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Mittwoch, Januar 28, 2026
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Neil Young boykottiert jetzt Amazon und verschenkt seine Musik an Grönland!

Neil Young auf den Stavernfestivalen (Larvic Golf Arena, Norwegen) 2016 © Wikipedia

Ende Januar 2026 gab Neil Young bekannt, dass er seinen gesamten Musikkatalog von Amazon entfernt hat und rief seine Fans zum Boykott der Verkaufsplattform auf. Doch er ging noch einen Schritt weiter: Die Inhalte der Neil Young Archives sollen fortan allen Grönländern kostenlos zur Verfügung stehen. Dabei kritisiert er Jeff Bezos scharf: Amazon gehöre einem milliardenschweren Unterstützer von Trump, schrieb Young seinen Fans, solange Amazon diesem Tech-Milliardär gehöre, wird seine Musik dort nicht länger verfügbar sein.

Bereits im Oktober kündigte Neil Young an, seine gesamte Musik auf Amazon zu entfernen. Kürzlich bekräftigte er in seinen Neil Young Archives , dass er an diesem Plan festhalten werde. Außerdem ruft er seine Fans zum Boykott dieser Plattform auf. „Anstatt Amazon zu nutzen“ , ruft Young seine Fangemeinde auf, „solltet ihr die lokalen Plattenhändler unterstützen“ . Auch in der digitalen Welt gebe es genug Alternativen, seine Musik zu kaufen. Oder man wohnt in Grönland und kommt kostenlos in den Genuss.

Ja, das ist Faschismus

„Bis vor kurzem hielt ich diesen Begriff für vermeidbar“,  schreibt Jonathan Rauch, ein US-Journalist, in den Archives von Neil Young, „doch mittlerweile sind die Ähnlichkeiten zu zahlreich und zu stark, um sie länger zu leugnen …“  Und Neil Young dazu: „Die internationale Politik des Präsidenten und seine Unterstützung von ICE machen es mir unmöglich, diese Handlungen weiter zu ignorieren. Wenn Sie so empfinden wie ich, empfehle ich dringend, Amazon nicht mehr zu nutzen“,  schrieb Young.

Zwar schade diese Haltung seinem Plattenlabel kurzfristig, aber er halte seine dadurch gesendete Botschaft für wichtig und richtig. Und weiter: „Danke, dass Sie Musik lokal und über unabhängige digitale Dienste kaufen.“  Wichtig sei es jetzt, diese menschenverachtende Politik dieses Präsidenten zu brandmarken und wo es geht zu boykottieren.

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Support Greenland!

Jeder Mensch der ein Handy mit einer Länderkennung von Grönland besitzt, kann sich auf der Webseite von Neil Young registrieren und dann ein Jahr kostenfrei dessen Songs hören. So lange diese Person sich auf der Insel befindet, kann sie den Zugang zu Youngs Werken Jahr für Jahr kostenlos erneuern.

Außer den üblichen Solidaritätsbekundungen könne jeder Mensch konkret etwas gegen den wachsenden Faschismus im Land tun: Dazu veröffentlichte Young in seinen Archives eine TopTen der Unternehmen, die Trump und damit die Einwanderungsbehörde ICE unterstützen. Dazu folgt der Aufruf diese Unternehmen nicht weiter zu unterstützen:

