20.1 C
Kaiserslautern
Sonntag, Juni 13, 2021
More
    Start Technik 1. Tontechnik Test: JBL IRX 112 BT Fullrange + JBL IRX 115 S Subwoofer

    Test: JBL IRX 112 BT Fullrange + JBL IRX 115 S Subwoofer

    Für Vorträge, kleinere Liveevents, Parties und mehr … / © Audio Pro

    Mit der IRX Reihe bringt JBL moderne Lautsprecher für universelle Anwendungen auf den Markt. Aktuell gibt es 2 Fullrange Modelle in dieser Reihe und dazu auch den passenden Subwoofer. …

    Lieferbar sind:

    • der JBL IRX 108 BT, Lautsprecher mit 8“/ 1“ Bestückung,
    • der JBL IRX 112 BT, Lautsprecher mit 12“/1“ Bestückung und
    • der JBL IRX 115 S, 15“ Subwoofer mit erweiterten Funktionen zur Ergänzung im Bassbereich
    • .

    Alle Lautsprecher sind sofort erhältlich und bewegen sich – vor allem die Topteile- in einem für JBL Verhältnisse sehr verträglichen Preisrahmen.

    Vorweg nehmen darf ich schon, dass moderne Lautsprecher wie diese besonders für universelle Anlässe ausgelegt sind, speziell auch unerfahrene Anwender können schnell und einfach in den unterschiedlichsten Situationen einen guten Sound ohne viel Einstellerei erreichen.

    Dazu lassen sich auf Knopfdruck globale anwendungsorientierte Presets abrufen. Außerdem sind das derzeit modernste Bluetooth V5.0, automatische Feedbackkontrolle und eine Ducker-Funktion an Bord. Diese senkt Musik während Sprachdurchsagen automatisch ab.

    Keine Tourenspeaker

    Für den rauen PA- oder Toureinsatz  sind die IRX nicht vorgesehen, entsprechende Merkmale wie beispielsweise Flugvorrichtungen oder kugelfeste Außenarmierung sind deswegen auch nicht nötig.

    Lieferumfang

    Die Testlieferung bestand aus jeweils zwei JBL IRX 115 S  und zwei JBL IRX 112 BT . Im Lieferumfang befinden sich bei jedem Lautsprecher zwei Netzkabel, eins davon entspricht dem deutschen Schuko Standard, das andere findet Anschluss an englischen Steckdosen. Lautsprecherseitig findet sich der allgemein verbreitete Kaltgeräteanschluss. Die Kabel sind jeweils 2 Meter lang.

    Abmessungen & Gewicht

    Wie üblich, werden beim Auspacken zuerst die Dimensionen und das Gewicht erfasst. Die wichtigsten Parameter, wenn es um Beladung und Transport geht: Der Subwoofer JBL IRX 115 S  bringt in Höhe (68cm), Breite (40cm) und Tiefe (40cm) ein Gewicht von 29,7 kg auf die Waage. Der Fullrangelautsprecher JBL IRX 112 BT  bemisst  40cm · 61,8cm · 29,9cm und wiegt dabei 12,4 kg.

    Gelungene Optik

    Hut ab, die Designabteilung von JBL hat hier gute Arbeit geleistet. Beide Lautsprecher, vor allem der JBL IRX 112 BT , sind moderne Lautsprecher für viele Anwendungen und folgen einer klaren Formgebung. Das ansonsten orangefarbige leuchtende Logo ist auf der Front in einem dezenten Schwarz zu sehen.

    Die rückseitigen Bedienfelder sind so übersichtlich strukturiert, dass die Bedienungsanleitung in den meisten Fällen geschlossen bleiben wird. Bevor wir die Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten kennen lernen, schauen wir uns zuerst die Einzelsysteme an.

