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5 Tipps für erfolgreiches Booking

von Andreas Cattarius
Träumt Ihr von Erfolg und Reichtum? Von Eurem eigenen Booker – Eurer eigenen Agentur? Na, dann los! Bevor sich eine Agentur  für Euch  interessiert, müsst Ihr schon eine ganze Reihe an Gigs vorweisen können. Wie Ihr das schafft, zeigen wir Euch hier …

Das Jahr 2019 schreitet voran, doch die guten Vorsätze von Neujahr sind noch nicht vergessen. Ihr habt Euch fest vorgenommen, das es dieses Jahr sein muss, endlich eine große deutschlandweite Tour zu buchen. Jetzt im Januar bekommen die Veranstalter die meisten Anfragen zugesandt. Doch oft noch erschöpft vom Endspurt des letzten Jahres, bleiben viele der Bewerbungen unbeachtet. Die Kunst ist es, das richtige Zeitfenster zu treffen. Ihr braucht eine Strategie.

1. Wo kann ich spielen?

Zuerst erstellt Euch eine Liste der Locations die Euch interessant erscheinen. Infos darüber in Hülle und Fülle gibt’s im Internet, z.B. auf dem Locationguide von „BackstagePro“. Auch selbst recherierte und von anderen Bands empfohlene Clubs gehören auf die Liste.

  • Stellt Euch ein aussagekräftiges Presskit zusammen. Wichtig: Gute bis sehr gute Tonaufnahmen Eures Sounds. Nichts ist ätzender für einen Veranstalter sich mit schlechter Tonqualität zu beschäftigen!
  • Augen auf, wenn Ihr außerhalb spielt! Schaut nach Veranstaltungshinweisen und Plakaten, nehmt überall Stadt- und Programmmagazine mit – hier sind die Locations drinne, die auf Eure Liste gehören.
  • Interviewt die anderen Bands, mit denen ihr spielt – wo gibt es Auftrittsmöglichkeiten, welchen Ruf haben die Clubs? Macht Euch über alles Notizen – zusätzlich auf Eurer Liste.

2. Die Kontaktaufnahme

  • Da kommt Ihr nicht drum herum: Jetzt geht’s ans Telefonieren! Die Liste, die ihr erstellt habt, will abtelefoniert werden. Es gibt keinen Veranstalter der auf Euch wartet. Warum wollt ihr genau in diesem Club spielen? Wie seit ihr auf die Location aufmerksam geworden? Eine persönliche Ansprache ist wichtig.
  • Eine Email mit kurzem und prägnanten Bandinfo, das Euren Sound gut beschreibt, einem Link zu Euren Audiofiles und ein ansprechendes Foto ist der nächste Schritt des Erstkontakts. Versendet bitte keine ganzen Audiofiles, das ist zu datenintensiv.
  • Bei größeren Clubs gibt es meistens einen, der für´s Booking zuständig ist – diesen Email-Kontakt braucht Ihr. Doch aufgepasst: bitte keine standardisierten 08/15 Mails. Das kriegt der Booker sehr schnell spitz und Eure Mail ist mit einem Klick im Papierkorb. Verwendet einen Betreff, der neugierig macht.
  • Habt Ihr das Interesse des Bookers geweckt, ist es gut wenn er mit einem Klick auf Eure Homepage kommt. Besser noch ist eine Landingpage auf der die Essenz Eurer Homepage zu lesen, zu hören und sehen ist.

3. Telefonieren

Die Erstaquise ist gelaufen. Der Anruf und die Mail schaffen eine Gesprächsgrundlage. Jetzt wird ein persönlicher Kontakt wichtig mit dem Ihr Sympatien erzeugen und den Booker von Eurer Originalität überzeugen könnt. Beachtet dabei folgendes:

  • Falls es ein kleiner Club ist, sind Booker und Chef oft eine Person, die womöglich spät ins Bett gekommen ist. Also ruft da nicht zu früh an.
    Ein Gig ist selten beim ersten Gespräch ausgemacht. Gebt dem Mann Zeit über Eurer Angebot nach zu denken. Wenn er sich die Mühe macht, sich Euren Link anzuhören, fehlt nicht mehr viel …
  • Ruft ein weiteres mal an und erkundigt Euch nach seiner Programmplanung. Wie lange ist sein Vorlauf, wann könnt Ihr Euch nochmal in Erinnerung rufen?
  • Wichtig: macht Euch Notizen und verpasst den Termin nicht, wann Ihr wieder anrufen sollt. Wenn Ihr nicht aufdringlich werdet und sympathisch rüberkommt, so wird Hartnäckigkeit am Ende belohnt.
  • Noch was: Eurer Auftreten während des ganzen Prozesses sollte sehr selbstbewusst jedoch nicht arrogant wirken. Ein selbstsicheres Auftreten strahlt Kompetenz aus.

4. Warum sollte Euch der Veranstalter buchen?

  • Eurer Erfolg hängt von Eurem Geschick, Euch gut zu verkaufen ab. Wenn ihr Bands kennt , die in der Location schon erfolgreich aufgetreten sind, schafft argumentativ eine Verbindung zu diesen Musikern; vergleicht Euren (potenziellen) Erfolg mit dem Erfolg der anderen Band.
  • Vielleicht kennt einer Eurer Bandmitglieder den Club von früher, vielleicht habt Ihr in anderer Besetzung schon mal dort gespielt und Fans aufgebaut, Facebookfans aus der Gegend, die bei einem Gig auf jeden Fall kommen werden, kennt jemand jemanden von der Zeitung oder dem lokalen Radiosender? Alles gute Argumente für einen Auftritt …
  • Es soll ein gewinnbringendes Geschäft werden. Daher gebt dem Entscheider Verhandlungsspielraum. Wen Ihr eine feste Gagenvorstellung habt, lasst dabei durchblicken, das er Euch auch noch runterhandeln kann.
  • Bei einer transparenten Einnahmen-Ausgabensituation könnt ihr Euch auch mal auf eine „Break Even“ -Regelung einlassen oder ein geringerer Festbetrag plus „Break Even“ Einnahmen.

5. Presskit

Hat der Veranstalter eingesehen, dass er Euch „braucht“, dass er sich den Gig mit Euch vorstellen kann, braucht er alle Informationen über Eure Band um seinerseits mit der Bewerbung starten zu können. In Presskit findet er daher was er braucht:

  • Eure Adresse, Kontaktnr. & Email, und den Ansprechpartner von Euch
  • Gutgemachtes, ausführliches Infomaterial über Euch mit aussagekräftigen unterschiedlichen Fotos. Falls vorhanden noch ein Bandlogo
  • Einen technischen Rider mit Bühnenanweisung (je genauer die ist, desto weniger Stress am Abend des Auftritts).
  • Cateringwünsche: Natürlich solltet ihr ordentlich versorgt werden.
  • Ein paar gute Audiofiles

Wenn ihr schon eine Homepage habt, könnt Ihr dieses Presskit dort zum Download anbieten. Seit im Vorfeld immer erreichbar damit ihr bei einer Zusage umgehend reagieren oder auch vielleicht kurzfristig einspringen könnt.

Bleibt mir nur noch, Euch viel Erfolg zu wünschen!