  1. Amazon / Zusammenhang: Amazon Web Services (AWS) ist das primäre Cloud-Backbone (Basisnetz) für ICE. Es hostet die Datenbanken, die für Fallmanagement und Ermittlungsverfolgung verwendet werden. Darüber hinaus gibt AWS Anlass zur Sorge, weil diese Strafverfolgungsbehörden mit der Hilfe von AWS leicht auf Aufnahmen aus der Nachbarschaft zugreifen können.
  2. Meta / Zusammenhang: Seit Januar 2026 ist Meta ein wichtiger Partner für die massive Rekrutierungsoffensive von ICE im Wert von 100 Millionen US-Dollar. Das DHS (Department of Homeland Security) hat Millionen für Meta-Plattformen ausgegeben, um zielgerichtete Werbung zu schalten und Tausende neuer Abschiebungsbeamter einzustellen. Meta verarbeitet außerdem jährlich Hunderte von behördlichen Vorladungen zur Herausgabe von Standort-und Kommunikationsdaten von Nutzern.
  3. American Airlines / Zusammenhang: AmericanAirlines hält aktive, millionenschwere Verträge (laufen bis Ende 2026) für „Passagier-Charterflüge“. Obwohl sie nicht zur Hauptflotte von ICE Air gehören, stellen sie die logistische Unterstützung und die Charterkapazität für den Transport Inhaftierten bereit.
  4. AT&T / Zusammenhang: AT&T stellt die digitale Infrastruktur für die Außendiensttätigkeiten von ICE bereit. Dazu gehören spezialisierte Mobilfunknetze und Datenanalysetools, die es den Beamten ermöglichen, während Vollzugsmaßnahmen in Echtzeit auf Bundesdatenbanken zuzugreifen.
  5. Microsoft / Zusammenhang: Neben Office365 nutzt ICE die Azure Government Cloud von Microsoft für KI-gestütztes „Targeting und Priorisierung von Durchsetzungsmaßnahmen“. Dies hilft der Behörde, riesige Datenmengen zu analysieren und Personen mit hoher Priorität für die Abschiebung zu identifizieren.
  6. Horne Depot (Heimwerkerbedarf) / Zusammenhang: Horne Depot beliefert seit Jahren Hafteinrichtungen. Noch schwerwiegender ist, dass das Unternehmen öffentliche Boykotte ertragen musste, weil es ICE erlaubte, seine Parkplätze – oft Treffpunkte für Tagelöhner – als Sammelpunkte für Razzien zu nutzen.
  7. Verizon (Mobilfunknetzbetreiber) / Zusammenhang: Wie AT&T hat auch Verizon bedeutende Verträge zur Bereitstellung von Hochgeschwindigkeitsinternet und sicheren Kommunikationsverbindungen für ICE-Außenstellen und abgelegene taktische Standorte im ganzen Land.
  8. FedEx (Versand und Zustellung) / Zusammenhang: FedEx hat einen langfristigen Vertrag für die Zustellung von Kleinpaketen und übernimmt den physischen Transport von juristischen Dokumenten, vertraulichen Akten und Verwaltungsmaterialien zwischen ICE-Büros und Haftanstalten. Young dazu: „Nutzen Sie FedEx nicht mehr. Es gibt andere Möglichkeiten, Ihre Pakete zu versenden. Wenn Ihre Lieferung einen Tag später kommt, können sie dem Empfänger sagen, dass Sie ein guter Amerikaner sind.“
  9. UPS (Versand und Logistik) / Zusammenhang: UPS arbeitet eng mit FedEx als wichtigster Logistikpartner für ICE zusammen und übernimmt häufig den Versand von größeren Geräten und Hardware für regionale Außenstellen. Das Gleiche sagt Young hierzu …
  10. Dell (Laptops und Computer) / Zusammenhang: Dell ist der Haupt-Hardware-Lieferant für ICE. Wenn Sie einen ICE-Agenten mit einem Laptop oder ein Büro mit einem Serverschrank sehen, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Hardware der Marke Dell, die von deren Abteilung für Bundessysteme bereitgestellt wird. Auch hier Neil Young: „Verwenden Sie keine Dell-Produkte mehr, denn es gibt sehr viele alternative Hersteller, die sich nicht die Finger schmutzig machen …“

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Andreas Cattarius
Andreas Cattarius hat an der Fachhochschule Kaiserslautern Innenarchitektur studiert. Im Jahr 1995 gründete er mit Freunden den Live-Club „Fillmore Kaiserslautern“ und in den darauffolgenden Jahren machte sich dieser Liveclub überregional einen Namen mit erfolgreichen Konzerten für die Alternativszene. Als DeeJay und Talentscout entwickelte er eine Nase für Musik-Trends der alternativen Szene und förderte die lokale Musik- und DeeJay-Szene. In dieser Zeit erwarb er erste Kenntnisse im Schreiben von Bandbeschreibungen der Künstler, die in seinem Club auftraten. Er lernte was erfolgreiches Eventmarketing bedeutet und machte sich einen Namen als überregionaler Veranstalter für innovative Bands. Als Redakteur für das Kaiserslauterer Stadtmagazin „Pavillon“, hier zuständig für die Rubrik „Szene“, entwickelte er seine journalistischen Fähigkeiten. 2002 ließ er sich zum „Internetapplikationsentwickler“ ausbilden und erlernte das „Handwerk“ des Webdesigns. Er entwickelte bereits 2003 im Team einen Online-Lieferservice für Pizzas in Worms. Seit 2018 gehört er fest zum „Kunstgriff-Event“ Team.
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