    JBL IRX 115 S  – der Subwoofer

    Der Subwoofer JBL IRX 115 S ist als aktiver Basslautsprecher für die Kombination mit weiteren Systemen der IRX Reihe vorgesehen. Dazu ist er mit eingebauter Endstufe und Frequenzweichen und wählbaren Cut-Off-Frequenzen für den Bass selbst ausgestattet. Das dient der Ankopplung an passende Mittel-Hochtonlautsprecher.

    Exakte Infos und das Manual findet ihr  Hier

    Subbass JBL IRX 115 S

    Das Gehäuse ist aus MDF aufgebaut und durch einen schwarzen Kunststoffüberzug geschützt. Am Boden sorgen 4 Kunststofffüße für Rutschfestigkeit. Die Oberseite verfügt über einen M20 Flansch zur Befestigung einer Distanzstange. Rechts und links ist je ein großformatiger Schalengriff eingelassen, der es einigermaßen gut ermöglicht, den 30 kg wiegenden Sub auch mal allein ins Auto zu heben.

    Die Front ist vollflächig mit einem schwarzen Metallstreckgitter geschützt. Der eingebaute 15“ Speaker mit Ferritmagnet ist langhubig ausgelegt. JBL gibt bei einem Frequenzumfang von 35 – 147 Hz beachtliche 128 dB Spitzenschalldruck an. Dafür sorgt eine lüfterlose Class D Endstufe mit 400W/1.300 W (RMS/Spitzenleistung).

    Durch den hohen Wirkungsgrad der Class D Endstufe fällt so wenig Verlustleistung in Form von Wärme an, dass die Metallfläche des Anschlussfeldes zum Wärmeaustausch reicht. Außerdem hat ein lüfterloses Design gleich zwei Vorteile: Zum einen wird kein Schmutz in die Elektronik gezogen, zum anderen werden keine Geräusche durch rotierende Propeller erzeugt.

    Anschlüsse und Bedienung

    Als Eingangsbuchsen für die Eingangssignale stehen zwei kombinierte XLR/Klinke Anschlüsse für R/L zur Verfügung. Zur Weiterführung des Signals an zusätzliche Bässe oder andere Lautsprecher dienen XLR/m als Loop Thru. Die Eingangsempfindlichkeit liegt im Line Bereich und ist mit einem Volumeregler einstellbar.

    Anschluss- und Bedienfeld JBL IRX 115 S Subwoofer

    Ansonsten gibt es einige Taster und einen Pegelsteller, der die Lautstärke stufenlos regelt. In Schaubild oben sind die Funktionen gut erklärt. Der Taster “X-Over” bestimmt die höchste Übertragungsfrequenz des Basses. Als mögliche Frequenzen sind 80, 100 und 120 Hz wählbar. Der jeweilige Status wird über LED angezeigt. Ein weitere Taste, “Polarität”, erlaubt die Polaritätsdrehung des Signals. So hat man eine zusätzliche Möglichkeit, den Bass mit dem passenden Mittelhochtonteil optimal in Konvergenz zu bringen.

    JBL IRX 112 BT  – das Fullrange Topteil

    Genauere Infos und das Manual findet ihr  Hier

    Ästhetisch, kompakt und leicht, das ist der >JBL IRX 112 BT . Das gesamte Erscheinungsbild erweckt den Eindruck edlen Understatements. Bestückt ist die aus Polypropylen gefertigte Box mit einem klassischen 12“/1“ Chassis. Von einem solchen Lautsprecher erwartet man ausreichende Lautstärke und Bassfähigkeit, um auch lautere Veranstaltungen souverän über die Bühne zu bringen.

    Mit eingebauten Endstufen und voller manueller Kontrolle, der JBL IRX 112 BT

    Auffällig ist das niedrige Gewicht von gerade einmal 12 kg und das mit eingebauter Verstärker- und Steuerelektronik. Das kann sich sehen lassen. Die JBL IRX 112 BT  verfügt über eingearbeitete Griffe auf der Oberseite und seitlich rechts. Damit ist ein bequemes Handling beim Tragen, aber auch beim Hochwuchten auf ein Stativ möglich. Für die Montage auf eine Distanzstange oder ein Stativ befindet sich auf der Unterseite der klassische 35 mm Stativ-Flansch. Zur Fixierung ist ein Gewinde mit Schraube integriert.

