlichen Gründen. Oftmals geschieht dies über einzelne, kleinere Anzeigenportale, deren Angebot allerdings überschaubar ist.”

    Gut, wenn man überhaupt einen hat – und nicht auf der Straße sitzt / © Athena for Pexels

    “Außerdem haben all diese Portale eines gemeinsam: Das Angebot ist meistens unübersichtlich, Anfragen müssen per Telefon oder Nachricht gestellt werden, eine Zahlungsabwicklung ist nicht vorhanden und in der Regel gibt es auch keine Bewertungen der Räume durch andere Musiker*innen, die geholfen hätten, sich ein realistisches Bild machen.”

    “Die meisten dieser Angebote sind zudem langfristiger Natur. Was ist, wenn ich einen Proberaum spontan benötige? Sei es, weil ich auf Reise bin oder mir keinen Mietvertrag leisten kann oder will?”

    Gut, wie es momentan auf dem Proberaummarkt aussieht hätten wir geklärt. Doch was ist für dich genau der Mehrwert von PianoMe?

    “Diese Plattform hat genau diejenigen Eigenschaften, die Musikschaffende und Anbietende brauchen. Denn: Musiker*innen haben die Möglichkeit, sich vorab einen Eindruck über die angebotenen Proberäume zu verschaffen. Wie groß ist der Raum? Welche Instrumente sind verfügbar? Was gehört zum Raum dazu? Wie viele Leute dürfen den Raum gleichzeitig nutzen? Für welche Zwecke ist der Raum am besten geeignet? Was sagen andere Musiker*innen, die den Raum bereits gemietet haben?”

    Von überall den passenden Proberaum buchen / © PianoMe

    “Bei manchen Räumen haben Anbieter sogar Hörproben der vorhandenen Instrumente in deren Angebote integriert. Das alles stimmt mich optimistisch für unsere Zukunft ein!”

    “Ein weiterer wichtiger Punkt, der auffällt: die Plattform macht bislang ungenutzte Kapazitäten sichtbar. Musikschulen, deren Räume in der Regel nach 18:00 Uhr oder am Wochenende oft ungenutzt bleiben oder private Musiker*innen, die nicht 24/7 im eigenen Proberaum üben, sowie weitere Angebote aus diesen Bereichen erweitern das gesamte Angebot an verfügbaren Proberäumen, was am Ende zusätzlich den Musiker*innen zu Gute kommt!”

    Die URL suggeriert, dass das Portal nur Pianisten zur Hilfe eilt. Oder sind es doch unterschiedlichste Überäume sowie Studios, die stundenweise von jedem Musikliebhabenden gemietet werden können?

    “Die Startseite lässt auf den ersten Blick vermuten, dass PianoMe nur für (Piano-)Profis gedacht ist. Wer sich aber das inzwischen vorhandene Angebot, sowie das Feedback der Musiker*innen anschaut, stellt schnell fest, dass das Angebot von jedem Musikliebhabenden genutzt werden kann, egal, ob als Neuling, Schüler*in, Musiklehrer*in, Wiedereinsteiger*in, Konzertpianist*in oder erste Geige.”

    Drei Proberäume und ein Konzertsaal (rechts oben) / © PianoMe

    “Beim Durchgehen der hinterlassenen Feedbacks, sowie den Meinungen im Internet, fällt auf, dass PianoMe inzwischen durch ein breites Spektrum von Musiker:innen genutzt wird. Die Plattform erfährt im Internet immer mehr an Zustimmung, wie auch bei uns im Blog zu lesen ist.”

    “In einem Interview mit der Band “Cup Cobani” stellt Charlotta (Sängerin) auf die Frage was sie von PianoMe hält, klar: “Eine coole Idee, die viele Vorteile für Musiker:innen bereithält. Gerade die Flexibilität ist ein großes Plus. Man kann stundenweise und zu fairen Preisen die Proberäume mieten. Das ist gut vereinbar mit dem Alltagsleben, das es ja auch zu organisieren gilt (egal, ob Nebenjob, Familie oder sonstige Verpflichtungen).”

