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    StartTechnik1. TontechnikWozu brauche ich eigentlich einen Mikrofon-Vorver­stärker? Und welche Alternativen gibt es?
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    Wozu brauche ich eigentlich einen Mikrofon-Vorver­stärker? Und welche Alternativen gibt es?

    Liveperformance mit Mikrofon: Sänger / © Eric Esma, Pexels

    Die eingebauten Mikrofonvorverstärker an Mischpulten klingen schon des öfteren mal eher suboptimal. Über den Standard reichen solche PreAmps oft nicht hinaus. Immer dann, wenn das Grundrauschen empfindlich stört oder in manchen Situationen der Verstärkungsfaktor nicht hoch genug ist, brauchst du einen PreAmp oder ähnliches. Denn gerade, wenn es darum geht, hochwertige Aufnahmen zu erstellen ist der Vorverstärker maßgebend für die Qualität des Endproduktes.

    Dieser Qualitätsanspruch wird dennoch beim Live-Recording oft vergessen – ist dort aber genauso wichtig ist wie im Studio. Zumal die Atmosphäre einer guten Liveaufnahme im Nachhinein kaum noch korrigierbar ist. Nachträgliche Overdubs mal nicht mitgerechnet.

    Wann jetzt externe PreAmps notwendig werden, welche Alternativen es gibt, und was zu beachten ist, werden wir in diesem Beitrag mal etwas genauer unter die Lupe nehmen – zusätzlich einiger Beispiele guten Equipments …

    Was möchtest du machen?

    Das ist die erste Frage, die sich stellt: Was möchtest du aufnehmen? Daraus folgt weiter: Wie müsste das ideale Werkzeug aussehen und was müsste es können? Im Allgemeinen bringen Vorverstärker ein schwaches Signal auf Line-Pegel. Dabei ist der Standard-Arbeitspegel deines Studiomixers gemeint.

    Gerade der Output von Bändchen- und dynamischen Mikrofonen ist recht schwach und muss daher um mindestens 30-60 dB angehoben werden. Und das ohne Störgeräusche (Rauschen), die ein klares Signal behindern. Zu Kondensatormikrofonen: Sie sind speziell dafür ausgelegt, empfindlich auf die kleinsten Schallwellen zu reagieren, was sie ideal für Studioaufnahmen macht. Diese Mikrofone brauchen allerdings zusätzlich eine Phantomspeisung im PreAmp um zu funktionieren.

    Den Sound unverfälscht auf Line-Pegel zu bringen – ohne Rauschen,
    klirren oder anderer Störgeräusche, ist die wichtigste Aufgabe
    eines Mikrofonvorverstärkers

    Verschiedene Alternativen

    Es gibt es mehrere technische Möglichkeiten, ein Signal unverfälscht, klar und sauber zur Weiter­bearbeitung zur Verfügung zu stellen. Und bei der Auswahl des “richtigen” Equipments gilt auch immer: Es muss nicht das teuerste Gerät sein. Wir geben dir hier einen Überblick über die angesagten Auswahl­optionen und die Haupteinsatzgebiete:

    1. Mikrofon PreAmps
    1. Channelstrip (mit FX Loop)
    1. DI-Box als Signalverstärker
    1. Audio-Interface & Kleinmixer

    Grundsätzlich ist allen gemeinsam, dass eine analoge Vorverstärkerstufe als zentraler Punkt die Verstärkung bzw. Pegelanpassung übernimmt. Deswegen ist hier bei der Auswahl besondere Aufmerksamkeit nötig.

    Live, auf der Straße, im Proberaum oder im Studio: die Anforderungen sind vielschichtig ... / ©  wal_172619, Pixabay

    Live, auf der Straße, im Proberaum oder im Studio: die Anforderungen sind vielschichtig … / © wal_172619, Pixabay

    1. Mikrofon PreAmps

    Wie schon gesagt, der PreAmp verstärkt ein schwaches Mikrofonsignal. Dazu musst du wissen, dass jedes noch so gute Mikrofon ein minimales Grund­rauschen erzeugt, was allerdings bei sehr guten Mic´s kaum hörbar erscheint.

    Merkregel:  Je näher an der Quelle das Signal verstärkt wird, umso besser.
    Damit fallen Störungen und Verluste auf Kabelstrecken weg.
    Das gilt besonders wenn das Signal schwach, hochohmig oder asymmetrisch ist.