    Die Front ist vollflächig durch ein Metallgitter geschützt. Auf der Rückseite sitzt versenkt die komplette Elektronik auf einer rechteckigen Aluminiumeinheit. Hier sind sämtliche Bedienelemente untergebracht und auch die Funktion für eine Wärmeabfuhr.

    Der JBL IRX 112 BT  hat wie viele moderne Lautsprecher eine seitlich angebrachte Monitorschräge, kann also auch als Bühnenmonitor eingesetzt werden. Die Unterseite verfügt über rutschhemmende Gummieinlagen. Bei den beabsichtigten Nutzungen ist ein Flugbetrieb nicht vorgesehen. Daher gibt es auch keine entsprechenden Armaturen an der Box.

    Der JBL IRX 112 BT hat somit 4 Möglichkeiten der Aufstellung:

    Die verschiedenen Aufstellmöglichkeiten bei JBL IRX Lautsprechern

    Die Anschlußsektion

    Kommen wir zur Rückseite. Eingangsseitig stehen hier die beiden analogen Anschlußmöglichkeiten in Form von Combo XLR/Klinke mit zugeordneten Pegelreglern zur Verfügung. Die Eingangsempfindlichkeit ist so variabel, dass ohne Umschaltung Mischpulte, Tablets oder dynamische Mikrofone angeschlossen werden können.

    Anschluss- und Bedienfeld JBL IRX 112 BT

    Der dritte Eingang ist die drahtlose Bluetooth Verbindung. Sie ist über eine Taste mit zugeordnetem blauen LED Status aktivierbar. Die Gesamtlautstärke der zugeführten Quellen wird über einen Master-Volume Drehpotentiometer kontrolliert. Dieser führt das Signal dann über den eingebauten DSP und die Verstärkersektion weiter zu  den eingebauten Lautsprechern.

    Parallel steht das gemischte Signal unabhängig von der DSP Sektion am  „Thru“ XLR Ausgang zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Beispielsweise zum Anschluss an den zur Basserweiterung vorgesehenen JBL IRX 115 S .

    Technik

    Der JBL IRX 112 BT  ist mit einer Gesamtleistung von max. 1.300W angegeben und der Spitzenschalldruck mit 129 dB. Der brauchbare Frequenzgang beginnt bereits ab 50 Hz, das nominelle Abstrahlverhalten liegt mit 90° · 60° in einem praxistauglichen Rahmen. Laut Blockschaltbild verfügt der moderne Lautsprecher über getrennte Endstufen für den 12“ und den 1“ Lautsprecher. Das sorgt für mehr Sicherheit und bessere Kontrolle der Speaker.

    Einstellmöglichkeiten

    Der Grundgedanke bei der IRX Serie ist hier wieder sehr deutlich zu spüren: Eine möglichst einfache Bedienung und Soundsicherheit für jedermann/frau ohne große Kurbelei. Da der Grundsound der Lautsprecher genau dieser Maxime folgt, gibt es 4 Grundsound-Auswahlmöglichkeiten für das Gesamtsystem. Per Knopfdruck einfach selektierbar.

    Außer einer Flat- und Musik-Einstellung steht noch ein bassbefreites “Speech” und für Gesangsstimmen ein “Vocal” Preset zur Verfügung. Das aktuelle Preset wird mit einer korrespondierenden LED angezeigt. Zusätzlich kann per Schalter noch eine dezent dosierte Extraportion Bass dazu addiert werden.

    Zwei besondere Features

    Die JBL IRX 112 BL verfügt noch über 2 Besonderheiten, die sicherlich schon oft auf der Wunschliste diverser Anwender gestanden haben: Einmal der Ducker. Er senkt während Sprachdurchsagen das laufende Musikprogramm automatisch ab. So werden Durchsagen dann auch verstanden.