    In einem anderen Interview in Blog → Interviews bemerkt Aysi von “die mension”: “Proberäume sind rar, daher ist PianoMe für jeden Musiker, der auf der Suche nach einem Proberaum ist, einen Blick wert!”

    Hier geht´s zum Blog:   piano.me/blog

    Was hat PianoMe noch so in seinem Portfolio?

    “Seit kurzem unterstützen wir auch Musikwettbewerbe. So hat ein Klavierlehrer ein Vorspiel in Köln organisiert und einen kleinen Konzertsaal dazu benötigt. Oder eine junge Band wollte ihr erstes Album aufnehmen und hat dafür einen Raum und anscheinend sogar auch ein Tonstudio gemietet. Den Google-Rezessionen einiger Vermieter habe ich entnommen, warum diese wiederum ihre Proberäume über PianoMe zur Miete anbieten.”

    “Die Hintergründe sind sehr unterschiedlich und reichen von Vermarktungszielen, über das Zeiteinsparen durch Auslagern des kompletten administrativen Aufwandes im Zusammenhang mit der Raumvermietung, bis zum Nebeneinkommen, wenn der Raum sowieso nicht genutzt wird. So schreibt ein Vermieter, dass sein Überaum früher an den Wochenenden tatsächlich nicht genutzt wurde. Seit er diesen zur Miete über PianoMe anbietet, hat sich diese Situation kardinal verändert. Es gibt noch unzählige weitere Beispiele.”

    Werden über PianoMe Proberäume zur Miete eigentlich nur in Deutschland angeboten?

    “Nein. Doch das Angebot an Proberäumen ist noch relativ überschaubar. Zum Zeitpunkt dieses Interviews umfasst das Angebot 127 Listings. Neben „klassischen“ Räumen mit Klavieren und Flügel, findet man Studios, Räume mit Schlagzeug, Band-Proberäume sowie kleinere Konzertsäle zur stundenweisen Miete.”

    Gesangsaufnahme im gemieteten Proberaum / © Cottonbro for Pexels

    “Es sind jedoch noch nicht alle großen deutsche Städte vertreten. Auf der anderen Seite wächst das Angebot ständig. Aktuell konzentriert sich das Angebot auf die großen Ballungsräume.”

    “Positiv festzustellen ist, dass die Plattform auch in anderen europäischen Städten gut ankommt. U.a. werden inzwischen Proberäume aus Belgien, den Niederlanden, UK, Spanien und weiteren europäischen Städten zur Miete angeboten. Und das Gute dabei ist: Sie werden nicht nur angeboten, sondern tatsächlich auch gemietet. Dies konnte ich den Feedbacks der Musiker*innen entnehmen, die diese Proberäume über PianoMe gemietet haben.”

    “Doch die allermeisten Proberäume auf unserer Plattform sind zum jetzigen Zeitpunkt in den deutschen Großstädten zu finden. Das Team arbeitet aber permanent daran, das Angebot zu erweitern. Und vor allem in einigen ausgewählten Städten Europas sieht es schon sehr gut aus! In Deutschland insbesondere in Berlin, Köln, Frankfurt und Hamburg.”

    Ist PianoMe als so eine Art AirBnB für Musiker*innen zu betrachten?

    “Der Gedanke liegt nahe: denn man muss ja das Rad nicht immer gleich neu erfinden! Dieses Motto verfolgt auch unser Team, was die grundsätzliche Struktur unseres Portals angeht. Die Räume werden möglichst transparent und ansprechend dargestellt, eine Kommunikation mit dem Vermieter sowie Zahlungsabwicklung sind möglich, ein Verfügbarkeitskalender ist vorgesehen und viele weitere Ähnlichkeiten.”

    “Allerdings findet man auch gewisse andere Bausteine, die mit der Proberaumvermietung an sich gar nichts zu tun haben. So ist zum Beispiel die Rubrik „PianoMe-Tube“ für die Videos von interessierten Musiker*innen gedacht, die dort ihre Videos uploaden können.”

    “So können Musikschaffende nicht nur eigene Lieblingsstücke, neue Lieder, Eigenkompositionen, kreative Ideen und die Liebe zur Musik mit anderen Musikbegeisterten teilen, sondern sich auch mit anderen Musiker*innen vernetzen!”