    Hier beginnt die Aufgabe eines PreAmps oder auch Mikrofonvorverstärkers: Je nach künstlerischer Performance, der vorgegebenen Raumakustik sowie der Beschaffenheit des aufnehmenden Mikrofons entscheidet sich hier, mit welcher Hochwertigkeit das Signal weiterverarbeitet werden kann. Je niedriger die Empfindlichkeit und je schlechter das Signal-/ Rauschverhältnis des Mikrofons ist, desto „ruhiger“ sollte der PreAmp arbeiten. Ansonsten baut man sich – gerade bei leisen Signalen, einen echten “Rauschgenerator”.

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    Kurzer Exkurs: Wie hoch darf das Eigenrauschen eines Mikrofons sein?

    Alles unter 10 dB(A) ist ein ausgesprochen schwaches Eigenrauschen. Dabei spielt ein genauer Wert jetzt noch keine Rolle, denn selbst ein gut gedämmter und sehr leiser Aufnahmeraum bringt ein höheres Grundgeräusch hervor, der das sehr schwache Mikrofonrauschen überdeckt.

    Bis zu 15 dB(A) ist immer noch ein sehr niedriger Wert. In kritischen und sehr feinen Anwendungen jedoch wirst du ein ultraleichtes Rauschen ausmachen. Im Kontext der gesamten Aufnahme allerdings verschwindet dieses leichte Rauschen dann wieder. Gute Kleinmembran-Kondensatormikrofone erreichen diesen Wert (z.B. das Neumann KM 184). Die rauschärmsten Kondensatormikrofone besitzen eine Röhrenelektronik (z.B. das Neumann M 149 Tube). Doch solche Röhrenmikrofone sind auch sehr teuer …

    Das Kondensatormikrofon Neumann KM184 – ideal für Podcasts oder im Studio … (Affiliate Link) / © Thomann

    Bis 19 dB(A) ist der Wert gerade noch ausreichend für die meisten Anwendungen; doch bei sehr leisen Instrumenten oder leisem Gesang wird das Rauschen hörbar. Ab 20 dB(A) haben wir schon einen relativ hohen Wert für ein Studiomikrofon. Dieser Eigenrauschwert ist solange noch akzeptabel, wie du laute Töne aufnimmst, nicht gut sind aber Tonquellen, die leiser sind als Sprache. Über 24 dB(A) wird es dann unangenehm; dieser Wert ist eines Studiomikrofons nicht mehr würdig.

    Bei dynamischen Mikrofonen wird das Eigenrauschen nur selten angegeben. Das mag vor allem daran liegen, dass ihr Rauschverhalten stark vom verwendeten MikroPreAmp abhängt. Als Faustregel gilt hier: Dynamische Mikrofone an einem extrem rauscharmen PreAmp erreichen ein Eigengeräusch von etwa 18 dB(A). Hochwertige PreAmps erreichen mitunter auch einen geringeren Wert …

    Anwendungsbereich

    Nun, jedes Mischpult und viele Audiointerfaces verfügen doch bereits über eingebaute Mikrofon­vorstufen. Warum brauche ich dann einen zusätzlichen PreAmp?

    Die eingebauten PreAmps sind nur ein Teil der Kriterien eines Mischpults. Deshalb sind sie seltener mit der gleichen Sorgfalt wie das Pult an sich gebaut. Das Schaltungsdesign ist dabei auch oftmals nur Standard. Bei hochwertigen Aufnahmen und ausgezeichneten Mikrofonen sollte die Klangcharakteristik deines Mikrofons eben auch mit einem hochwertigen PreAmp möglichst rauschfrei verstärkt werden. Doch prinzipiell sollte erst einmal jeder Ton genauso rauskommen wie er reinkam – nur eben lauter. Das gilt für Konzerte wie für´s Studio.

    Merkregel: Deine Aufnahme wird nur so gut
    wie das schwächste Glied in deiner Aufnahmekette …

    Viele gute PreAmps verfügen aber auch über spezielle Klangeigenschaften. Das kann ein detailreicherer Klang sein, aber auch eine bestimmte Klangfärbung bringen manche Modelle ganz bewußt mit.

