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Dr. Lux – Folge 29: Weißes Licht mit LED-Farbmischung – CRI und Farbwiedergabe erklärt

© Steinigke

Dr. Lux erklärt’s – kurz, klar, clever: In dieser Serie bringen wir dir gemeinsam mit unserem Partner Steinigke Showtechnic  fundiertes Technik-Know-how direkt auf den Bildschirm. Thema heute: Farbmischung mit LED, Teil 2: Weißes LED-Licht – Farbmischung und Farbwiedergabe verstehen. Schau dir das Video an – ein schneller Tipp mit großer Wirkung!

Darum geht’s: Weiß ist nicht gleich Weiß – gerade bei LED-Scheinwerfern. Wie entsteht weißes Licht aus verschiedenen LED-Farben, und warum sehen Hauttöne oder Bühnenbilder trotz scheinbar gleicher Lichtfarbe manchmal ganz unterschiedlich aus? In Folge 29 seiner Videoserie beschäftigt sich Dr. Lux mit weißem Licht und der Bedeutung des CRI-Werts. Ein wichtiges Thema für alle, die bei Veranstaltungen nicht nur helles, sondern auch überzeugendes Licht einsetzen möchten.

Das Video in voller Länge:

Zusammenfassung: Weißmischung mit LEDs und der CRI-Wert

Weißes Licht lässt sich auf unterschiedliche Weise erzeugen. Bei einer RGB-Leuchte werden rotes, grünes und blaues Licht additiv gemischt. Das Ergebnis kann für unser Auge weiß wirken, obwohl das Spektrum nicht alle sichtbaren Wellenlängen gleichmäßig abdeckt. Das ist besonders dann relevant, wenn nicht nur der Lichteindruck, sondern auch die natürlichen Farben beleuchteter Gegenstände zählen.

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Hier kommt der Color Rendering Index (CRI) ins Spiel: Er beschreibt, wie ähnlich eine Lichtquelle ausgewählte Testfarben im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle wiedergibt. Der allgemeine Wert Ra basiert auf acht Testfarben; höhere Werte stehen grundsätzlich für eine bessere Übereinstimmung. Allerdings sagt der CRI allein nicht alles aus, insbesondere bei kräftigen Rottönen und gesättigten Farben.

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Für die Praxis bedeutet das: Ein weiß erscheinender RGB-Mix ist nicht automatisch die beste Wahl für Gesichter, Kostüme oder farbkritische Szenen. Scheinwerfer mit zusätzlichen weißen oder weiteren Farb-LEDs können hier Vorteile bieten. Entscheidend sind aber das tatsächliche Spektrum, die Farbwiedergabe und die gewünschte Lichtstimmung – nicht allein die Anzahl der LED-Farben.

Relevante LED-Scheinwerfertypen für weißes Licht

  • RGB-Scheinwerfer: Mischen Weiß aus roten, grünen und blauen LEDs. Gut für farbige Effekte, bei der natürlichen Farbwiedergabe aber je nach Spektrum eingeschränkt.
  • RGBW-Scheinwerfer: Ergänzen die RGB-Farbmischung um einen separaten Weißkanal. Das erweitert die Möglichkeiten für Weißtöne, garantiert aber nicht automatisch einen hohen CRI.
  • Scheinwerfer mit dedizierten Weißlicht-LEDs: Können für die Beleuchtung von Menschen und Objekten interessant sein. Entscheidend sind die angegebenen und möglichst praktisch geprüften Farbwiedergabewerte.

Im Video erwähnte Produkte erhältlich bei Thomann:

Checkliste: Weißes LED-Licht richtig beurteilen

  • Farbwiedergabe prüfen: CRI/Ra beachten und bei anspruchsvollen Anwendungen weitere Messwerte berücksichtigen.
  • Weißton vergleichen: Farbtemperatur und gegebenenfalls Grün- beziehungsweise Magentastich kontrollieren.
  • Hauttöne testen: Gesichter unter realistischen Bühnenbedingungen beleuchten, nicht nur eine weiße Wand.
  • LED-System verstehen: RGB, RGBW und weitere Mehrfarbsysteme unterscheiden, ohne aus der Kanalzahl allein auf die Qualität zu schließen.
  • Praxis vor Datenblatt: Die tatsächlich benötigten Weißtöne am Veranstaltungsort ausprobieren.

Wer weißes Licht nicht nur nach Helligkeit, sondern auch nach seiner Farbwiedergabe auswählt, schafft die bessere Grundlage für stimmige Bühnenbilder und natürlich wirkende Menschen im Scheinwerferlicht.

Kurz & klar:  Hier die wichtigsten Tipps aus „Weißes Licht mit LED-Farbmischung“

  1. Aus Rot, Grün und Blau gemischtes Weiß eignet sich wegen der Lücken im Spektrum schlecht zur natürlichen Beleuchtung von Personen.
  2. Die Farbtemperatur beschreibt warmes oder kaltes Weiß; sie sagt allein nichts über die Farbwiedergabe aus.
  3. Für Personenlicht empfiehlt Dr. Lux einen CRI über 80, für rein weiße Bühnenbeleuchtung sowie Foto und Video über 90.
  4. Reine Weißlichtscheinwerfer erreichen heute hohe CRI-Werte. Weißes Personenlicht und farbiges Stimmungslicht lassen sich meist sinnvoll getrennt setzen.
  5. RGB mit einer hochwertigen warmweißen LED kann für kleine Bühnen und Theater eine praktische Kombination sein; entscheidend ist der angegebene CRI.
  6. Lime verbreitert das Spektrum der Farbmischung. Zusammen mit Amber und Cyan sind auch sehr gute Weißtöne mit CRI-Werten über 90 möglich.
  7. Bei mehrfarbigen LEDs hängt die Weißlichtqualität von der konkreten Mischung ab; gutes Weiß erfordert gegebenenfalls Erfahrung beim Mischen.
  8. Warmweiß unterstützt eher ruhige, gemütliche Szenen, Kaltweiß eher kühle oder anregende. Frontlicht kann Akteure in die Farbstimmung einbinden oder davon abheben
  9. Glühlampen werden beim Herunterdimmen rötlicher. Bei der Personenbeleuchtung kann eine gleichbleibende Farbtemperatur von LEDs dagegen vorteilhaft sein.
  10. Bei Blindern ist der orangegoldene Dimmeffekt oft erwünscht. LED-Blinder können dieses Halogenverhalten gezielt nachbilden.

Mehr Videos von Dr. Lux gibt’s auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Steinigke Showtechnic .


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Andreas Zoellnerhttp://www.steinigke.de
Andi Zöllner arbeitet seit 2013 bei Steinigke Showtechnik als Produktspezialist für Lichttechnik. Viel länger aber ist er schon als Lichtdesigner, Operator und Techniker im Bereich Musical, Theater und Konzerte aktiv.

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