    Sänger bei einer professionellen Tonaufnahme / © Brett Sayles for Pexels

    “Die PianoMe-Blogseite informiert zusätzlich Musiker*innen über relevante Entwicklungen. Als einen Sonderbereich ist kann der Menüpunkt „Interviews“ unter “Blog” betrachtet werden: Mit Hilfe von Interviews bietet hier die Plattform Musikschaffenden die Möglichkeit, sich einer breiten Community zu stellen, sowie eigenen Fans Neuigkeiten über sich, sowie über laufende und anstehende Projekte zu informieren.”

    Fazit

    Insgesamt gesehen liefert das Portal das, was es auch verspricht. PianoMe  kommt gut an bei den Musiker*innen. Das Angebot ist zwar noch recht übersichtlich, doch die Plattform wächst zusehends und hat das Potenzial zum Global Player, wenn die Initiative der Betreiber weiter so engagiert verfolgt wird.

    Ein Verbesserungsvorschlag meinerseits wäre: Eine breitere Präsenz im Internet zu schaffen, zum Beispiel auf allen SocialMedia-Plattformen. Mir kommt es so vor, dass das PianoMe-Team aktuell mehr auf Mundpropaganda-Taktik setzt. Ist ja an sich nicht schlecht, wenn dies funktioniert, doch dieses Portal muss so schnell als möglich aus dieser “Geheimtipp”-Geltung raus! Noch ein konstruktiver Tipp: Aktuell werden zwar Kartenzahlungen, sowie Zahlungen mit Klarna akzeptiert. Doch weitere Zahlungsmethoden wären sicherlich hilfreich.

    Ich denke aber, dass das sehr engagierte Team diese Punkte bereits ins Visier genommen hat und an der Umsetzung arbeitet. Zumindest deutet ein Hinweis auf der Plattfrom darauf, dass dies der Fall sein sollte.

    Ansonsten hat PianoMe  bei mir jede Menge an positiven Eindrücken hinterlassen. Der Seitenaufbau, intuitive Abwicklung, Transparenz der Angebote sowie bereits vorhandene Features, wie Discounts, Likes, Teilen, Versand von Bestätigungen und Quittungen, etc. sprechen für die Nutzung der Plattform. Aus diesem Grund kann ich die Nutzung der Plattform insgesamt sehr empfehlen.

    Apropos: Die Idee, dass Musiker*innen sich vernetzen und unter sich die eigenen Proberäume und Studios teilen, finde ich exzellent. So habe ich einigen Rezessionen entnehmen können, dass auf diese Weise nicht nur Geld verdient, sondern auch das eigene Netzwerk erweitert wird.

    Wie ihr zum Host auf PianoMe werden könnt, entnehmt ihr dieser Anleitung hier, die ich im Internet gefunden habe:

    © PianoMe

    Besucht uns auf unserem Portal:

    Andreas Cattarius
    Andreas Cattarius hat an der Fachhochschule Kaiserslautern Innenarchitektur studiert. Im Jahr 1995 gründete er mit Freunden den Live-Club „Fillmore Kaiserslautern“ und in den darauffolgenden Jahren machte sich dieser Liveclub überregional einen Namen mit erfolgreichen Konzerten für die Alternativszene. Als DeeJay und Talentscout entwickelte er eine Nase für Musik-Trends der alternativen Szene und förderte die lokale Musik- und DeeJay-Szene. In dieser Zeit erwarb er erste Kenntnisse im Schreiben von Bandbeschreibungen der Künstler, die in seinem Club auftraten. Er lernte was erfolgreiches Eventmarketing bedeutet und machte sich einen Namen als überregionaler Veranstalter für innovative Bands. Als Redakteur für das Kaiserslauterer Stadtmagazin „Pavillon“, hier zuständig für die Rubrik „Szene“, entwickelte er seine journalistischen Fähigkeiten. 2002 ließ er sich zum „Internetapplikationsentwickler“ ausbilden und erlernte das „Handwerk“ des Webdesigns. Er entwickelte bereits 2003 im Team einen Online-Lieferservice für Pizzas in Worms. Seit 2018 gehört er fest zum „Kunstgriff-Event“ Team.
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