    RöhrenPreAmps zum Beispiel erzeugen, bedingt durch die Bauart, einen dynamischen warmen Sound. Auch gibt es PreAmps deren Technik auf historischen Schaltungen beruht und eine Klangästhetik alter Zeit wiederbeleben. Beispiele für Röhrensound bzw. Vintagesound sind der SPL Goldmike 9844 für z.Z. 539,- € bei Thomann oder der Golden Age Audio Project PRE-73 MKIV für 349,-.

    Der Goldmike 9844 Tube, ein zweikanaliger RöhrenPreAmp (Affiliate Link) / © SPL

    Der Goldmike 9844 Tube, ein zweikanaliger RöhrenPreAmp (Affiliate Link) / © SPL

    Ein weiteres Argument für externe PreAmps: Viele Audio-Schnittstellen oder Kleinmischpulte bieten nur eine begrenzte Anzahl von Mikrofoneingängen. Mit einem externen PreAmp kannst du auch Line-Eingänge für deine Mikros nutzen. Und der PreAmp funktioniert zudem als Schnittstelle zwischen Mikrofon und Audio Interface zum PC.

    Hier noch ein paar Equipmenttipps:

    • Günstig wie immer: Der Behringer Studio XL, USB-Audio-Interface mit zwei Midas-Mikrofonvorverstärkern und +48V Phantomspeisung

    Das Behringer Studio XL: Insgesamt gute Audioeigenschaften mit zwei guten MicPreAmps und solider Verarbeitung (Affiliate Link) / © Behringer

    Das Behringer Studio XL: Insgesamt gute Audioeigenschaften mit zwei guten MicPreAmps und solider Verarbeitung (Affiliate Link) / © Behringer
    • Der ART Tube MP Studio V3 BK ist ein einkanaliger RöhrenPreAmp mit günstigstem Preis
    • Auch sehr günstig: Der DBX 286 S: Eingangssektion: MicPreAmp mit 60dB-Verstärkung, Phantomspeisung und 80Hz-Hochpassfilter./div>
    • Der einkanalige Warm Audio WA73-EQ besitzt einen zusätzlichen Equalizer
    • Der Fredenstein F200, ist ein zweikanaliger Profi-PreAmp mit zwei sehr neutral arbeitenden Kompressoren im 1176er Stil – Kompressoren können parallel arbeiten.

    2. Channel Strip

    Ein Channelstrip ist ein Mikrofon-Vorverstärker, mit einem zusätzlichen kompletten Kanalzug eines Mischpultes. Mit Equalizer, Kompressor und manchmal auch weiteren Effekten. Da ein Channelstrip grundsätzlich die gleichen Grundfunk­tionen eines Mischpultkanals besitzt, erfüllt er auch die gleichen Aufgaben beim Recording und beim Mixdown (jedoch oft ohne „FX Send“). Grundsätzlich ist ein Channel Strip für qualitativ hochwertige Arbeiten im Homestudio vorgesehen.

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    Universal Equipment

    Für die Aufnahme bietet der Channelstrip im Idealfall eine gute Anpassungsfähigkeit des Eingangssignals (Mic, Line) und Mischpulttypische Möglichkeiten zur technischen und kreativen Klangformung durch Filter und Dynamikprozessoren. Somit lässt sich ein Channelstrip generell bei der Aufnahme und auch im Mix nutzen.

    Eine Marktübersicht der besten Channel Strips für´s Tonstudio findest du HIER sowie bei THOMANN. Es folgen noch einige Produktempfehlungen:

    • Der maßgebende “Platzhirsch” unter den Channelstrips ist sicherlich der Avalon VT-737SP Röhren Channelstrip, ein PreAmp mit hybrider Röhrentechnik (heißt, es kommt an einigen Stellen Transistortechnik zum Einsatz), Mic-, Line- und DI-Inputs, Kompressor und EQ, der schon aufgrund seines Preises (z.Z. 4.498,-€ bei Thomann) eher für professionelle Studios in Frage kommt.

