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Greenpeace: So teuer war der Extremsommer 2026

Schloss Neuhardenberg: Merz lösch Feuer! © Greenpeace

Diese Meldung hat jetzt zwar mit unseren üblichen Fachbeiträgen weniger zu tun, doch der Klimawandel ist ein all­ge­mein­ge­sell­schaft­liches Problem und geht uns alle an. Gerade bei uns in der Veranstaltungstechnik, wenn die OpenAir-Saison wieder los geht, die Rigger, die Techniker, beim Bühnenaufbau und der Montage in luftigen Höhen – die Crew muss es interessieren. Dazu kommen die irren Kosten für die Allgemeinheit, bloß eines Jahres …

Greenpeace:  Hitze, Dürre und Niedrigwasser haben Deutschland im Sommer 2026 mindestens 36 Milliarden Euro gekostet, zeigt eine Berechnung von Greenpeace. Besonders hoch sind laut Greenpeace die Verluste in der Arbeitswelt. Zur Kabinettsklausur am 25. und 26. August im Schloss Neuhardenberg erinnern Greenpeace-Aktivist*innen deshalb die Regierungskoalition daran, Klimaschutz nicht zu vergessen: „Merz lösch Feuer“  fordern sie. Denn alle Versäumnisse beim Klimaschutz werden die Gesellschaft bitter und teuer zu stehen kommen.

Der Sommer 2026 in Deutschland ist der heißeste Sommer der Messgeschichte . Die ersten Hitzetage kamen früh, Hitzeperioden hielten lange an, vielerorts fehlte über Wochen der Regen. Die Folgen reichen von Ernteausfällen und Waldschäden über Niedrigwasser bis zu gesundheitlichen Belastungen und hitzebedingten zusätzlichen Todesfällen.

Die Kosten übersteigen das bisher Dagewesene

Die Greenpeace-Kurzanalyse „Wirtschaftliche Kosten des Extremsommers 2026“  beziffert die dadurch entstandenen volkswirtschaftlichen Schäden auf 36 bis 42 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 0,8 bis 0,9 Prozent der jährlichen deutschen Wirtschaftsleistung.

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Doch dabei handelt es sich nicht um eine abschließende Bilanz. Wo aktuelle Daten fehlen, greift die Berechnung auf wissenschaftlich belegte Zusammenhänge und Erfahrungen früherer Extremjahre wie des Dürresommers 2018 zurück. Einige Schäden lassen sich bislang überhaupt nicht belastbar beziffern. Die errechnete Summe ist deshalb als Untergrenze zu verstehen.

Hitze kostet Arbeitsleistung

Der größte einzelne Kostenblock entsteht in der Arbeitswelt. Die hohen Temperaturen führten zu mehr Arbeitsausfällen und verringerten die Produktivität. Insbesondere Menschen, die im Freien, in der Produktion von Outdoor-Liveveranstaltungen beim Rigging oder in nicht klimatisierten Umgebungen arbeiten, waren stark von den Hitzewellen betroffen. Für 2026 geht die Greenpeace-Analyse von bundesweit etwa 25 solchen Hitzetagen aus. Daraus ergeben sich 10,8 Milliarden Euro an Produktivitätsverlusten und Produktionsausfällen.

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Hinzu kamen die gestiegenen Gesundheitskosten. Hitze verschärft unter anderem Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen und erhöht die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Notfälle. Die zusätzlichen Belastungen für das Gesundheitssystem werden für den Sommer 2026 auf rund 1,54 Milliarden Euro geschätzt.

Hitzebedingte Todesfälle

Besonders schwer wiegen die gesundheitlichen Folgen der Hitze. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts  gab es bis zur 32. Kalenderwoche rund 14.000 hitzebedingte Todesfälle. Die Bilanz dieses Extremsommers ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Das RKI veröffentlicht wöchentlich eine aktualisierte Schätzung der Hitzetoten, so aktuell auch Ende August. Die Schätzungen bis zur 33. Kalenderwoche gehen gegenwärtig von 15.800 Hitzetoten aus.

StageAID Kommentar

Wenn auch Klimaschutz jetzt nicht gerade unsere Kernkompetenz darstellt; Hitzesommer wirken sich massiv auch auf unsere Arbeit aus. Wenn´s sehr heiß ist, arbeiten die Stakehands von großen Liveproduktionen langsamer, müssen immer wieder Pause machen, sind unkonzentrierter. Dadurch wird die Sicherheit gefährdet, es kommt zu gefährlichen Unfällen.

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Und wenn jetzt die Pessimisten unken, es sei eh´ vobei – der „Point of no return“ sei erreicht – denken wir an die Zukunft – er wird noch unerträglicher werden. Wir müssen unsere Zukunft auch in der Eventbranche schützen, und alles dafür tun, dass es nicht noch schlimmer und nicht jede neue selbst gestellte Grenze gerissen wird. Lest dazu auch unseren Beitrag zu Alternativen für unsere Branche: „Sterben die kleinen unabhängigen OpenAir Festivals? – doch es geht auch anders … .


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Andreas Cattarius
Andreas Cattarius hat an der Fachhochschule Kaiserslautern Innenarchitektur studiert. Im Jahr 1995 gründete er mit Freunden den Live-Club „Fillmore Kaiserslautern“ und in den darauffolgenden Jahren machte sich dieser Liveclub überregional einen Namen mit erfolgreichen Konzerten für die Alternativszene. Als DeeJay und Talentscout entwickelte er eine Nase für Musik-Trends der alternativen Szene und förderte die lokale Musik- und DeeJay-Szene. In dieser Zeit erwarb er erste Kenntnisse im Schreiben von Bandbeschreibungen der Künstler, die in seinem Club auftraten. Er lernte was erfolgreiches Eventmarketing bedeutet und machte sich einen Namen als überregionaler Veranstalter für innovative Bands. Als Redakteur für das Kaiserslauterer Stadtmagazin „Pavillon“, hier zuständig für die Rubrik „Szene“, entwickelte er seine journalistischen Fähigkeiten. 2002 ließ er sich zum „Internetapplikationsentwickler“ ausbilden und erlernte das „Handwerk“ des Webdesigns. Er entwickelte bereits 2003 im Team einen Online-Lieferservice für Pizzas in Worms. Seit 2018 gehört er fest zum „Kunstgriff-Event“ Team.
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