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Eine Bühne, ein Videostream, ein Konferenzraum: Je nach Auftrag arbeiten ganz unterschiedliche Fachleute an einem gemeinsamen Ergebnis. Die LEaT con vom 6. bis 8. Okt. 2026 in Hamburg bringt solche Perspektiven an einem Ort zusammen. Erstmals findet die Veranstaltung in drei Hallen statt; fünf Themenbereiche geben Orientierung. Wir zeigen euch, was dahintersteckt und welche Verbindungen für eure Arbeit interessant sein können. StageAID ist offizieller Medienpartner und auf der Partnerseite des Veranstalters aufgeführt.
Was sich 2026 erweitert
Die Hamburg Messe nennt für die LEaT con die Hallen A1, A2 und A4. In seiner Ankündigung zur Hallenerweiterung beschreibt der Veranstalter zusätzlichen Raum für Aussteller, Themenbereiche und Austausch. Die Verbindung verwandter Technologiefelder gehört ausdrücklich zu dieser Ausrichtung.
Für euren Besuch ist vor allem die inhaltliche Orientierung hilfreich: Welche Aufgaben stehen bei euch an, und welche Fachrichtung kann dazu etwas beitragen? Unser Blick auf die fünf Hubs soll euch dabei unterstützen. Die folgenden Praxisbeispiele sind redaktionelle Einordnungen, keine Ankündigungen konkreter Vorführungen.
Fünf Hubs: Von der Live-Produktion bis zur Kommunikation
Die offizielle Veranstaltungsübersicht unterscheidet live tech, stage tech, install, broadcast und communicate. Diese Bezeichnungen stehen für fachliche Schwerpunkte. Sie sind kein Ersatz für den Hallenplan: Wo ihr einzelne Aussteller findet, prüft ihr im aktuellen Verzeichnis.
1.) live tech: Der Blick auf die laufende Produktion
Im live tech Hub geht es laut Veranstalter um klassische Veranstaltungstechnik: Audio, Licht und Rigging sowie die Arbeit unter Produktionsbedingungen. Für Menschen aus dem Live-Betrieb ist das ein naheliegender Ausgangspunkt.
Ein möglicher Blick über den eigenen Bereich beginnt schon bei einer Veranstaltung mit Videoübertragung. Die Beschallung im Raum und der Ton für den Stream gehören zum selben Auftrag, werden aber aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilt. Wer die Anforderungen beider Seiten früh bespricht, hat eine konkretere Grundlage für die Planung.
- Gesprächsansatz: Welche Signale, Übergaben und Zuständigkeiten müssen wir gemeinsam festlegen?
- Interessanter Anschluss: broadcast, wenn Aufnahme, Übertragung oder weitere Content-Nutzung zum Projekt gehören.
2.) stage tech: Die Bühne als technisches System
Der stage tech Hub ist 2026 als eigener Bereich für Bühnentechnik angekündigt. Genannt werden Bühnenbau, Bühnenmaschinerie, Antriebe, Steuerungssysteme und szenische Technik. Das richtet den Blick auf Aufbau und Betrieb der Bühne selbst.
Als Gedankenbeispiel könnt ihr eine Produktion mit beweglichen Bühnenelementen nehmen. Dort lohnt es sich, gestalterische Wünsche und technische Abläufe gemeinsam zu betrachten: Wann soll sich etwas bewegen, wer gibt die Aktion frei und welche Informationen brauchen die beteiligten Teams? Das sind Fragen für die Projektvorbereitung; konkrete Auslegungen und Sicherheitsanforderungen gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute.
- Gesprächsansatz: Wo treffen Bühnenkonstruktion, Steuerung und Ablaufplanung in unserem Projekt aufeinander?
- Interessanter Anschluss: live tech für den Austausch über die Einbindung in die Produktion.
3.) install: Was nach der Veranstaltung weiterläuft
Der install Hub widmet sich professioneller Audio- und Videointegration. Dazu gehören vernetzte Medientechnik und die Verbindung mit IT-Systemen. In der Veranstaltungsübersicht werden etwa Digital Signage, AV over IP und Lösungen für Arbeitsräume genannt.
Den Unterschied zum einmaligen Einsatz könnt ihr euch an einem regelmäßig genutzten Veranstaltungsraum verdeutlichen. Hier stellt sich neben der technischen Funktion auch die Frage nach dem Alltag: Wer bedient die Anlage nach der Übergabe? Wie werden Änderungen dokumentiert? An wen wendet sich das Team, wenn etwas nicht funktioniert?
- Gesprächsansatz: Welche Anforderungen entstehen durch Bedienung, Betreuung und wiederkehrende Nutzung?