    Zum zweiten ein automatischer Feedbackkiller. Wie oft steht ein ungeübter Sprecher vor einem Lautsprecher und produziert ungewollt lautes Rückkopplungspfeifen. Das ist im Normalfall nicht ohne größere aktive Aktionen kontrollierbar; Lautstärke runter oder manuell den Equalizer justieren?

    Doch auch hier sorgt JBL für Abhilfe: Per Knopfdruck wird ein Feedback Killer  aktiviert, der bis zu 12 Feedbackfrequenzen vollautomatisch eliminiert. Die hier verwendete Schaltung stammt aus dem firmeneigenem DBX AFS System. Beide Schaltungen werden mit je einem Schalter aktiviert.

    Das Paarungsverhalten der Bluetooth Sektion

    JBL hat hier den derzeit aktuellen Bluetooth Standard 5.0 eingebaut. Damit wird es möglich, die beiden Lautsprecher so zu verbinden, dass eine per Bluetooth gespeiste Stereo–Quelle einen der beiden Lautsprecher als Partner hat. Er gibt dann einen der beiden Stereokanäle an die andere JBL IRX 112 BT  weiter.

    Bluetooth 5.0 verfügt über eine erhöhte Reichweite und arbeitet fast verzögerungsfrei. Im Test war die Kopplung der Lautsprecher untereinander und die Verbindung zum Smartphone problemlos und stabil. Die Reichweite wurde bis über 20m ohne Aussetzer getestet. Weiteres dazu ist dem übersichtlich gestalteten Manual zu entnehmen.

    Moderne Lautsprecher für viele Anwendungen im Praxistest

    Als Zentrum und Schaltzentrale gilt mein besonderes Augenmerk zuerst der JBL IRX 112 BT . Zuerst höre ich mir verschiedene Musikstücke im „Flat“- Modus an. Über die gesamte Hörsession manifestiert sich ein angenehmer unaufdringlicher Soundcharakter mit großzügigem Grundtonbereich. Grelle Mitten oder harsche Höhen sind hier kein Thema.

    Auch der Grundtonbereich wird sehr gut und kräftig wiedergegeben, so dass man in den meisten Fällen sicherlich keinen Zusatzbass braucht. Zu diesem sollte man allerdings unbedingt greifen, wenn in größeren Räumen Clubsound mit fettem Bass angesagt ist.

    Zu beachten ist: Bei den folgenden Messungen ist der Einbruch bei 125 Hz eine destruktive Interferenz des Messraumes und nicht dem System anzulasten. Die Messungen sind jetzt auch keine Präzisionsmessungen, da ich zur Zeit bei dem stürmischen Wetter outdoor keine brauchbaren Messungen realisieren konnte.

    Preset Music mit (grau) und ohne (blau) Bass-Boost

    Rosa = Flat/Rot = Speech

    Die einzelnen Presets ändern relativ subtil den Klangcharakter, lediglich im „Speech“ Modus werden beherzt die Bassfrequenzen und der oberste Hochtonbereich gekappt. Auch der „Bass-Boost“ agiert nicht zu brachial, sondern rundet mit einer kleinen Dosis Grundton geschmackvoll unten herum ab …

    Ducker  und Feedbackkiller  habe ich natürlich auch in der Praxis getestet. Der Ducker macht unspektakulär, was er soll. Die Wirkungstiefe und Reaktionszeiten hört und seht ihr hier:

    Der AFS Feedbackkiller kann bis zu 12 Filter setzen. Dabei werden die ersten 6 Filter fix gesetzt, die Filter 7-12 sind dynamisch und reagieren auf aktuelle Änderungen. In der Praxis sollte man schauen, dass der AFS mindestens 3-4 Filter aktiviert. Das macht man einfach, indem man die Lautstärke des angeschlossenen Mikros vorsichtig erhöht, bis das erste Feedback auftaucht und eliminiert ist, Lautstärke bis zum 2. Feedback erhöhen und so weiter.