    Der Avalon VT-737SP Röhren Channelstrip: Klarer und sauberer Röhrensound für Gesang (Affiliate Link) / © Thomann

    Der Avalon VT-737SP Röhren Channelstrip: Klarer und sauberer Röhrensound für Gesang (Affiliate Link) / © Thomann
    • Der Manley Core, 1-kanaliger PreAmp, Kanalzug mit Mic und Line-Input, EQ, Röhrenvorstufe, Kompressor und Limiter: “charaktervoller, kultivierter Sound, hochwertige Verarbeitung, hohe Klangqualität, durchdachtes Feature-Set jedoch ein leicht erhöhtes Rauschen im Hi-Gain-Modus. Der kleine Bruder der legendären VoxBox von Manley [https://www.stageaid.de/in-rekordzeit-pro-vocals-aufnehmen-mit-der-manley-voxbox/], aber halb so teuer (Testbericht Sound & Recording 2016)”
    • Der Presonus Studio Channel, optimales Preis-Leistungs-Verhältnis mit „warmer“ Röhrenvorstufe, die in der Sättigung regelbar ist.

    PreSonus Studio Channel: Channelstrip mit regelbarer Röhrensättigung und wirkungsvollem Kompressor- und Equalizer-Modul (Affiliate Link) / © Thomann

    PreSonus Studio Channel: Channelstrip mit regelbarer Röhrensättigung und wirkungsvollem Kompressor- und Equalizer-Modul (Affiliate Link) / © Thomann
    • Der Klassiker aus den 70ern: der Neve 1073OPX, ein 8-kanaliger Transistorvorverstärker mit “warmem Röhrensound” – ein Vorverstärker der Oberklasse für das moderne Studio – optional erhältlich: die “Neve 1073 OPX ADAT/USB card”; die gewandelten Signale werden mit bis zu 192kHz Samplerate direkt an den Rechner geschickt und man spart (nicht nur) einen externen 8-kanaligen D/A-Wandler …

    3. DI-Box

    “DI-Box” heißt Direct Injection-Box  und hat vor allem die Aufgabe, ein unsymmetrisches Signal (z.B. von einer Gitarre) in ein symmetrisches umzuwandeln. Ein symmetrisches Signal ist auf längeren Kabelwegen weitaus störunanfälliger als ein asymmetrisches. Der Ausgang der DI-Box wird mit dem Mikrofoneingang eines Mischpults verbunden. Echte Pegelverstärkungen gibt es nur bei aktiven DI-Boxen. Sie werden über die Phantomspeisung des Mischpultes oder über Netzteile oder Batterien / Akkus mit der nötigen Betriebsspannung versorgt. Besonders angeraten sind aktive DI Boxen bei passiven, hochohmigen Instrumenten Pick-Ups ( z.B. Piezo).

    Anwendungsbereich

    Die DI-Box kannst du live auf der Bühne oder im Aufnahmestudio einsetzen, schon weil diese Geräte klein, handlich und robust gebaut sind. Das unsymmetrische (teilweise hochohmige) Instrumenten­signal steht oft an Zuspielern (Tablet, CD-Player), Tonabnehmern von E-Gitarren, E-Bässen und E-Pianos an und dem ein oder anderen Vintage-Synthesizer. Sondertypen sind, ähnlich einem PreAmp, auch als Verstärker für symetrische Mikrofonsignale einsetzbar:

    • Der Signalverstärker dBooster2 von RoyerLab:

      Die Box ist ein 2-kanaliger Inline-Signalverstärker für dynamische und Bändchenmikrofone. Die Mono-Kanäle arbeiten unabhängig voneinander. Als DI-Box und Impedanz-Buffer arbeitet die Box mit einem Instrument Input (oft auch Hi-Z Input, “Z” für Impedanz) für E-Gitarre oder Bassgitarre. Kurzum eine DI-Box mit Booster-Möglichkeit. Der dBooster2 braucht eine Phantomspeisung um zu arbeiten, blockt jedoch die Phantomspeisung zum Mikrofon. Hier wird bei Kondensatormikrofonen ein Phantomadapter nötig.

    Royer´s  dBooster2 (Affiliate Link) / © Thomann

    Royer´s dBooster2 (Affiliate Link) / © Thomann
    • Im Betrieb als Signal-Booster sorgt der dBooster2 in beiden Kanälen bei passiven Bändchen- und dynamischen Mikrofonen für eine sehr rauscharme- und verzerrungsfreie Signalverstärkung ohne Klangverfärbungen. Das Signal wird aufgewertet und klingt edler. Der auch für professionelle Anwendungen konzipierte Inline-Signalverstärker verfügt über zwei Verstärkungsstufen mit 12 und 20 dB Gain, die in beiden Kanälen über einen Schalter auf der Vorderseite angewählt werden können. Die stufenlose Pegelanpassung ist leider nicht möglich.
    • Der Inline Mikrofonvorverstärker Triton Audio FetHead:

      Der “Stecker” ist ein rauscharmer, hochqualitativer Inline-Mikrofonvorverstärker für Bändchen- und dynamische Mikrofone mit niedrigem Ausgangspegel. Der In-Line-Mikrofonvorverstärker wird auf simple Art und Weise eingebunden indem er einfach in den Signalweg zwischen Mikrofon und XLR-Kabel eingesteckt wird.