- Interessanter Anschluss: communicate, wenn Besprechungen oder hybride Zusammenarbeit Teil der Raumnutzung sind.
4.) broadcast: Inhalte produzieren und weiterverwenden
Im broadcast Hub stehen unter dem Thema „AI & Future Workflows“ Film, Broadcast, Content Creation und Technologie im Mittelpunkt. Der Veranstalter beschreibt ein „Experience Studio“ für Gespräche und Inhalte sowie eine „AI Live Zone“, in der Arbeitsweisen und Werkzeuge vertieft werden sollen.
Für Veranstaltungsteams kann hier die Frage interessant sein, was nach dem Live-Moment aus dem Material werden soll. Eine interne Aufzeichnung, ein öffentliches Video und kurze Social-Media-Ausschnitte sind unterschiedliche Aufgaben. Nehmt als Gesprächsgrundlage mit, für welche Verwendung ihr produziert und welche Übergaben zwischen Veranstaltungsteam und Postproduktion vorgesehen sind.
- Gesprächsansatz: Welche Ergebnisse brauchen wir nach dem Event – und was müssen wir dafür schon vorher vereinbaren?
- Interessanter Anschluss: live tech für die Abstimmung mit dem Geschehen vor Ort.
5.) communicate: Wenn AV-Technik auf Unternehmenskommunikation trifft
Der communicate Hub behandelt Business Communication, Cloud-Telefonie und UCC – also Lösungen für gemeinsame Kommunikation und Zusammenarbeit. Das Angebot richtet sich unter anderem an Fachhändler, Systemhäuser und Anbieter für Geschäftskunden. Auch Videokonferenzräume und hybride Setups werden als Themen genannt.
Ein anschauliches Beispiel ist eine Besprechung mit Menschen im Raum und zugeschalteten Teilnehmenden. Für die Planung könnt ihr die Perspektiven getrennt aufschreiben: Was sollen die Anwesenden sehen und hören? Was brauchen die Zugeschalteten? Wer betreut die Plattform, wer die Technik im Raum? Genau solche Übergaben eignen sich für Gespräche zwischen AV- und IT-Verantwortlichen.
- Gesprächsansatz: Wie verteilen wir Bedienung, Support und technische Zuständigkeiten?
- Interessanter Anschluss: install für die Planung und Betreuung der Raumausstattung.
Was die Verbindung der Bereiche für euch bringen kann
Unsere redaktionelle Einordnung: Der zusätzliche Nutzen eines solchen Rundgangs kann darin liegen, die eigene Aufgabe einmal aus der Sicht des nächsten beteiligten Teams zu betrachten. Ihr müsst dafür nicht jedes Fachgebiet selbst beherrschen. Hilfreich ist zunächst, die richtigen Fragen zu erkennen und passende Ansprechpartner kennenzulernen.
Nehmt beispielsweise einen Auftrag, der Live-Veranstaltung, Aufzeichnung und spätere Raumnutzung verbindet. Ordnet eure offenen Fragen den beteiligten Fachgebieten zu. So wird aus einem allgemeinen Interesse an neuer Technik eine konkrete Suche nach Wissen, einer passenden Lösung oder einem möglichen Projektpartner.
Ein Rundgang mit einer Aufgabe statt fünf vollständigen Wunschlisten
Für euren Besuch empfehlen wir drei einfache Schritte:
- Ein Projekt auswählen: Beschreibt kurz, was ihr erreichen wollt und welche Frage noch offen ist.
- Zwei Perspektiven verbinden: Startet in eurem vertrauten Bereich und sucht anschließend gezielt den fachlichen Anschluss.
- Ein Ergebnis festhalten: Notiert nach den Gesprächen, was geklärt ist, welche Information fehlt und mit wem ihr weiterreden möchtet.
Die Ausstellerliste und der Hallenplan helfen bei der Auswahl eurer Stationen. Den zeitlichen Rahmen findet ihr in unserem Besuchsführer. Wenn ihr zusätzlich gezielt lernen möchtet, schaut in unseren Artikel zu Lichtdesign, Raumakustik und Showcontrol. Prüft für konkrete Programmpunkte immer die aktuellen Zeiten und Teilnahmebedingungen.
Die fünf Themenbereiche der LEaT con entdecken
Recherchestand: 5. Oktober 2026. Veranstaltungsdaten und Themenbeschreibungen stammen von den verlinkten Seiten der LEaT con und Hamburg Messe. Die Praxisbeispiele und Besuchsempfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von StageAID. Änderungen des Veranstaltungsprogramms bleiben möglich.
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