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Dienstag, Januar 21, 2020
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    Praxisbericht: Der Universalmixer Omnitronic PM-422P

    Der preiswerte 4-Kanal Universalmixer mit USB und Bluetooth

    Mischpulte mit universellen Ein- und Ausspielmöglichkeiten werden fast überall gebraucht, sei es in Bars, in Festinstallationen mit wechselnden Zuspielquellen, beim DJ-ing, in der Vermietung oder als Hardware im eigenen Ton- und Videostudio.

    Bei Steinigke  hat man diesen Bedarf erkannt. Der Großhändler aus Waldbüttelbrunn schickt mit dem Omnitronic PM-422P  einen 4-kanaligen aktuellen Mixer ins Rennen, der genau in diese Nische zielt. Dieses Mischpult bietet insgesamt 12 verschiedene Zuspielmöglichkeiten incl. USB und Bluetooth. Und das stellen wir Euch jetzt vor.

    Das Anforderungsprofil

    Das oben kurz beschriebene Universalmischpult bringt folgende Eigenschaften mit:

    1. Bediensicherheit: Die Bedienung sollte so einfach sein, dass ohne Spezialkenntnisse wirklich jeder einen Ton aus dem Gerät holen kann.
    1. Anschlußvielfalt in den Eingängen: CD-Player, Smartphone, Turntables, Mikrofone,Tablets, Blue-Tooth Geräte, USB-Datenträger,Receiver, Notebooks etc. … Die Quellenvielfalt erfordert eine hohe Anzahl an Verbindungsmöglichkeiten.
    1. Anschlußvielfalt in den Ausgängen: Symmetrische Ausgänge für professionelle, störungsfreie Signalübertragung // universelle Cinch Ausgänge // Recording Ausgänge // Booth Ausgänge für Monitoring oder eine weitere Zone // Kopfhörerausgänge in normaler6,35mm Ausführung oder als 3,5mm Miniklinke.
    1. Übersichtlichkeit: sowohl beim Anschluß der Geräte per eindeutiger Beschriftung, als auch bei bei der visuellen Anzeige des laufenden Programms per Indikations-LEDs oder Displays.
    1. Bedienungskomfort: Anzahl der Regler, Klangregelung, Crossfader, Anzeigen und Bedienhaptik.
    1. Verarbeitungsqualität: Der Aufbau sollte ausreichend robust sein, Schalter und Regler sollten über gutes Handling und erhöhte Lebensdauer auch bei häufiger Bedienung verfügen.
    1. Der Preis: Sollte auch für Einsteiger passen.

    Der Aufbau

    Der PM-422P gefällt optisch schon sehr gut in seinem schwarzen, nicht reflektierendem Stahlgehäuse. Mit seinen kompakten Dimensionen B x H x T = 26,6 cm x 35 cm x 10,5 cm qualifiziert sich der Mixer als ideales Table-Top Gerät, das Ideal als Bedienzentrale zwischen die üblichen Zuspieler passt.

    Auf der Bedienoberfläche finden wir die Bedienelemente für 4 Kanalzüge , den zugehörigen Crossfader, den Mikrofonkanal und den USB- / Bluetoothplayer. Dazu kommen die Regler für sämtliche Ausgänge sowie der Kopfhöreranschluss. Alles ist gut beschriftet und auch im Dunkelen gut erkennbar.

    Alle Anschlüsse sowie der Powerschalter befinden sich auf der Rückseite. So könnt Ihr alle Zusatzgeräte anschließen, ohne dass Euch die zugehörigen Kabel stören. Lediglich der Kopfhörer wird auf der Oberseite eingesteckt.

    Eingangsquellen

    Der Mischer verfügt über 4 Stereo-Eingangskanäle, die per Umschalter mit 2 oder mehreren Quellen beschickt werden können:

    • Ch1 = USB oder Bluetooth // Line 1 // Line2
    • .
    • Ch2 = Line 3 // Line 4
    • .
    • Ch3 = Line 5 //Line 6 // Phono 1 (per sep. Schalter auf der Rückseite)
    • .
    • Ch 4 = Line 7 // Line 8 // Phono 2 (per sep. Schalter auf der Rückseite)

    Die Line und Phono Eingänge

    Sie sind als Cinch Buchsen ausgeführt. In den Kanälen 3 und 4 können die Phono Eingänge alternativ zum Line Eingang auf der Rückseite geschaltet werden. Dann ist naturgemäß die Verstärkung im Kanal höher und der Frequenzgang nach der RIAA-Kurve für Magnetsysteme angepasst.

    Jeder der Eingänge verfügt über einen Gain Regler und eine 4-fach LED-Kette, die den Pegel hinter der Klangregelung anzeigt und so vor Übersteuerungen warnt.

    Darauf folgt eine 3—bandige Klangregelung. Sie greift in den Absenkungen sehr kräftig und ersetzt so den „Kill-Switch . Die Anhebungen klingen musikalisch und fallen etwas zahmer aus. Die Klangbeeinflussungen seht Ihr in den folgenden Diagrammen.

    Pro Kanal gibt es einen LED indizierten „CUE“ Taster zum Vorhören des Kanalsignals per Kopfhörer. Den Kanalabschluss bildet ein 5 cm Fader mit einem angenehmen Schiebewiderstand. Der schnelle Wechsel zwischen den Kanälen kann per umschaltbaren, leichtgängigem „Cross Fader“ erfolgen.