    Der FetHead von Triton (Affiliate Link) / © Thomann

    Der FetHead von Triton (Affiliate Link) / © Thomann
    • Das robuste Metallgehäuse mit einer symmetrischen 3-poligen XLR-Buchse und einem symmetrischen 3-poligen XLR-Stecker ist robust genug für die Nutzung auf Tour. So klein und unauffällig der FetHead auch ist, so leistet er für das eingespeiste Mikrofonsignal immerhin eine fixe Verstärkung von 27 dB. Somit hat man quasi eine DI-Box (oder Stecker) plus einigen begrenzten Optionen im minimalen Format. Er kommt recht günstig daher (65,- € bei Thomann). Auch hier braucht ein Kondensatormikrofon einen zusätzlichen Phantomadapter.

    4. Audio Interface und Kleinmixer

    Das Audio Interface ist einfach eine Schnittstelle für den Input und Output analoger Audiosignale in und aus dem Computer. Präzise formuliert, nimmt das Interface das analoge Signal vom Mikrofon oder Line In auf und wandelt es in ein digitales Signal um. Ein reines Audio-Interface arbeitet wie eine externe Soundkarte, die mit dem Rechner verbunden wird. Damit nimmst du die Audiosignale auf, bearbeitest und speicherst sie im PC. Dort kannst du später wieder in die gespeicherten Signale reinhören.

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    Der auch als Channel Strip bezeichnete Universal Audio Apollo x6 ist ein Audio-Interface der Extraklasse mit Thunderbolt-Anschluss (Hohe Übertragungsgeschwindigkeit: 40 GBit/s auch bei aktueller USB-C Version; allerdings ist bei Thunderbolt der Datendurchsatz höher). “Der Klang des Apollo x6 ist kurz gesagt fantastisch und kann mit den besten Mastering DACs mithalten (Amazona).”

    “Extrem musikalisch ohne zu beschönigen und ohne jede Vordergründigkeit mit solider Verarbeitung und Treiberunterstützung für alle Macs und eine handvoll Windows 10 Rechner mit einem Thunderbolt 1/2 & 3-Anschluss, ist es auch für anspruchsvollste Aufgaben mehr als gewappnet. Ein präferenzloses Interface für Musiker und Toningenieure gleichermaßen.”  – Weitere Audio-Interfaces und noch zwei Kleinmixer:

    Der Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen (Affiliate Link) / © Thomann

    Der Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen (Affiliate Link) / © Thomann
    • Der SSL Pure Drive Quad, präsentiert sich mit vier MicPreAmp Kanälen und USB-C Audiointerface mit ADAT in/out und 4 AES/EBU(1) (AudioEngineeringSociety / EuropeanBroadcastingUnion) in/out. Mit dem Pure Drive kannst du außerdem die Mikrofonimpedanzen anpassen (4 Stufen: 12k, 1,2k, 600 und 400 Ohm). Weiterhin gibt es einen Wordclock-Ein-und Ausgang mit automatischer Umschaltung für digitale Taktgebung (Clocking). Hervorragend geeignet für anspruchsvolle Tontechniker, die in der Musikproduktion, im Podcasting oder der Postproduktion arbeiten.
    • Wenn du öfter größere Aufnahmesessions veranstaltest oder Chöre abmischen willst, ist der SSL Pure Drive Octo zu empfehlen, ein acht-kanaliger Mikrofon-Vorverstärker, der große Bruder des Pure Drive …

    SSL Pure Drive Quad (Affiliate Link) / © SSL

    SSL Pure Drive Quad (Affiliate Link) / © SSL
    • All-in-One im Heim- oder Projektstudio: Mit sechs sehr rauscharmen Mikro-Eingängen ausgestattet, richtet sich der Tascam Model 12, in erster Linie an Podcaster, Medienschaffende und YouTuber. Er ist recht günstig: mit 619,- € (Thomann) ein guter Einstiegspreis für alle die Content produzieren. Doch auch kleine Bands können dieses Pult im Proberaum oder zuhause bestens gebrauchen. Wegen seines digitalen Aufbaus (10-Kanal analog Mixer mit 12-Track Digital Recorder) auch als DAW-Controller nutzbar.