    Das funktioniert in der Praxis recht gut. In einem kurzen, extra übertriebenen Praxisvideo könnt ihr sehen und hören, wie der AFS die Feedbacks terminiert. Der Sound der von Haus aus recht feedbackresistenten IRX 112 BT  ändert sich durch die schmalbandigen Eingriffe nur wenig. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass auch der Mikrofonsound eines SM-58 insgesamt gut abgebildet wird. Die Nebengeräusche halten sich bei den standardmäßigen Anwendungen ebenfalls im üblichen Rahmen.

    Zusammenspiel von Bass und Topteil

    Auch hier hat JBL den Mut, einfach zu denken. Anstelle komplizierter Frequenzweichen wird der Bass einfach per Kabel aus dem „Thru“ Ausgang der JBL IRX 112 BT  als Ergänzung angeschlossen.

    Bass anschalten, Pegel angleichen und per Taster die passende Übergangsfrequenz und Polarität finden, bis es gut klingt. Fertig. Ich habe schnell einen fetten Partysound hinbekommen in der Stellung 80 Hz / Polarität gedreht, dabei das Topteil im „Music“-Modus. Das messtechnische Ergebnis seht ihr hier (grünes Diagramm):

    Wenn ihr es deutlich lauter haben wollt, setzt den „Speech“ – Modus ein. Der 12“ Lautsprecher kann dann die im Bass gesparte Leistung für die restlichen Frequenzen einsetzen.

    Maximalpegel

    JBL hat die Daten der Lautsprecher im Manual angegeben. Die Anlage kann in den Limitereinsatz getrieben werden, ohne dass der Sound ernsthaft leidet. Dann 120dB zu erreichen, ist problemlos möglich. Damit lassen sich ohne weiteres vergnügliche Parties und sonstige Einsätze mit dem passenden Schub aggregieren.

    Für wen ist die IRX Serie nicht geeignet?

    Ohne, dass ich den JBL IRX 108 BT  jetzt hier habe, gehört er dennoch in die nutzerorientierte Gesamtbeurteilung für moderne Lautsprecher mit hinein. Ich hole mal kurz aus:

    Installateure und technikaffine Musiker wissen genau, was sie brauchen. Sie kennen verschiedenste moderne Lautsprecher Systeme und können die Auswahl und dedizierte Einstellungen ganz nach ihrem Bedarf vornehmen. Touring-Companies oder Rockbands brauchen extrem robustes, trucktaugliches Material ohne Wohnzimmeroptik, aber mit zertifizierten Befestigungsmöglichkeiten und netzwerktauglichen Schnittstellen. Für all diese Anwendungen gibt es, nicht nur bei JBL, spezialisierte Systeme.

    Für wen ist die JBL IRX Reihe geeignet

    Es gibt eine riesige Menge an Anwendern, die technisch völlig ahnungslos sind, aber trotzdem gute Soundanwendungen brauchen oder wollen …

    … Privatleute, Musiker, Kindergärtner, Musik-AGs an Schulen, allgemeiner Verleih an Volkshochschulen, Normale Geschäfte, die ab und an eine Präsentation planen, Promotion-Akteure, Moderatoren, Firmen mit Konfernzräumen, die Verleih-Bude, die was einfaches ohne viel Erklärungen für die Vermietung braucht, der Privatier, der sich schon immer mal modernes JBL in dem Partykeller stellen wollte. Und wenn die IRX Speaker mal transportiert werden sollen, gibt es dazu passende Schutzcover für ca. 30,- €

    Ich könnte jetzt ellenlang über Apps, Default Einstellungen für Bluetooth oder Powermanagement oder zusätzliche Bass / Höhen Regelung für die einzelnen Kanäle oder weitere technische Finessen schreiben. Tue ich aber nicht nicht. Während Experten für ihre Arbeit Zugang zu umfangreichen Einstellmöglichkeiten brauchen, ist genau das bei unerfahrenen Anwendern der falsche Ansatz.