    Der Mikrofoneingang

    Er ist doppelt ausgeführt. Einmal als symmetrische XLR Buchse auf der Vorderseite und noch als asymmetrischer Klinkenanschluß auf der Rückseite. Gemeinsam ist eine 2 fach Klangregelung und ein gut funktionierender, zuschaltbarer „Talk-over“, der bei Sprachdurchsagen automatisch die Musik dämpft. Sehr praktisch z.B bei “Polonaisen mit Ansage”  ?😊!

    Digitale Schnittstellen

    USB Anschluß: Der PM-422P verarbeitet FAT-32 (Windows Dateisystem) formatierte Medien bis zu einer Kapazität von 32GB und streamt die Formate MP3, WAV und WMA. Das kleine zugehörige Display informiert über die gesamte Titelanzahl auf dem Stick, die Titellaufzeit (noch verbleibend und schon gelaufen), eine Laufzeile über Titel und Interpret.

    Kleiner Tipp: Merkt Euch vorher, wo Ihr welche Titel gespeichert habt, denn das Bedienfeld lässt außer der Play/Stop  Funktion lediglich Titel mit vor/zurück  zu.

    Bluetooth: Der drahtlose Anschluß tragbarer Medien macht das Leben oft einfach, so auch hier. Am PM-422P  einfach die “Pairing” Taste drücken und das Smartphone findet den Mixer sofort. Verbindungsabbrüche gab es bei 5m Abstand oder einer Wand zwischen Mixer und Handy nicht. Die Konnektivität hängt natürlich auch von der Qualität des Bluetooth-Moduls im Zuspielgerät (Handy oder Tablet) ab.

    Die Ausgangssektion

    Master-Out: Dieser liegt in Form zweier symmetrischer XLR/m Anschlüsse (vergoldet) vor. So können auch weiter entfernte Geräte störungsfrei erreicht werden. Parallel dazu können Cinch-Ausgänge genutzt werden. Die zugehörigen Regler verwalten die Lautstärke und das Panorama L/R. Visuell können wir den Ausgangspegel über eine 10-stellige Pegelanzeige überwachen.

    Rec-Out: Hier liegen alle Signale im Cinch Format an, die auf den Master geschickt werden, allerdings unabhängig von der Stellung des Masterreglers.

    Booth-Out: Hier kann das Master-Signal nochmals über einen separaten Regler auf zusätzliche Cinch-Buchsen geschickt werden. Das kann für einen eigenen Monitor oder die Zuspielung in einen anderen Raum genutzt werden.

    Headphone-Out: Der Kopfhörer liegt einmal als großer 6,35 mm und zusätzlich auch als kleiner 3,5 mm Klinkenanschluss vor. Gut mitgedacht, denn einer von beiden passt immer. Vergessene Adapter sind so obsolet.

    Schön ist, dass dem Kopfhörer außer einem Lautstärkepoti auch eine stufenlose Balance zwischen Master und Kanal-Cue zur Verfügung gestellt wird. So wird das Mixen Beat-in-Beat adäquat kontrollierbar.

    Technische Details / Sound

    Das Mischpult deckt den gesamten Hörbereich in guter, rauschfreier Qualität ab:

    Die Eingangsstufen verstärken auch schwache Signale zuverlässig, gut klingend und überraschend übersteuerungsfest. Der Ausgangspegel reicht aus, um alle handelsüblichen Verstärker gut auszusteuern.

    Bedienung

    Alle Anschlüsse gehen leicht von der Hand. Die Bedienung der Schalter und Fader vermitteln ein gutes Gefühl. Lediglich die Potis haben etwas Spiel, was in der Praxis jedoch den (DeeJay-) Spaß kaum trübt.

    Fazit

    Omnitronic schreibt: Voll ausgestatteter Einsteigermixer für den schmalen Geldbeutel. Da möchten wir jetzt gerne noch einen draufsetzen: aus Einstiegs- machen wir UNIVERSALMIXER. Im Profi Bereich sehen wir den PM-422 natürlich auch nicht – allerdings:

    Für den lediglich 179 € empfohlenem Verkaufspreis bietet Omnitronic ein Mischpult an, dass von den Funktionen her mehr als 80% des Alltagsbedarfes oder besser – Partybedarfs problemlos abdecken kann.

    Alle nötigen Anschlüsse und die einfache Bedienung macht Spaß. Die Zielgruppe liegt bei Installationen oder allgemeinen Anwendungen auf Parties, in Mehrzweckräumen oder als Einstiegsmixer für prosperierende junge Talente. Und da ist der PM-422P  jeden Cent wert.

    Einen tollen Hands-On Test vom DJ-Talk könnt Ihr auch hier in diesem Video sehen.

    Weitere Informationen

    Informationen von Omnitronic auf: www.steinigke.de

    Jörg Kirschhttp://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de
    Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen tätig, u.a. als Bühnenmeister für das Kulturreferat Kaiserslautern. Mit seiner Firma betreut er mehrere Eventlocations, entwickelt spannende Veranstaltungsformate und bietet Ausbildungen im Veranstaltungsbereich. Persönlich liegt ihm der Support und die Entwicklung junger Künstler am Herzen. Mit Begeisterung engagiert er sich in mehreren Netzwerken, um auch hier die regionale Kulturszene zu fördern.

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