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Freitag, Oktober 18, 2019
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    Start Technik Lichttechnik Eurolite Color Chief DMX Controller - Ein Praxisbericht

    Eurolite Color Chief DMX Controller –
    Ein Praxisbericht

    Das Problem

    Eine Lightshow zu gestalten und vor allem umzusetzen kann in der Praxis sehr schwierig sein. Gerade für Laien ist es oft sehr schwierig, sich in der Materie einzufinden, da die meisten Lichtsteuergeräte oft unnötig kompliziert sind oder nicht die gewünschte Funktionalität besitzen.

    Die Lösung

    Der Eurolite Color Chief löst dieses Problem souverän, indem er eine Vielfalt von Funktionen auf sehr kompakte Weise umsetzt. Selten haben wir erlebt, dass ein Lichtsteuerpult so einfach zu erlernen ist und trotzdem eine solche Varianz bietet.

    Platzsparend!

    Mit seinen 3 Höheneinheiten und einer Breite von 48,3 cm = 19″ lässt sich der Color Chief problemlos in ein Bühnenrack einbauen. Ausstanzungen zur Befestigung im Rack sind standardmäßig am Pult befestigt. Somit ist das Pult nicht nur für FOH-Menschen, sondern auch für Musiker interessant, die ihr Licht von der Bühne aus steuern wollen.

    Einfache Lichtsteuerung

    Die Lichtsteuerung erfolgt standardmäßig als DMX-Signal über ein 3-poliges XLR Kabel, per Cinch-Eingang kann der „Sound-to-Light“ Modus genutzt werden. Auf Cinch kann auch verzichtet werden, da der Color Chief über ein integriertes Mikrofon verfügt. Perfekt für Bands oder lichtinteressierte Techniker. Auch „Hobbylichtler“ finden hier ein benutzerfreundliches Pult, ohne komplizierte und oft verwirrende Einstellungsmöglichkeiten.

    Die Unterschiede zu den üblichen Kleinpulten

    Uns ist kein Pult bekannt, dass in der Gegenüberstellung von Funktionalität im Vergleich zu dem Lernaufwand besser abschneidet als der Color Chief. Man merkt die langjährige Erfahrung hinter dem eigenen deutschen Entwicklerteam von Steinigke, denn das Pult bringt es einfach auf den Punkt. Die Segmente des Pults sind übersichtlich getrennt, was die Anfälligkeit für Bedienungsfehler verringert.

    Alles in allem ist das Gerät sehr kompakt und platzsparend, was es zu einem guten Pult für den Außeneinsatz macht. Auch als Festinstallation in einem Konzerthaus eignet sich das Pult besonders gut, da vorgefertigte Chases, also aufeinander folgende Lichtszenen, ohne große Vorkenntnisse abgespielt werden können und so selbst ein blutiger Anfänger eine komplette Lightshow steuern kann.

    Szenenspeicherung per USB

    Wohl kaum ein Lichtpult für 150 € verfügt über die Möglichkeit der Szenenspeicherung auf einen USB-Stick. Der Color Chief schon. Somit ist man immer auf der sicheren Seite, falls die einprogrammierten Daten und Shows doch einmal gelöscht worden sind, beispielsweise, weil das Pult mit einem anderen Techniker unterwegs war.

    Welche Scheinwerfer kann das Pult bedienen?

    Der Color Chief kann bis zu 8 Geräte (oder Gerätegruppen) mit jeweils bis zu 4 Segmenten steuern. Jedes Gerät kann bis zu 30 Kanäle belegen. Das Pult verfügt über eine umfangreiche Bibliothek mit bereits vorgefertigten Scheinwerfertypen. Die beste Synergie hat das Pult mit den EUROLITE KLS-Systemen, allerdings lassen sich auch andere Scheinwerfertypen schnell und einfach anlegen.

