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Neuer Qualifikationsstandard SQQ3 für Stagehands: Unternehmen können bis 15.08.2026 mitgestalten

SQQ3-Basisqualifikation Veranstaltungstechnik © KI-generiert, Engelmann Promotion

Stagehands und Bühnenhelfer gehören bei Konzerten, Festivals, Messen und Veranstaltungen fest zum Produktionsalltag. Trotzdem gibt es bei Einarbeitung, Vorkenntnissen und Sicherheitsverständnis große Unterschiede. Mit SQQ3, der „Basisqualifikation Veranstaltungstechnik“,  will die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft, kurz IGVW , nun einen klareren Standard für den Einstieg schaffen. Der Entwurf kann noch bis zum 15. August 2026 kommentiert werden.

Für wen ist SQQ3 gedacht?

Die Basisqualifikation richtet sich vor allem an Stagehands, Bühnenhelfer, Berufsanfänger, Quereinsteiger und kurzfristig eingesetzte Produktionshelfer. Sie soll grundlegende Kenntnisse und sichere Arbeitsweisen vermitteln. Dazu gehören unter anderem das Erkennen von Gefahren, der richtige Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung, das sichere Bewegen von Material sowie einfache Auf- und Abbauarbeiten nach Anweisung

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Warum ein solcher Standard sinnvoll ist

Viele Tätigkeiten wirken zunächst einfach: Cases bewegen, Kabel auslegen, Material sortieren oder beim Bühnenaufbau helfen. In der Praxis entstehen dabei jedoch schnell Risiken. Schwere Bauteile, Ladekanten, Stolperstellen, schwebende Lasten und Zeitdruck gehören zum Alltag. Ein Helfer muss deshalb wissen, welche Aufgaben er selbst übernehmen darf, wo seine Grenzen liegen und wann er einen Verantwortlichen hinzuziehen muss. Ein einheitlicher Mindeststandard kann Unternehmen bei der Einarbeitung unterstützen und Helfern mehr Sicherheit geben.

Kein Ersatz für die Berufsausbildung

Die Basisqualifikation ist als Einstieg für unterstützende Tätigkeiten gedacht. Sie darf nicht dazu führen, dass ausgebildete Fachkräfte durch günstigere Helfer ersetzt werden. Besonders wichtig ist deshalb, dass Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Grenzen im endgültigen Standard klar beschrieben werden.

SQQ3 ersetzt ausdrücklich nicht die dreijährige Ausbildung zur
Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Jetzt zählt die Erfahrung aus der Praxis

Der Entwurf befindet sich noch im Community-Draft-Stadium und ist nicht endgültig verabschiedet. Kommentieren sollten vor allem Menschen, die regelmäßig mit Stagehands und Helfern arbeiten: Produktionsleiter, Meister und Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, Veranstaltungsdienstleister, Sicherheitsverantwortliche, Bildungsträger und erfahrene Stagehands. Hilfreich sind konkrete Hinweise: Statt beispielsweise nur „zu unklar“  zu schreiben, sollte genau benannt werden, welche Passage gemeint ist, was geändert werden sollte und warum.

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Unsere Einschätzung

Eine geregelte Basisqualifikation für Stagehands ist sinnvoll, wenn sie praxisnah bleibt und ihre Grenzen eindeutig definiert. Der zukünftige Standard SQQ3  kann den Einstieg sicherer und strukturierter machen. Entscheidend ist jedoch, dass der Standard nicht nur am Schreibtisch entsteht. Die Erfahrungen der Menschen, die täglich auf Bühnen, Laderampen und Produktionsflächen arbeiten, sollten dringend mit einfließen.

Die Kommentierungsphase
endet am 15. August 2026.

SQQ3 – Basisqualifikation Veranstaltungstechnik

SQQ3 ansehen und kommentieren

Für alle Entscheider im Eventbusiness: Auch SQQ14  steht zur Diskussion: Parallel dazu kann der Entwurf Orchesterwart*in  kommentiert werden. Er beschreibt Aufgaben rund um Instrumente, Notenmaterial, Transporte, Lagerung und Bühnenorganisation in Orchestern, Theatern und Konzerthäusern:

SQQ14 – Orchesterwart*in

SQQ3 ansehen und kommentieren


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Jörg Kirschhttp://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de
Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen tätig, u.a. als Bühnenmeister für das Kulturreferat Kaiserslautern. Mit seiner Firma betreut er mehrere Eventlocations, entwickelt spannende Veranstaltungsformate und bietet Ausbildungen im Veranstaltungsbereich. Persönlich liegt ihm der Support und die Entwicklung junger Künstler am Herzen. Mit Begeisterung engagiert er sich in mehreren Netzwerken, um auch hier die regionale Kulturszene zu fördern.
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