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Dienstag, Januar 21, 2020
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    Start Technik 1. Tontechnik Wir machen´s wie das Känguru: Leerer Beutel - große Sprünge

    Wir machen´s wie das Känguru:
    Leerer Beutel – große Sprünge

    Straßenmusiker in den USA

    Kleiner Geldbeutel – heißt das schlechtes Equipment?

    Die Zeiten, wo Musiker mit der Wandergitarre die Runde am Lagerfeuer begeisterten, sind rar geworden. Ohne Lautsprecher, Verstärker, Mischpult etc. geht heute (fast) gar nichts mehr.

    Eines hingegen ist zeitlos: Nicht jeder kann kann sich all das kaufen, was er bräuchte oder eigentlich gerne hätte. Deswegen singen viele Newcomer über ein billiges “Plastikmikro” und den alten Gitarrenverstärker des Leadgitarristen. Das Resultat klingt dementsprechend schauderhaft.

    Bekannt ist auch, dass man für entsprechend viel Geld eine toll klingende PA kaufen kann, die keine Wünsche mehr offen lässt. Das weiß jeder. Ich persönlich habe aber selten Tipps darüber gefunden, wie ein junger Musiker mit etwas Eigeninitiative sich auch vom “Taschengeld” eine durchaus brauchbare, komplette Gesangsanlage kaufen kann.

    Kleine (portable) Anlage

    Eine kleine Gesangs-PA, die allemal für den Proberaum oder kleine Auftritte ausreicht, über die auch Gitarre und/oder Keyboards laufen könnten. Dazu habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht: Was braucht man denn eigentlich so als Sänger, wenn man a) ankommen und b) auch ein bisschen Spaß haben will?

    1. Ein kleines Mischpult mit ca. 6 Kanälen. Vielleicht hat Deine Band z.B. 3 Sänger, und die anderen 3 Kanäle können dann für z.B. Keyboard, Gitarre oder CD-Einspielungen genutzt werden. Pro Kanal reicht dann eine dreigliedrige Klangregelung (Bass, Mitten, Höhen) für den individuellen Sound. Brauchbar noch wären Anschlüsse für Hallgeräte oder Aufnahmemöglichkeiten
    1. Ein digitales Hallgerät mit verschiedenen Programmen für freshen Sound
    1. Ein 10-Band-Equalizer, um Rückkopplungspfeifen zu eliminieren und den Sound insgesamt verbessern
    1. Eine Endstufe mit ca. 200 Watt, damit das Ganze auch dementsprechend gepowert wird
    1. Zum Schluss noch ein – von der Leistung her – an die Endstufe angepasstes, belastbares Boxenpäarchen – NICE!

    Doch wer jetzt mitgezählt und mitgerechnet hat, kommt zu dem Schluß, da werden wahrscheinlich mehr als 1.500 € fällig.

    Das ist nicht ganz richtig – denn wenn alles in einem kompakten Gerät verpackt ist, bezahlst Du einen Bruchteil für alles. Also – ein sogenannter Powermixer muss her!

    Powermixer

    Es gibt tatsächlich ein paar Firmen (von günstig wie Behringer oder Yamaha bis luxuriös wie Dynacord oder Mackie), die es schaffen, für budgetbewusste Musiker, solche Preise zu realisieren. Die Preise für einen brauchbaren Powermixer starten bei ca. 500,- €.

    Es gibt auch Eigenmarken großer Händler, die noch günstiger sind. Ihr solltet die Finger allerdings von solchen “No-Names” aus dem Internet davon lassen, die mit Mega-Wattangaben und billigen Preisen werben. Die Daten sind meist pure Fiktion, das Equipment kommt in der Regel aus Fernost und ist mit billigsten Bauteilen nahe an der Funktionsunfähigkeit zusammengebaut. Garantie- oder Reparaturansprüche sind nur schwer oder gar nicht durchsetzbar.

    So weit, so gut. Was jetzt noch fehlt, sind Boxen. Kleine, durchschnittlich gute Speaker sind ab 350,- das Paar zu haben. Die Kabel sind nicht so kostspielig (ca. 60,- €). Es gibt qualitativ brauchbare Mikros ab ca. 70,- €. Die können manch ein 200,- Euro-Mikro in den Schatten stellen. Weiterhin benötigtes Zubehör sind Mikroständer (ab ca. 25,-), Mikroclips etc.

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    Straßenmusiker im Berliner Mauerpark

    Selbstbau

    Wer handwerkliches Geschick, etwas Zeit und Lust dazu mitbringt, der kann sich sehr hochwertige Lautsprecher selber bauen oder sogar entwickeln. Pläne dazu bieten die meisten Anbieter von Bausätzen an.

    Das Gewicht und die Materialdichte ist mit entscheidend für einen guten Klang. MDF-Platten haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, es können jedoch auch billigere Spanplatten verbaut werden. Wer nicht nur Wert auf gute Qualität sondern auch auf einen guten Look legt, verwendet Multiplex-Platten.

    Stark schwingende oder leichte Bauplatten wie z.B. eine Tischlerplatte oder gar Naturholzplatten eignen sich nicht zum Boxenbau.

    Kosten Selbstbau

    Gute Bausätze etablierter Hersteller gibt es ab 80,- zu über 1.000 €. Die Kosten für das Gehäuse ab ca. 30 € aufwärts + Beschläge, Griffe, Anschlüsse etc. kommen noch dazu. Insgesamt könnt Ihr bei der Marke “Eigenbau” etwa die Hälfte der Kosten einsparen.

    Boxenselbstbau lohnt sich für echte Macher (Hornbach…mach Dein Ding) auch im Cheap-Trick Bereich und erst recht im hochpreisigen Segment.

    Bauanleitungen zum Boxenbau bietet beispielsweise das Online-Mag https://www.acoustic-design-magazin.de/ an. Gegen Gebühr gibt es bei http://www.klangundton-magazin.de/ Baupläne zum herunterladen. Es gibt Online-Händler, die diese Bausätze inkl. Bauplan anbieten, wie z.B. https://www.hifisound.de/.

    Sehr gute Vorschläge, mit guten Online-Tools, findet Ihr auch bei der Firma Strassacker. Der StageAID Partner Monacor  bietet ebenfalls ein reichhaltiges Sortiment an Lautsprechern, Plänen und dem komplettem Zubehör an.

    Hier kommen noch ein paar Beispiele, die Hifitest  mit Monacor Chassis aufgebaut hat: https://www.hifitest.de/test/lautsprecherbausaetze/monacor-cheap_trick_276_10439 | https://www.hifitest.de/test/selbstbauprojekt/monacor-kt-projekt_studio_10_12129 | https://www.hifitest.de/test/lautsprecherbausaetze/monacor-buscaino_little_blast_9977 | https://www.hifitest.de/test/selbstbauprojekt/monacor-kt_cheap_trick_269_8754-seite2

    Wenn Ihr gesteigertes Interesse an diesem Thema habt, oder gute Vorschläge: ab damit in die Kommentare. Auf Wunsch können wir das Thema gerne weiter vertiefen.

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