    Tascam Model 12 (Affiliate Link) / © Tascam

    Tascam Model 12 (Affiliate Link) / © Tascam
    • Das wohl handlichste Gerät ist ein 3-Kanal Kleinstmixer von ART. Der ART USB Mix, ist ein einfaches Audio-Interface mit Mikrofoneingang und zuschaltbarer Phantomspeisung, dass analoge Signale von einer Vielzahl von Audioquellen über USB digital an einen PC schickt. Mit seinen 101 mm in der Breite und 121 mm in der Tiefe ist das „Gadget“ kaum größer als eine DI-Box.

    Anwendungsbereich

    Ein Audiointerface ist heute die zentrale Komponente eines Recording-Setups. Seit den digitalen Workstations, mit denen virtuell am PC gemixt und gemastert wird, werden reale Mischpulte in Studios seltener. Doch gibt es Situationen, wo der Mixer weiterhin gebraucht wird. Sei es nun beim Live-Einsatz, bei mehrstim­migem Gesang oder gar Chören und im Studio macht eine Kreuzung aus Mixer und Interface durchaus Sinn …

    Diese kleinen handlichen „Submixer“ wie der ART USB Mix  sind für den Livebetrieb ausgelegt. Doch sie sind aber auch im Proberaum praktisch und können dir darüber hinaus auch im Studio wertvolle Dienste leisten. Gerade wenn das Tool zum on-the-fly Abmischen von Podcasts dienen soll oder oder als Submixer auf der Bühne genutzt wird, ist die kompakte Größe vorteilhaft.

    Abschließend noch etwas zu Kleinmischpulten

    Über den Art USB Mix  kommen wir zu den Klein- und Kleinstmixern: Hier stehen günstige analoge oder digitale Mixer zur Verfügung. Einfache analoge Versionen sind ab etwa 4 Eingangskanälen erhältlich und erlauben eine einfache klangliche Beeinflussung mit einem Höhen- und Bassregler. Größere Versionen, wie der Tascam Model 12 , arbeiten mit bis zu 12 Kanälen und erlauben dabei weitere klangliche und dynamische Bearbeitung des Signals mit eingebauten Effektgeräten und Kompressoren.

    Ein kleiner 3-Kanal Submixer: Der ART USB Mix / © Thomann

    Ein kleiner 3-Kanal Submixer: Der ART USB Mix / © Thomann

    Die digitalen Pendants erlauben zusätzlich weitergehende Bearbeitungen, Szenenspeicherungen. Teilweise sind diese Pulte hybrid, also rein analog sowie per zusätzlicher App auch auf Tablets bedienbar, teilweise haben sie keine physischen Elemente wie Schalter und Regler mehr, sondern sind nur noch bedienbar per Tablet o.ä. …

    Beim drahtlosen Betrieb über den WLAN-Router ist bei Konzerten besondere Aufmerksamkeit geboten, weil dort gerne die Verbindung durch ein überfordertes Netz abreißen kann. Siehe auch den StageAID-Beitrag  Das X32 und der Router – immer für Überraschungen gut

    Dem Router sollte eine feste IP Adresse zugewiesen werden,
    damit die für den Mix eingesetzten Apps wissen, wo er zu finden ist.

    Wichtig bei allen Pulten: Man sollte sich anschauen, welche Konnektivität man zur Peripherie braucht, wie z.B. die USB Schnittstelle, Lan/Wlan-Anschluß, Multitracking etc.