    Per Color-Wheel und den 6 Einstellpotentiometern ( Rot / Grün / Blau / Weiss / Amber / Ultraviolett) können schnell beliebige Farbstimmungen erzeugt werden. Grundsätzlich ist das Pult zur Steuerung von LED-Scheinwerfern ausgelegt, allerdings lassen sich drei weitere Einstellregler am Pult frei patchen und können so z.B. zum Steuern einer Nebelmaschine, eines Hazers oder des Frontlichtes benutzt werden. Neben den vorgefertigten Effekten kann man sich natürlich auch selbst Lauflichter (Chases) anlegen und bis zu 24 Stück speichern und das auch zum Teil mit getrenneten Crossover Geschwindigkeiten (!)

    Fazit:

    Steinigkes Zielgruppe sind Menschen, die es schnell und einfach haben wollen und dafür ist das Pult perfekt. Unser Techniker konnte das Pult in weniger als 1 Stunde Einarbeitungszeit bedienen und verwenden. Das zum großen Teil dank der sehr ausführlichen Videotutorials des Herstellers, die Ihr im Flgenden verlinkt findet.

     

    Die Unterteilung am Gerät selbst ist gut gelungen und sofort verständlich und auch das Menü verliert trotz des kleinen Bildschirms nicht an Übersichtlichkeit. Alle Werte sind problemlos abzulesen und auch die Qualität der verbauten Komponenten konnten uns überzeugen.

    Wir benutzten den Color Chief in einer unserer kleineren Locations, in welcher hauptsächlich LEDs installiert sind. Konzerte dort werden standardmäßig von einer Person betreut, die sich überwiegend um den Ton kümmert. Nachdem wir einige Chases programmierten, konnte der Techniker am Tonpult zeitgleich auch das Licht steuern und das, ohne von seiner eigentlichen Arbeit abgelenkt zu werden.

     

    Die Stärken des Color Chief liegen eindeutig in der Bedienung von LED-Scheinwerfern. Man kann über Umwege auch die üblichen Movingheads auf das Pult patchen, allerdings empfehlen wir hierfür den BIGFOOT DMX CONTROLLER. Den haben wir bereits getestet, klickt hier um direkt zu unserem Bericht zu kommen.
    Resultat:Eine eindeutige Empfehlung für die komfortable Bedienung kleiner und mittlerer Lichtanlagen. Trotz des günstigen Preises von empfohlenen 149 € schlägt der Color Chief in Sachen Performance sämtliche uns bekannten Lichtpulte in dieser Klasse deutlich. Und genau deshalb kaufen wir uns genau dieses Modell für diverse Projekte.
    Noch ein fettes Dankeschön an die Entwickler von Steinigke aus Waldbüttelbrunn.
    Wenn Ihr wissen möchtet, was man beim Kauf oder dem Aufbau kompakter Lichtanlagen beachten sollte: Hier findet Ihr die Basics

    Jörg Kirschhttp://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de
    Jörg Kirsch studierte ab 1981 Elektrotechnik in Kaiserslautern. An der Universität leitete er zwei Jahre lang das Kulturreferat und startete parallel dazu seine Firma für Veranstaltungstechnik mit eigener Ingenieur- und Entwicklungsabteilung. Auf sein Konto gehen weit mehr als 10.000 persönlich betreute Veranstaltungen, unter anderem die Realisation eines Bon-Jovi Konzertes zusammen mit Jet-West. Als gefragter Partner für Eventberatung ist er für mehrere Firmen tätig, u.a. als Bühnenmeister für das Kulturreferat Kaiserslautern. Mit seiner Firma betreut er mehrere Eventlocations, entwickelt spannende Veranstaltungsformate und bietet Ausbildungen im Veranstaltungsbereich. Persönlich liegt ihm der Support und die Entwicklung junger Künstler am Herzen. Mit Begeisterung engagiert er sich in mehreren Netzwerken, um auch hier die regionale Kulturszene zu fördern.

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