    Bei Laien liegt die Kunst eher in der Optimierung wichtiger Parameter und dem Mut, andere Dinge einfach weg zu lassen. Beispielsweise Apps und Schaltungen, die zu Fehlbedienungen führen oder Fluggeschirr, das niemals gebraucht wird. Digitale Menues mit verwirrenden Auswahlmöglichkeiten und so weiter.

    Genau unter diesem Aspekt liefert die JBL IRX 112 BT , der kleine Bruder JBL IRX 108 BT  und der unspektakuläre, aber wichtige Zusatzbass JBL IRX 115 S  den richtigen Ansatz. Gut vermarktet, könnte das Konzept aufgehen. Ich selbst bin da auch gespannt.

    Daher sehe ich die JBL IRX Serie als Angebot an die Anwender, die ohne Perfektionierungsgedanken einfach guten Sound einer Qualitätsmarke nutzen, anwenden und genießen möchten. Eben moderne Lautsprecher für viele Anwendungen.

    Einige Punkte, die die Nutzung noch angenehmer gestalten würden

    • Offen bleibt auf jeden Fall der Wunsch nach etwas mehr, gerne auch manueller Klangregelung.
    • .
    • Speziell beim Bass ist die eher wohnzimmertaugliche Ausführung meiner Meinung nach ebenfalls ohne größeren Aufwand robuster zu gestalten.
    • .
    • Wenn die Lautsprecher nach der Trennung vom Stromnetz ihre ” Power-on” Funktion beibehielten, wäre auch der Betrieb in Hotels oder Festinstallationen mit globaler Powerzuschaltung denkbar.
    • .
    • Gleiches gilt für die Bluetooth Kopplung zwischen 2 JBL IRX 112 BT, die bei jedem Start neu initiiert werden muss.

    Fazit

    Mit der IRX Serie ist es in dieser Form erstmals möglich, eine JBL Anlage zu erwerben, die kompromisslos auf den Jedermann-Einsatz hin konzipiert ist. Anwendungsfeatures und Problemlöser lassen sich auf Knopfdruck aktivieren, ohne dass der User sich großartig mit Technik auskennen muss.

    Unter diesen Aspekten sind modernes Bluetooth V5.0, ein Feedbackkiller und ein automatischer Musikducker brauchbare Features. Das System klingt angenehm und lässt sich einfach mit dem zugehörigen Subwoofer für die Extra Portion Bass erweitern.

    Preise

    Die Preisgestaltung ist angesichts der Features, besonders für die beiden Topteile, gut vertretbar. Alle Preisangaben gelten zum Zeitpunkt des Testes im März 2021, aktuelle Thomann Preise finden sich immer in den Produkt-Links:

    • Der JBL IRX 108 BT kostet derzeit bei Thomann 309,- Euro 
      Zu Thomann
    • .
    • Der JBL IRX 112 BT liegt bei 389,- € 
      Zu Thomann
    • .
    • Der Subbass JBL IRX 115 S kostet 809,- € 
      Zu Thomann

    Links

    Manual JBL IRX 108 BT und IRX 112 BT
    Manual JBL IRX 115 S

    Der deutsche Vertrieb Audio Pro Heilbronn
    Der Hersteller JBL

    Jörg Kirschhttp://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de
    Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen tätig, u.a. als Bühnenmeister für das Kulturreferat Kaiserslautern. Mit seiner Firma betreut er mehrere Eventlocations, entwickelt spannende Veranstaltungsformate und bietet Ausbildungen im Veranstaltungsbereich. Persönlich liegt ihm der Support und die Entwicklung junger Künstler am Herzen. Mit Begeisterung engagiert er sich in mehreren Netzwerken, um auch hier die regionale Kulturszene zu fördern.
    - Anzeige -

    MEISTGELESEN