    Anwendungsbereich von Kleinmischpulten

    Zusätzlich zu allen genannten Live- oder Studioanwendungen werden Kleinmischpulte gerne für kleine Konferenzen, Als Bühnen Sub- oder Personal-Monitor-Mixer, Podcasts, Streaming oder auch für Videotelefonie genutzt. Zoom Meetings etc. ausgenommen. Über digitale Kleinmischpulte mit bis zu 12 Kanälen hier noch ein paar Beispiele, die es mit einer 30-tägigen Rücknahmegarantie bei Thomann zu kaufen gibt …

    Elite Acoustics GigMix 4-1 / © Thomann

    Elite Acoustics GigMix 4-1 / © Thomann

    Es ist eins der kleinsten Digitalmixer auf dem Markt: Das Elite Acoustics GigMix 4-1. Es besitzt einen Mic-XLR-Eingang/PreAmp, leider keine Phantomspeisung. Seine handliche Gestaltung und der günstige Verkaufspreis machen es zu einem idealen Begleiter für alle, die ein kleines Mischpult für Solo- oder Duo-Gigs brauchen. Es ist allerdings eine externe 12 Volt 400 mA Stromversorgung erforderlich.

    Behringer Flow 8 / © Thomann

    Behringer Flow 8 / © Thomann

    Das Behringer Flow 8 ist schon so etwas wie ein Geheimtipp. Sein kompaktes Format (Breite: 22,9 cm / Tiefe: 17,2 cm) ist ideal für spontane Outdoor-Gigs z.B. an Orten wie z.B. im Berliner Mauerpark geeignet. Mit einer kräftigen Powerbank sind lange Betriebszeiten möglich. Der Mixer hat 4 Mikroeingänge/PreAmps. Zwei davon besitzen sogar Phantomspeisung. Er besitzt Bluetooth Audio für direktes Streaming von Smartphones oder Tablets. Da das Behringer Flow 8 ein integriertes 10/4-Audiointerface besitzt, können bis zu 10 Kanäle mitgeschnitten (Kanäle 1 bis 8 und Main Mix) und vier Kanäle zurückgespielt werden.

    Soundcraft Ui12 / © Thomann

    Soundcraft Ui12 / © Thomann

    Dieser Stagebox-Mixer besitzt integriertes Wi-Fi und Ethernet. Gesteuert wird das Soundcraft Ui12 Digitalpult über Tablet oder Smartphone. Dieses Pult eignet sich für Bands, die sich selbst mischen und für kleine (Musik-)Bars oder Clubs, die auch ohne FOH nicht auf guten Sound verzichten wollen. Die Box wird in einem Rack einfach in Musikernähe platziert. Das Ui12 verfügt über acht Mic-/Line-Eingänge mit Soundcraft Preamps und Soundcraft Mischpult-Algorithmen. Auf DSP-Seite sind u.a. Ausgangsbusse mit 31-Band Grafik-EQ sowie Kompressor und drei Lexicon Effektbussen (Reverb, Delay, Chorus) vorhanden.

    (1) = AES/EBU ist eine unidirektionale, selbstsynchronisierende und serielle Schnittstelle zur Übertragung digitaler Stereo-, Zweikanal- oder Mono-Audiosignale zwischen verschiedenen Geräten nach der Norm AES-3.

    AES-3 verwendet symmetrische Kabel mit 110 Ohm oder in der AES-3 ID spezifizierte unsymmetrische Koaxialkabel mit 75 Ohm Wellenimpedanz und Twisted-Pair-Kabel. Bei hochwertigen Koaxialkabeln sind Längen bis 300 Meter möglich.

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    Andreas Cattarius
    Andreas Cattarius hat an der Fachhochschule Kaiserslautern Innenarchitektur studiert. Im Jahr 1995 gründete er mit Freunden den Live-Club „Fillmore Kaiserslautern“ und in den darauffolgenden Jahren machte sich dieser Liveclub überregional einen Namen mit erfolgreichen Konzerten für die Alternativszene. Als DeeJay und Talentscout entwickelte er eine Nase für Musik-Trends der alternativen Szene und förderte die lokale Musik- und DeeJay-Szene. In dieser Zeit erwarb er erste Kenntnisse im Schreiben von Bandbeschreibungen der Künstler, die in seinem Club auftraten. Er lernte was erfolgreiches Eventmarketing bedeutet und machte sich einen Namen als überregionaler Veranstalter für innovative Bands. Als Redakteur für das Kaiserslauterer Stadtmagazin „Pavillon“, hier zuständig für die Rubrik „Szene“, entwickelte er seine journalistischen Fähigkeiten. 2002 ließ er sich zum „Internetapplikationsentwickler“ ausbilden und erlernte das „Handwerk“ des Webdesigns. Er entwickelte bereits 2003 im Team einen Online-Lieferservice für Pizzas in Worms. Seit 2018 gehört er fest zum „Kunstgriff-Event“ Team.
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